Hochschule und Region. Königskinder oder Partner?

Die Wechselwirkungen zwischen Hochschule und Region unter dem Gesichtspunkt der wachsenden Bedeutung der Hochschulen als Standortfaktor für Städte und Regionen sind Gegenstand dieser Studie. Die theoretische Entwicklung des Problemfeldes wurde mit einer empirischen Pilotuntersuchung an einer Fachhochschule verbunden. Schwerpunkte der empirischen Studien waren die Erschließung des Bildungspotentials in der Region und die Unterstützung der Innovationsfähigkeit und -bereitschaft regionaler Unternehmen und Einrichtungen durch Leistungen der Fachhochschule. Als empirische Basis dienten Dokumente und Statistiken der Fachhochschule sowie schriftliche Erhebungen unter Gymnasialschülern im Umkreis der Fachhochschule, unter Absolventen der Fachhochschule und unter Unternehmen im regionalen Umfeld, die mit der Fachhochschule kooperieren bzw. nicht kooperieren. Neben den unmittelbar für die Fachhochschule relevanten Ergebnissen wird mit der Studie der schwierige Balanceakt an der Schnittstelle von Hochschulselbstverständnis und gesellschaftlicher Leistungserwartung thematisiert. Es spricht vieles dafür, daß die notwendige Qualität der kooperativen Beziehungen von Hochschule und Region in Form von Verantwortung übernehmender Interaktion sich nicht im Selbstlauf nebenher entwickelt, sondern in einem Lernprozeß von Hochschule und Region. (Autorenreferat)

Zitation

Gertraude Buck-Bechler (1999): Hochschule und Region. Königskinder oder Partner? (HoF-Arbeitsbericht 1/1999), Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg, 65 S.