Berufsrelevanter Qualifikationserwerb in Hochschule und Betrieb. Zweiter Zwischenbericht aus der wissenschaftlichen Begleitung dualer Studiengangsentwicklung

Ein besonderer Anspruch dualer Studiengangsentwicklung, dessen Umsetzung im Modellversuch an den Fachhochschulen Magdeburg und Merseburg erprobt wird, ist der Erwerb berufsrelevanter Qualifikationen durch die Studierenden im Zusammenwirken von Hochschule und Betrieb. Der vorliegende Zwischenbericht aus der wissenschaftlichen Begleitung des Modellversuches thematisiert anhand empirischer Befunde drei miteinander verbundene Schwerpunkte für die Gestaltung des Qualifikationserwerbs in dualen Studiengängen: die Motive von Studierenden und Betrieben für die Teilnahme an diesen Studiengängen und Bedingungen ihrer Förderung; gemeinsame und spezifische Qualifizierungs- und Sozialisationsleistungen der Studienorte ‘Hochschule’ und ‘Betrieb’ und curriculare Verbindungen zwischen dem Studium an der Hochschule und der Ausbildung im Betrieb. Die Untersuchungsergebnisse – vor allem durch schriftliche Befragungen der Studierenden, Praxisvertreter und Lehrenden des Modellversuches gewonnen – zeigen, daß die curriculare Abstimmung zwischen den Akteuren in Hochschule und Betrieb ein zentrales Problem bei der Gestaltung des dualen Qualifikationserwerbs ist und weisen auf Möglichkeiten für die Verbesserung der Zusammenarbeit hin. Ein spezielles Anliegen des Zwischenberichtes besteht darin, den Beteiligten des Modellversuches den erreichten Stand des Erwerbs berufsrelevanter Qualifikationen in ihrem Studiengang bewußt zu machen und die gemeinsame Diskussion über daraus abzuleitende curriculare Veränderungen und konkrete Vereinbarungen zu deren Umsetzung anzuregen. (Autorenreferat)

Zitation

Heidrun Jahn (1999): Berufsrelevanter Qualifikationserwerb in Hochschule und Betrieb. Zweiter Zwischenbericht aus der wissenschaftlichen Begleitung dualer Studiengangsentwicklung (HoF-Arbeitsbericht 4/1999), Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg, 35 S.