Fragestellungen der Hochschulforschung können zum einen multi-/interdisziplinär, zum anderen aber auch durch spezifische disziplinäre Sichtweisen bearbeitet werden. Somit wird bei der Erforschung des Gegenstands Hochschule oder eines bestimmten Ausschnitts von Hochschule – etwa Forschung, Lehre oder Hochschulplanung – ein Forschungsfeld betreten, das sich durch die Verbindung von Methoden, Theorien, Erkenntnissen und Wissen aus verschiedenen Disziplinen speist und von der Ergänzung und Verbindung der disziplinären Zugänge lebt. Bietet die Verbindung mehrerer Disziplinen den Vorteil, die Breite des Forschungsgegenstandes Hochschule abzudecken, so leisten disziplinäre Zugänge ein genauere Fokussierung auf spezifische Aspekte. Das Heft stellt grundlegend die disziplinären Zugänge der Erziehungs-, Geschichts-, Rechts-, Politik- und Wirtschaftswissenschaft sowie der Psychologie und Soziologie zur Hochschulforschung vor. Dank seines Handbuchcharakters ermöglicht es nicht nur einen grundlegenden Einblick in die Beiträge der genannten Disziplinen zur Hochschulforschung, sondern beleuchtet zugleich den verbindenden Beitrag der verschiedenen Disziplinen zur Erforschung des Gegenstands Hochschule.
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Vor der Föderalismusreform 2006 wurde überwiegend das Bild eines zwar föderal verfassten, aber weitgehend homogenen Hochschulwesens in Deutschland gezeichnet. Mit der Reform auferlegten sich die Länder einen Qualitätswettbewerb, der explizit auf föderale Differenzierung setzt. Die sozialwissenschaftliche Hochschulforschung hat sich lange zurückhaltend bezüglich föderalismusspezifischer Analysen verhalten. Vielfach wurde vereinfachend ein einheitliches ‚deutsches Hochschulsystem‘ als gegeben unterstellt. Diese Betrachtungsweise lässt sich so nicht mehr aufrecht erhalten. Es stellen sich jetzt neue Fragen: nach föderaler Verwettbewerblichung, nach Differenzierung mit sechzehn je eigenen Hochschulsystemen oder nach verstärkter Bezugnahme aufeinander mit dem Ergebnis dann doch wieder eintretender Homogenisierung. Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich die aktuelle Ausgabe der „hochschule“. Beleuchtet wird dabei nicht allein der deutsche Hochschulföderalismus: Über die Darstellung des schweizerischen und kanadischen Bildungsföderalismus findet zudem eine international vergleichende Kontextualisierung der deutschen Entwicklungen statt.
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„Ein besonders grausames Relikt der Bildungsexpansion“ sei sie, ein „Stück Planwirtschaft“, „das es bis in die Gegenwart von Exzellenzinitiative und Bologna-Reform geschafft hat“. Die so kritisierte Kapazitätsverordnung (KapVO) und die Kapazitätsplanung nach Curricularnormwerten (CNW) waren in den 1970er Jahren eingeführt worden, um die Vergabe stark nachgefragter Studienplätze so zu organisieren und zu reglementieren, dass die Auswahl das grundgesetzlich gesicherte Teilhaberecht an beruflichen Lebenschancen ausreichend berücksichtigte. Heute gelten sie den einen als eine der letzten verbliebenen Möglichkeiten zu einer bundeseinheitlichen Bildungsplanung und als Garanten gleicher Lehr- und Lernverhältnisse, während sie für andere bürokratische Monstren darstellen, die den Wettbewerb zwischen den Hochschulen verhindern und somit selbst einen gravierenden Teil der aktuellen Probleme des bundesdeutschen Hochschulsystems ausmachen.
Die hochschulpolitische Kontroverse wirft ein Schlaglicht auf die derzeit verhandelten bzw. offenen Fragen zu Kapazitäten, Kapazitätsrecht und Kapazitätsermittlung. Davon bleibt auch die wissenschaftliche Beschäftigung mit Hochschulen nicht unberührt. Ob die Einführung neuer Hochschulsteuerungsmodelle, die Neugestaltung von Lehr- und Personalstrukturen, die Studiengangsakkreditierung oder die Umgestaltung des Studiensystems untersucht werden – überall geht es um Fragen der Kapazitätsermittlung, um Normwerte und tatsächlichen Lehraufwand von Studiencurricula, um unterschiedliche Modi der Festsetzung von Zulassungszahlen u.v.m.
