ForEinT: Forschungstransfer durch Einrichtungen mit eingeschriebenem Transferauftrag

Es gibt gesellschaftliche Wahrnehmungen, dass Wissenschaft der Kontaktpflege mit der Nichtwissenschaft ausweiche oder dafür über keine angemes­senen Instrumente verfüge. Dies dürfte von ihrer Funktionsbestim­mung her zumindest bei drei Institutionentypen nicht der Fall sein, da diesen ein Transferauftrag einge­schrieben ist: den Hochschulen für angewand­te Wissenschaften, der Fraunhofer-Gesellschaft und den Res­sortfor­schungseinrichtungen. Das Projekt rückt daher folgende Fra­gestellung in den Mittelpunkt: Welche Handlungsstrategien sorgen an Ein­richtungen mit explizitem Transferauftrag dafür, Transfer­erwartun­gen zumindest so hinreichend zu bedienen, dass das Organisationsüber­leben gesichert ist? Angenommen wird, dass in den Einrichtungen mit explizitem Transferauftrag ein über Jahrzehnte aufgebauter Erfahrungsschatz des Forschungstransfers vorliegt. Würde dieser ge­hoben, so lassen sich Anregungspotenziale für andere ermitteln. Als exemplarisches Untersuchungsfeld wird die stadtbezogene Forschung gewählt. Das Projekt wird in der BMBF-Förderlinie „Wissenstransfer“ gefördert.

english abstract
There are social perceptions that science is avoiding contact with non-science or does not have adequate instruments for this. This is probably not the case for at least three types of institutions, since they have a transfer mandate: the universities of applied sciences, the Fraunhofer-Gesellschaft and the departmental research institutions. The project therefore focuses on the following question: Which strategies of action at institutions with an explicit transfer mandate ensure that transfer expectations are at least sufficiently met to ensure organisational survival? It is assumed that institutions with an explicit transfer mandate have a wealth of experience in research transfer that has been built up over decades. If this were to be utilised, it would be possible to identify potential for stimulating others. City-related research is chosen as an exemplary field of investigation. The project is funded under the BMBF’s “Knowledge Transfer” funding line.