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die
hochschule
journal für wissenschaft und bildung
Karsten König / Rico Rokitte (Hg.)
Weltoffen von innen? Wissenschaft mit Migrationshintergrund

Mit jeder Karrierestufe nimmt der Anteil von Wissenschaftlerinnen und Wis­senschaftlern mit Migrations­hinter­grund ab. Dieses markiert illegitime Barrieren im Wis­sen­schafts­system, die die Erfolgs­aus­sichten nicht allein von wis­sen­schaftlicher Leistung, sondern auch von regionaler, kul­tureller und sozialer Her­kunft ab­hängig machen. Seit einigen Jahren rückt dieser Ein­fluss der Her­kunft auf Bildungs- und Berufs­chancen in das politische und wis­senschaft­liche Inter­esse. Mit dem Begriff „Migrations­hinter­grund“ wird versucht, das Phänomen zu be­schreiben und z.B. auch in der Statistik mess­bar zu machen. Aller­dings zeigt ein dif­ferenzierterer Blick, dass mit diesem Be­griff sehr unter­schied­liche Be­dingungen be­schrieben werden, die kaum als über­greifendes Merk­mal an­gesehen werden können: Zahl­reiche Operationalisierungen der theoretischen und empirischen An­sätze in der Bildungs­forschung richten ihre Auf­merk­sam­keit auf einen je anderen Personen­kreis, und zwar nicht nur hin­sicht­lich des Migrations­status, sondern auch be­züglich der Position in der aka­demischen Welt. Das aktuelle Heft „die hoch­schule“ strukturiert diese Debatte, zeigt verschiedene Zu­gänge zu den vor­liegenden Daten und stellt qualitative Studien vor, die nach den Gründen für die oben be­schriebene Ent­wicklung suchen. Ergänzend wird bei­spiel­haft auf­ge­zeigt, wie die Hoch­schulen selbst zu mehr Chancengerechtigkeit in der Wis­sen­schaft bei­tragen können.

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