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2009 war - vom Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union so ausgerufen - das "Europäische Jahr der Kreativität und Innovation". Die Notwendigkeit, sich mit solchen Fragen zu beschäftigen, wird auch innerhalb der Gemeinschaft der Hochschulforscherinnen und -forscher gesehen. Entsprechend stellte die Gesellschaft für Hochschulforschung ihre Jahrestagung 2009, die im April an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer stattfand, unter das Thema "Innovation und Kreativität an Hochschulen: Ihre Bedeutung für Lehre, Organisation und Forschung". Eine Auswahl der Beiträge wird im Themenschwerpunkt dieses Heftes publiziert, wobei alle drei Dimensionen – Lehre, Organisation, Forschung – repräsentiert sind.
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Hinsichtlich des Bologna-Prozesses lassen sich zwei Dinge festhalten: Zum einen ist die Einführungsphase der Studienstrukturreform aktuell im Begriff, zum Abschluss zu gelangen. Damit ergibt sich die Chance, in die Bologna-Reparatur-Phase zu wechseln. Weil zum anderen fast jede Bologna-Folgekonferenz den bereits bestehenden zusätzliche Ziele hinzufügte, sind den ursprünglichen Zentralanliegen des Bologna-Prozesses unterdessen eine Reihe von Sonderaspekten zur Seite getreten. Diese stehen häufig nicht im Mittelpunkt der Reformaufmerksamkeit, werden teils ‚nebenher’ mit bearbeitet, teils allein von Interessengruppen vorangetrieben. Das vorliegende Heft widmet sich in neun Einzelbeiträgen genau solchen Aspekten, die sonst eher am Rande verhandelt werden.
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Kontexte der Hochschulentwicklung sind gesellschaftliche Strukturen, das wirtschaftliche Umfeld und kulturelle Rahmenbedingungen, aber auch demografische Entwicklungen oder außerhochschulische Wissenschaftsstrukturen. Aktuell unterliegen diese Kontexte in Ostdeutschland – und mittelfristig auch in Gesamtdeutschland – einem Prozess, der unter dem Begriff der „Schrumpfung“ (genauer: der Schrumpfung der Bevölkerungszahlen) zusammengefasst wird. Das wiederum bedeutet für Hochschulen mehr, als es die landläufige Fokussierung auf die Größe künftiger Studienanfängerkohorten nage legt. Es verändert einerseits die Entwicklungskontexte der Hochschulen; andererseits steigt die Bedeutung der Hochschulen für regionale Entwicklungen.
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In Deutschland sind gegenwärtig, rechnet man die die kirchlichen Hochschulen hinzu, kaum drei Prozent der Studierenden an privaten Hochschulen immatrikuliert. Aber seit Anfang der 90er Jahre nimmt die Anzahl dieser Hochschulen dramatisch zu. Die privaten Hochschulen ziehen mehr und mehr die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich. Diesem zunehmenden Interesse auf Seiten der Öffentlichkeit steht bislang in Deutschland ein geringes Interesse auf Seiten der Wissenschaft gegenüber. Mit dem Themenheft "Private Hochschulen - Private Higher Education" werden in Deutschland erstmalig im Überblick Ergebnisse der internationalen Forschung zu privaten Hochschulen publiziert. Das Heft enthält deutsch- und englischsprachige Texte zur Entwicklung privater Hochschulen in den USA, in Lateinamerika, in Ost- und Westeuropa sowie zu weltweiten Entwicklungstrends in diesem Bereich des Hochschulwesens.
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Diese Ausgabe der Zeitschrift "die hochschule" bietet eine vielfältige Palette von grundlegenden Aufsätzen zur Hochschulforschung, Hochschulreform und Hochschulpolitik.
