ids hochschule – Fachinformation für Hochschulforschung und Hochschulpraxis

Die Beiträge dieses Hefts gehen auf die Arbeitstagung ‘Wissenstransfer und Informationssysteme’ am 29.09.2004 in Wittenberg zurück. Sie behandeln das Thema ‘Fachinformation für Hochschulforschung und Hochschulpraxis’ aus unterschiedlichen Perspektiven. Ulrich Teichler reflektiert über die Position der wissenschaftlichen Hochschulforschung gegenüber der an konkretem Handlungswissen für begrenzte Problemlösungen interessierten Praxis und umreißt die Bedingungen einer Hochschulforschung, die sich durch wissenschaftliche Güte und gleichzeitig durch Praxisrelevanz auszeichnet. Jürgen Krause thematisiert den Einfluss der tief greifenden technologischen Veränderungen des letzten Jahrzehnts auf wissenschaftliche Fachinformationsprojekte und ihre Konsequenzen für die Inhaltserschließung: Da einheitliche Standards in einer Welt vernetzter Datenbestände nicht durchsetzbar sind, kommt es darauf an, Transferkomponenten zu entwickeln, die eine semantische Integration heterogener Bestände ermöglichen. Klaudia Erhardt berichtet über die Ergebnisse und Erfahrungen des über vier Jahre lang von der Volkswagen-Stiftung geförderten Fachinformationsprojekts ‘ids hochschule’. Dort wurde im Kleinen die von Jürgen Krause angesprochene Entwicklung nachvollzogen, indem während des Projektverlaufs von dem ursprünglichen Konzept eines homogenen, einheitlich erschlossenen Datenbestands abgerückt wurde zugunsten der Aufnahme heterogener Bestände unterschiedlicher Kooperationspartner.

Zitation

Klaudia Erhardt (Hrsg.) (2005): ids hochschule – Fachinformation für Hochschulforschung und Hochschulpraxis (HoF-Arbeitsbericht 4/2005), Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg, 71 S., ISSN 1436-3550