Zur Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen in Deutschland. Sachstands- und Problemanalyse

Ziel der Studie ist es, den Prozeß der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge an deutschen Hochschulen im Zusammenwirken von bundesweiter Studienreformdebatte, landesrechtlichen Vorgaben und Autonomie der Hochschulen stärker transparent zu machen. Hierzu wurde eine schriftliche Umfrage bei den in Deutschland für die Genehmigung neuer Studiengänge zuständigen Ministerien der Bundesländer zu folgenden Fragen durchgeführt: In welchen Universitäten und Fachhochschulen und jeweiligen Fachrichtungen werden Studiengänge mit Bachelor- und Masterabschlüssen angeboten? Welche Vorgaben existieren seitens des Ministeriums für die quantitative und qualitative Ausgestaltung dieser Studiengänge oder sind vorgesehen? Welche konkreten Programme oder Modellvorhaben existieren zur Einrichtung solcher Studiengänge? Es konnten 98 Bachelor- und Masterstudiengänge an den Universitäten und Fachhochschulen erfaßt werden. Es werden die Fächergruppen veranschaulicht, in denen diese Entwicklungen gegenwärtig vor allem stattfinden als auch die Hochschultypen, in denen das geschieht. Bei den Bachelor- und Masterstudiengängen stehen die Ingenieurswissenschaften an erster Stelle, gefolgt von den Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Sprach- und Kulturwissenschaften, Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften und Medizin. Es zeigt sich, daß die Übereinstimmung zwischen Anforderung und Umsetzung bei den eher formalen und quantitativen Grundsätzen und Kriterien für Bachelor- und Masterkonzepte am größten ist.

Zitation

Heidrun Jahn (1998): Zur Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen in Deutschland. Sachstands- und Problemanalyse (HoF-Arbeitsbericht 3/1998), Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg, 38 S.