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Bei der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern schnitten die ostdeutschen Universitäten in beiden Bewerbungsrunden unterdurchschnittlich ab. Ist damit alles wesentliche über die Wissenschaft in den östlichen Bundesländern gesagt, und muss die dort betriebene Forschung eher als Bestandteil der allgemeinen Problemsituation Ost statt als Teil einer Problemlösungskonstellation betrachtet werden? Um diese Fragen zu beantworten, wird ein realistisches Bild der ostdeutschen Wissenschaftslandschaft benötigt. Dieses wird hier vorgelegt. Die Forschungslandkarte Ostdeutschland dokumentiert und beschreibt die Forschungslandschaft gegliedert nach ihren verschiedenen Sektoren: Forschung an Hochschulen – Universitätsforschung und Fachhochschulforschung –, öffentlich finanzierte außeruniversitäre Forschung – gemeinschaftsfinanzierte Institute, Landesinstitute und Ressortforschung – sowie Industrieforschung. Die Sektoren werden mit ihren Institutionen, fachlichen Profilen, der finanziellen und personellen Ausstattung sowie ihren Leistungsdaten dargestellt. Im Ergebnis werden Stärken und Schwächen herausgearbeitet sowie regionale Forschungsschwerpunkte und Wissenschaftscluster identifiziert.
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Vor mittlerweile 10 Jahren begann der Bologna-Prozess mit dem Treffen von vier Bildungsministern an der Sorbonne-Universität in Paris. Seine Erfolgsgeschichte ist erstaunlich: Es gibt mittlerweile kaum ein europäisches Land, das sich der Studienstrukturreform verweigert; auch in Deutschland stellen fast alle Hochschulen auf die gestuften und modularisierten Studiengänge um. Wie kam es zu dieser Entwicklung? Wie ist der Bologna-Prozess in die europäische Bildungspolitik einzuordnen? Wer sind die beteiligten Akteure auf den europäischen Konferenzen und welchen Einfluss haben sie? Welche Auswirkungen hat die Studienreform auf die Studierenden? Diesen und anderen Fragen widmet sich der Themenschwerpunkt in diesem Heft der Zeitschrift "die hochschule".
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Seit 1996/97 besteht das Institut für Hochschulforschung an der Universität Halle-Wittenberg. Die vom Institut herausgegebene Zeitschrift "die hochschule" resümiert dieses erste Jahrzehnt. In den Beiträgen der Mitarbeiter/innen des Instituts werden die einzelnen Themengebiete vorgestellt, die Projektlinien nachgezeichnet und die jeweiligen Forschungsergebnisse zusammengefasst.
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Zehn Jahre nach dem ersten Hochschulpakt und den ersten Zielvereinbarungen zwischen Hochschulen und Landesregierungen veröffentlicht "die hochschule" eine Zwischenbilanz zur Kontraktsteuerung. Im Themenschwerpunkt dieses Heftes wird der Stand der Forschung zu vertragsförmigen Vereinbarungen sowohl zwischen Landesregierung und Hochschulen als auch organisationsintern zwischen Hochschul- und Fakultätsleitungen zusammengefasst und kritisch reflektiert.
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Das Heft 1/2006 beschäftigt sich mit zentralen Aspekten des Wandels der universitären Forschung. Gerade in den letzten Jahren sind verstärkt Forderungen nach einem grundlegenden Wandel der an Universitäten betriebenen Forschung laut geworden. An die Stelle des traditionellen Forschungsideals der zweckfreien Grundlagenforschung tritt die Erwartung, dass sich die Forschung frühzeitig mit Anwendungskontexten vernetzt und stärker an gesellschaftlichen Problemen ausrichtet. Begleitet wird dies von einer erhöhten Rechenschaftspflicht, die in regelmäßigen Evaluationen zum Ausdruck kommt, sowie einer Zunahme des wissenschaftlichen Wettbewerbs um Ressourcen und Aufmerksamkeit. Im Themenschwerpunkt werden unterschiedliche Facetten dieser Entwicklung näher beleuchtet. Dabei geht es im Wesentlichen um zwei Fragen: Ändert sich die universitäre Forschung tatsächlich so, wie zuvor beschrieben, oder sind nicht vielmehr eher symbolische Anpassungen, Trägheiten und 'business as usual' zu beobachten? Welche Folgen hat der Wandel für die Hochschulen und die an ihnen betriebene Forschung und wie sind die Folgen zu bewerten? Während die Antworten auf die erste Frage unterschiedlich ausfallen, besteht Konsens, dass man stärker als bislang die nicht-intendierten und problematischen Folgen der Veränderungen in den Blick nehmen muss.
