Wissens- und Technologietransfer in den Neuen Steuerungsmodellen zur Hochschulfinanzierung

Neben Forschung und Lehre gehört der Wissens- und Technologietransfer zu den gesetzlich verankerten Aufgaben der Hochschulen in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland. Die Politik trägt damit der Bedeutung des Forschungstransfers für die Innovationsfähigkeit der Volkswirtschaft Rechnung. Mit der Einführung der Neuen Steuerungsmodelle zwischen Ländern und Hochschulen verändern sich die Möglichkeiten der Länder zur Förderung des Transfers. Zusätzliche Steuerungsinstrumente sind vor allem die Leistungsorientierte Mittelverteilung (LOM) sowie spezifische Zielvereinbarungen.

Anhand eines Vergleichs der Steuerungsinstrumente zum Transfer in allen Bundesländern und vier Fallstudien haben das Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg (HoF) und die Technologiestiftung Berlin (TSB) die Bedingungen für Transferförderung untersucht. Die Studie geht der Frage nach, wie und in welchem Umfang die neuen Instrumente bislang eingesetzt werden, bewertet die Wirksamkeit der einzelnen Instrumente und formuliert Handlungsempfehlungen zu ihrer Optimierung.

Der Bericht zeigt, dass die Steuerungsinstrumente den Wissens- und Technologietransfer deutlich stärker und gezielter unterstützen könnten, wobei zum Beispiel in einer ressortübergreifenden Abstimmung zwischen Wissenschafts- und Wirtschaftsministerien Entwicklungspotential liegt. Auch in den internen Steuerungsinstremente der Hochschulen könnte Transfer neben Forschung und Lehre stärker als eine wesentliche Aufgabe der Hochschullehrerinnen und -lehrer berücksichtigt werden.

Ansprechpartner

Karsten König | karsten.koenig@hof.uni-halle.de | 03491 466 211

Zitation

Gesa Koglin / Karsten König / Gunter Quaißer / Jens Preische / Anni Fischer (2013): Wissens- und Technologietransfer in den Neuen Steuerungsmodellen zur Hochschulfinanzierung, TSB Technologiestiftung, Berlin ISBN 978-3-929273-85-4