FortBeam: Forschungsqualität durch Wissenschaftsbedingungsmanagement

FortBeaM

FortBeaM: Forschungsqualität durch Wissenschaftsbedingungsmanagement

Qualitätssicherung der Forschung ist vielfach im Rahmen von QS- bzw. QM-Sys­te­men prozesshaft systematisiert worden. Um die diesbezüglichen Prozesse zu op­ti­mie­ren, wurden zugleich assistierende Strukturen geschaffen: das Wissenschaftsma­nagement. Um dessen reale Wirksamkeit zu ermitteln, wird eine Umkehrung der Perspektive benötigt. Statt zu fragen, welche QS durch welche Strukturen (und Personen, also Stellen) gefördert werden könnte, ist zu fragen: Welche qualitätssichernden Effekte werden nur dadurch erreicht, dass es die assistierenden Struk­turen gibt?

Das Projekt betrachtet vergleichend das Wissenschaftsmanagement mit forschungsbezogenen Aufgaben in Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen (auFE). Zugleich wird eine quantitative Vermessung des Wissenschaftsmanagements vorgenommen, für das bislang weder trennscharfe Kategorien der amtlichen Statistik noch präzisere Zahlen aus anderen Erhebungen vorliegen.

Am Ende soll ein Modell für ein Wissenschaftsbedingungsmanagement stehen, das mehr Entlastungen organisiert als zusätzliche Belastungen schafft. Re­alisiert wird das Projekt im Rahmen der BMBF-Förderlinie „Qua­litätsent­wick­lun­gen in der Wissenschaft“ (FKZ: 16PH20002).

english abstract
Quality assurance in research has often been systematised as a process within the framework of QA or QM systems. In order to optimise the processes in this regard, assisting structures were created at the same time: science management. In order to determine its real effectiveness, a reversal of perspective is needed. Instead of asking which QA could be promoted by which structures (and people, i.e. positions), we need to ask: Which quality-assuring effects are only achieved by the existence of the assisting structures?

The project takes a comparative look at science management with research-related tasks in universities and non-university research institutions (auFE). At the same time, a quantitative measurement of science management will be undertaken, for which up to now there have been neither selective categories of official statistics nor more precise figures from other surveys.

The end result should be a model for science condition management that organises more relief than creates additional burdens. The project is being realised within the framework of the BMBF funding line “Quality developments in science” (FKZ: 16PH20002).

Untersuchungsdesign

Untersuchungsablauf

Untersuchungsablauf

Die empirische Untersuchung zeichnet sich durch drei aufeinander aufbauende, aber gleichzeitig ineinandergreifende Phasen aus. Die übergeordneten Ziele der Untersuchung sind

  • eine belastbare Vermessung der Größenordnungen des forschungsbezogenen WiMa an Hochschulen und auFE mittels Triangulation verschiedener Datenquellen unternommen: Statistische Sonderaus-
    wertungen, Online-Befragung und Fallstudien;
  • ein Nachweis über Wirkung und Leistungsfähigkeit des WiMa, indiziert anhand der Auswirkung auf die Qualitätsentwicklung in der Forschung – u.a. über Experteninterviews gemäß 360-Grad-Analyse, schriftliche Befragung und Validierungsworkshops mit Fallstudienpartnern sowie
  • das Herausarbeiten von wechselseitigen Übertragbarkeitsaspekten zwischen Hochschulen und auFE, durch die Synthese der empirischen Ergebnisse und einen die Synthese unterstützenden Reflexionsworkshop.

Ansprechpartner

Dr. Justus Henke |

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Veröffentlichungen in HoF-Publikationsreihen

Justus Henke / Sebastian Schneider / Sylvi Mauermeister (2022): Forschungsbezogenes Wissenschaftsmanagement: Konzept und Vermessung. Lessons-Learned-Paper Nr. 1, Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg.  mehr...

Artikel und Präsentationen

  • Justus Henke / Sebastian Schneider (2021): Aktuelle Literatur zum Forschungsmanagement. Entwicklungen im Forschungsmanagement – Einblicke in die gegenwärtige Forschung, in: Wissenschaftsmanagement 2021, S. 1-6. Download
  • Sylvi Mauermeister / Sebastian Schneider (2021): Qualitätsentwicklung im Hochschulsystem, unendliche Weiten. Forschungsqualität durch Wissenschaftsmanagement: Konzeptionelles, eine Definition und erste Befunde zur quantitativen Vermessung, Präsentation auf der 16. Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf), Gießen, 16. September 2021, Download