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In diesem Heft geht es im Schwerpunkt um das Studium der Natur- und Technikwissenschaften in Europa. Dieser Themenschwerpunkt ist eine gemeinsame Produktion mit drei weiteren europäischen Zeitschriften, dem "European Journal of Education", der "Politiques d'éducation et de formation" und dem "European Journal of Vocational Training". Diese Zeitschriften und ihre herausgebenden Institute sind Bestandteil von REDCOM (Réseau européen de dissémination en éducation comparée), dem 2004 gegründeten Europäischen Netzwerk für die Verbreitung vergleichender Bildungsforschung. Jean Gordon stellt einleitend REDCOM vor, während Bernard Convert in die Konjunkturen und Krisen des natur- und technikwissenschaftlichen Studiums in Europa einführt. Drei Fallstudien befassen sich sodann mit Frankreich, den Niederlanden und Deutschland. Weitere Beiträge des Heftes sind u.a. von John W. Meyer und Evan Schofer über die globale Expansion der Universitäten im 20. Jahrhundert und von Hans R. Friedrich über den Bologna-Prozess nach Bergen.
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Das Heft 1/2005 will eine professionalisierungstheoretische Diskussion im Kontext der Hochschulforschung anstoßen. Bislang haben professionssoziologische Analysen kaum Eingang in die Debatte um Hochschulen und ihre Reformen gefunden. Dies scheint aber aus zweierlei Gründen notwendig. Zum einen bedarf es dringend einer Kritik des hochschulpolitischen Professionalisierungsjargons. Denn im Kontext der eingeleiteten Strukturveränderungen im deutschen Hochschulwesen scheint die Berufung auf den Professionalisierungsbegriff einem Legitimationsinteresse geschuldet. Die klassischen soziologischen Modelle einer professionalisierten Berufspraxis werden dabei geradezu konterkariert: die geplanten Reformen, die regelmäßig als Professionalisierung der Hochschulen gepriesen werden, sind auf alles andere gerichtet als auf die Stärkung einer professionsethisch gebundenen, eigenlogischen, beruflich autonomen Handlungssphäre von Forschung und Lehre.
Damit zusammenhängend haben - zum anderen - professionstheoretische und professionssoziologische Analysen bislang in die Hochschulforschung kaum Eingang gefunden. Hier fehlt es weitgehend an Forschungsbeiträgen, die dazu in der Lage wären, Prozesse der Professionalisierung und der Deprofessionalisierung empirisch auszuweisen.
Der Themenschwerpunkt des Heftes enthält einerseits Beiträge, die sich mit Problemen der Entwicklung professioneller Berufskulturen angesichts der aktuellen hochschulpolitischen Umstrukturierungen beschäftigen. Andererseits wurden Beiträge aufgenommen, die in einer eher grundlagentheoretischen und historischen Perspektive das Verhältnis von Hochschule und Professionen analysieren.
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Der Schwerpunkt dieses Hefts lenkt den Blick auf die Bedingungen des Studierens. Mit Beiträgen über den Hochschulzugang, die Studierenden, die Bedingungen des Lernens und die Hochschulfinanzierung werden einige Widersprüche der aktuellen hochschulpolitischen Debatte beleuchtet.
Um das Studium und die Studierenden herum entfaltet sich heutzutage ein unentwegter Hochschulreformbetrieb voller neuer und gelegentlich älterer Ideen. Eigentümlich sind dabei bisweilen die Verknüpfungen von Ideen. So bringt etwa der in Deutschland anzutreffende Versuch, hochschulpolitisch sowohl den Bologna-Prozess fördern wie zugleich auch die Ressourcen auf Elitebildung konzentrieren zu wollen, Widersprüche mit sich, die schlecht unaufgelöst im Raum stehen bleiben können. Oder: Erstaunen hervorrufen muss die mit der Studiengebühren-Erörterung verknüpfte Erwartung, auf dem Wege individueller Beteiligungen an den Studienkosten ließen sich die Finanzprobleme der deutschen Hochschulen bewältigen - das Missverhältnis der benötigten und der ggf. zu generierenden Geldbeträge ist hier doch sehr überdeutlich. Die Beiträge des Themenschwerpunkts dieses Heftes liefern Materialien zur begründeten Auflösung unangemessener Ideenverknüpfungen in der aktuellen hochschulpolitischen Debatte.
