Verbesserung der Voraussetzungen für die Studienwahl. Situation in der Bundesrepublik Deutschland

In der Studie werden Verbesserungen bezüglich der Voraussetzungen für die Studienwahl in der Bundesrepublik Deutschland dargelegt. Hierzu wurden sechs Interviews bzw. Expertengespräche zu der diskutierten Thematik geführt. Partner in den Interviews waren Vertreter des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Experten zu Fragen der Struktur und Evaluation der Studiengänge, die Leitung der zentralen Studienberatung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Interviews mit Vertretern der organisierten Studentenschaft erfolgten an der Humboldt-Universität und der Freien Universität Berlin. Zunächst wird das Hochschulsystem in der Bundesrepublik Deutschland vorgestellt sowie der Zugang zu den Hochschulen, die Bildungsentscheidung und Studienwahl erörtert. Diskutiert wurden insbesondere Fragen zur Rationalität des Bildungsverhaltens, zur Transparenz der Bildungsangebote und zur Finanzierung. Fazit: Das Bildungs- und Studienverhalten wird als vorwiegend rational angesehen. Die Transparenz der Bildungsangebote ist für eine sachkundige und kompetente Studienentscheidung notwendig. Die Verbesserung der Qualität der Lehre hat einen hohen Stellenwert in der Diskussion um die Reform des Hochschulwesens. Die Finanzierung der Lehre an den Hochschulen erfolgt über staatliche Mittelzuweisungen. Die Studienentscheidung hängt indirekt mit der finanziellen Situation der Studieninteressierten bzw. Studierenden zusammen.

Zitation

Irene Lischka (1997): Verbesserung der Voraussetzungen für die Studienwahl. Situation in der Bundesrepublik Deutschland (HoF-Arbeitsbericht 4/1997), Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg, 15 S.