Grundlagen, Praxis und Konsequenzen der Exzellenzinitiative

Groß waren die Erwartungen, als im Sommer 2005 die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gestartet wurde: Man wollte eine Leistungsspirale in Gang setzen, die Spitzen ausbildet und die Qualität des Hochschul- und Wissenschaftsstandortes Deutschland in der Breite anhebt. Durch die Finanzierung von ausgewählter Spitzenwissenschaft die lange vernachlässigte akademische Breite fördern – kein kleines Ziel, dass sich die Politik dort gesetzt hatte. Die Reaktionen der medialen Öffentlichkeit waren ganz überwiegend positiv, die Hochschulen selbst reagierten fast euphorisch: Gesucht wurden Deutschlands “Elite-Universitäten” und kaum eine Universität beteiligte sich nicht an diesem Wettbewerb.

Im November 2007, kurz nach der Kür der Sieger der zweiten und vorerst letzten Ausschreibungsrunde der “Exzellenzinitiative”, veranstaltete das Institut für Hochschulforschung Wittenberg (HoF) in Kooperation mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Tagung “Making Excellence” und zog eine erste Bilanz. Auf dieser zweitägigen Konferenz diskutierten Expertinnen und Experten aus Hochschulforschung und Wissenschaftspolitik sowie Verantwortliche der Antragstellung und Begutachtung die Grundlagen, Praxis und Konsequenzen: Wie steht es um die Grundlagen, die Praxis und die Konsequenzen der Exzellenzinitiative? Unter welchen Voraussetzungen ist die Förderung wissenschaftlicher Exzellenz politisch erwünscht? Wie wird Exzellenz ermittelt? Welche Konsequenzen hat die Exzellenzinitiative für die Gewinner und die Verlierer unter den Universitäten, für die Nachwuchsförderung und die Gleichstellung von Frauen? Ein Sammelband dokumentiert die zentralen Fragestellungen der Tagungen und liefert erste Antworten und weiterführende Thesen.

Zentrale Publikationen

Roland Bloch / Andreas Keller / André Lottmann / Carsten Würmann (Hrsg.) (2008): Making
Excellence. Grundlagen, Praxis und Konsequenzen der Exzellenzinitiative. W. Bertelsmann Verlag, Bielefeld, 117 S. mehr...