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Bislang eine erstaunlich vernachlässigte Fragestellung der Hochschulforschung: Wie sind Hochschulen intern organisiert und wie funktioniert ihre Binnensteuerung? Wenn Fragen der Hochschulorganisation diskutiert wurden, dann in Hinblick auf Leitungsstrukturen und Kontraktmanagement; andere formale und informelle Aspekte der Hochschulorganisation blieben dagegen weitgehend unterbelichtet.
In dem Themenschwerpunkt dieses Hefts liegt der Fokus auf dieser vernachlässigten Binnenperspektive der Hochschule als Organisation. Im Grunde handeln alle Beiträge des Themenhefts von den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten, Hochschulen von innen heraus zu steuern. In drei Abschnitte können die Aufsätze im Themenschwerpunkt eingeteilt werden: Erstens wird das Steuerungsproblem aus der organisationstheoretischen Perspektive diskutiert. Zweitens beschäftigen sich einige AutorInnen mit speziellen Problemen der Organisationsgestaltung, wie dem Zusammenhang von Hochschulmanagement, Budgetierung und Organisationsstrukturen. Drittens werden Geschichte, Gegenwart und Reformbeispiele der Fakultätsgliederung und Fachbereichsschneidung vorgestellt.
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Gleichstellungspolitik ist kein neues Thema im Hochschulbereich; neu sind hingegen die Strategien, die zum Ziel der Gleichstellung führen sollen. Etikettiert werden diese Strategien mit modern und professionell klingenden Begriffen, die allerdings dem interessierten Publikum weitgehend unbekannt sind. Mag das Konzept "Gender Mainstreaming" mittlerweile einigermaßen geläufig sein, so stoßen Begriffskonstruktionen wie "Managing Diversity", "Gender Mentoring" oder gar "Gender Impact Assessment" zumeist auf Unkenntnis. Hier tut Aufklärung not. Die Vermittlung von gleichstellungspolitischem Reformvokabular ist aber nur das eine, das andere ist die Analyse der Chancen, Risiken und Nebenwirkungen dieser neuen Strategien der Gleichstellungspolitik. Beides hat sich dieses Heft zur Aufgabe gemacht.
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Internationalisierung ist an sich kein neues Thema im Politikfeld Hochschule, aber die Entwicklungen der letzten Zeit, Stichwörter hierzu sind GATS (General Agreement on Trade in Services), und der fortschreitende sog. Bologna-Prozess, der insbesondere eine "Harmonisierung" der Studiengänge in Europa forciert, drücken das Thema weiterhin nach ganz oben auf die hochschulpolitische Tagesordnung.
Jenseits der - zwangsläufig recht oberflächlichen - tagespolitischen Diskussion werden in den Beiträgen dieses Heftes zum Themenschwerpunkt "Grenzüberschreitungen - Internationalisierung im Hochschulbereich" verschiedene Probleme der Europäisierung, Internationalisierung und Globalisierung aus der Perspektive der Hochschulforschung wie auch der Hochschulpraxis eingehend erörtert.
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Das Heft bietet eine vielfältige Palette von grundlegenden Aufsätzen zur Hochschulforschung, Hochschulreform und Hochschulpolitik.
Den Anfang macht Reinhard Kreckel, der mit seinen 12 Thesen zur Universitätsreform das tatsächliche und zukünftige Verhältnis von Universitäten und Fachhochschulen genauer beleuchtet. Zu diesen 12 Thesen nehmen Detlef Müller-Böling und Johanna Wanka kritisch Stellung. Neben weiteren Beträgen zu den Grundsatzdiskussionen um Hochschulen, Qualität und Organisation gibt es Aufsätze zu Aspekten der DDR-Vergangenheit sowie einen Länderbericht zur Lage und zur Entwicklung der Hochschulen in Belarus.
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Das erste Ausgabe der Zeitschrift "die hochschule. journal für wissenschaft und bildung" hat den Themenschwerpunkt "Szenarien der Hochschulentwicklung". Darin beschäftigen sich namhafte AutorInnen mit der Frage, was aus den Hochschulen der Republik in Zukunft werden wird und was aus ihnen werden soll.
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