die
hochschule
journal für wissenschaft und bildung

Justus Henke / Peer Pasternack
Hochschulsystemfinanzierung
Wegweiser durch die Mittelströme

Die Finanzierung des Hochschulsystems ist mehr als die Finanzierung der Hochschulen, und die Finanzierung der Hochschulen selbst wiederum ist komplexer als gemeinhin angenommen. Die Finanzierungsquellen sind heterogen, und ihre Abbildung in Statistiken ist nicht immer transparenzfördernd. Neben den unmittelbaren institutionellen Förderungen gibt es programmgebundene und neben den konsumtiven die investiven Ausgaben. Neben den Bundesländern als Hochschulträgern sind weitere Mittelgeber an der Hochschulfinanzierung beteiligt. Mit Institutionen wie Studentenwerken, DAAD oder Alexander von Humboldt-Stiftung gibt es hochschulunterstützende Einrichtungen. Auch werden individuelle Förderungen ausgereicht. Schließlich gibt es eine Reihe von Sonderfinanzierungstatbeständen: Hochschulmedizin, der Bund als Träger von Bundeshochschulen oder geldwerte Lehrleistungen, die von außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Hochschulsystem erbracht werden. Die Handreichung macht die Finanzierungsströme erstmals in ihrer Gesamtheit transparent.

 

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Justus Henke / Peer Pasternack / Sarah Schmid
Third Mission bilanzieren
Die dritte Aufgabe der Hochschulen und ihre öffentliche Kommunikation

Im BMBF-Projekt zur Third Mission und ihrer Kommunikation (BeMission) ist eine Handreichung erstellt worden. Sie liefert praxisorientiert zweierlei: ein Konzept der Third Mission und ein Modell zu ihrer (regelmäßigen) Bilanzierung.
Zunächst werden die Unterscheidungskriterien erläutert, nach denen hochschulische Aktivitäten der Third Mission oder anderen Handlungsfeldern zuzuordnen sind. Darauf aufbauend wird das Modell einer Third-Mission-Bilanz entwickelt. Dessen Leitgedanke ist: Eine weitere Berichterstattung, die zusätzliche Bürokratielasten mit sich bringt, sollte vermieden werden. Daher wird ein möglichst aufwandsarmes Berichterstattungsformat benötigt. Entsprechend behandelt die Handreichung unter anderem die Möglichkeiten der Datenkompilation und die diesbezüglich bestehenden technischen Voraussetzungen an Hochschulen. Das Ergebnis ist ein an die meisten Hochschulkontexte anpassbares und mit jeder Datenmenge umsetzbares Modell aus vier aufeinander aufbauenden Modulen.

 

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Martina Dömling / Peer Pasternack
Studieren und bleiben
Berufseinstieg internationaler HochschulabsolventInnen in Deutschland

Die Zahl der internationalen Studierenden in Deutschland wächst seit einigen Jahren deutlich. Rund zwei Drittel von diesen würden gerne in Deutschland bleiben und arbeiten. Zugleich zeichnet sich in bestimmten Bereichen ein Fachkräftemangel ab. Einige der Nachwuchsprobleme könnten gelöst werden, wenn es gelänge, einen Teil der internationalen Studierenden für einen Verbleib nach dem Studienabschluss zu gewinnen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss zunächst eine Sachaufklärung erfolgen. Deren Ergebnisse sind in einem zweiten Schritt für die Entwicklung eines Handlungsprogrammes fruchtbar zu machen. Beides leistet in komprimierter und praxisbezogener Form die Handreichung.

 

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Justus Henke / Romy Höhne / Peer Pasternack / Sebastian Schneider
Mission possible
Gesellschaftliche Verantwortung ostdeutscher Hochschulen: Entwicklungschance im demografischen Wandel

Der demografische Wandel vollzieht sich regional selektiv und mit unterschiedlicher Intensität. Daraus ergibt sich eine Polarisierung in demografische Schrump­fungs­gebiete einerseits und Wachstumszonen bzw. -inseln andererseits. Zu den Einrichtungen die im Vergleich institutionell sehr stabil sind zählen die Hochschulen. Sie verbürgen zudem Innovation und Zukunftsfähigkeit und können zur Bearbeitung demografisch induzierter Herausforderungen beitragen. Wie sie dies bereits heute tun und welche Möglichkeiten sie darüber hinaus haben, ist im Auftrag des Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Länder untersucht worden.
Eine daraus entstandene Handreichung präsentiert die wesentlichen Ergebnisse, übersichtlich sortiert nach den fünf demografischen und regionalen Heraus­forderungen: geringe Fertilität, Alterung, Abwanderung, wirtschaftlich und soziale Stabilität. Eine Toolbox liefert Anregungen zur Gestaltung und Umsetzung entsprechender Entwicklungs­strategien. Desweiteren werden Good-Practice-Beispiele porträtiert.

 

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Jens Gillessen / Isabell Maue (Hg.)
Knowledge Europe
EU-Strukturfondsfinanzierung für wissenschaftliche Einrichtungen

Die neue EU-Strategie „Europa 2020“ soll die europäische Strukturförderung konsequenter auf das Ziel nachhaltigen, intelligenten und integrativen Wachstums ausrichten. Ansatzpunkte für die Neuausrichtung ist die Konzentration der Fördermittel auf die Transformation regionaler Ökonomien hin zu verstärkter Wissensbasierung der Wertschöpfung und intelligenter Spezialisierung. Für die Realisierung solcher Vorhabenspielen Hochschulen eine zentrale Rolle.
Die Absicht, EU-Strukturfondsmittel einzusetzen und den finanziellen Eigenanteil zu organisieren erfordert insbesondere, mit den neuen Regularien souverän umzugehen und bisherige Kofinanzierungserfahrungen auszuwerten. Die HoF-Handreichung leistet diese Auswertung und gibt einen leicht nachvollziehbaren Überblick über Förderbedingungen und -möglichkeiten europäischer Strukturfonds.

 

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Peer Pasternack / Steffen Zierold
Überregional basierte Regionalität
Hochschulbeiträge zur Entwicklung demografisch herausgeforderter Regionen
Kommentierte Thesen

Jenseits der Metropole Berlin (mit Potsdam) sind von den 45 Hochschulen in ost­deutschen Flächen­ländern bis­lang drei Universitäten als ganze – d.h. nicht allein in einzelnen Be­reichen – so leistungs­stark, dass sie auf eine vor­rangig über­regionale Orientierung setzen könnten: TU Dresden, Uni­versität Leipzig und Friedrich-Schil­ler-Universität Jena. Für rund 40 Hoch­schulen da­gegen be­steht ggf. die Möglichkeit, einzelne – mancher­orts be­reits vor­handene – exzellente Fach­ge­biete zu stabilisieren und zu ent­wickeln. Hier liegt es dann nahe, dass der Exzellenz­orientierung in Teil­bereichen die Regional­option mindestens gleich­be­rechtigt zur Seite tritt. Hinzu kommt, dass 20 der ost­deutschen Hoch­schulen Fach­hoch­schulen sind, und diese waren ohne­hin vor­nehmlich im Blick auf ihre regionale Funktion er­richtet wor­den.

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Peer Pasternack / Johannes Keil
Vom ‚mütterlichen‘ Beruf zur gestuften Professionalisierung
Ausbildungen für die frühkindliche Pädagogik

Die Handreichung präsentiert grif­fig und niedrig­schwellig zentrale Themen der Qualitäts­ent­wicklung und Profes­sionalisierung im Bereich der früh­kindlichen Bildung. In­halte sind die kurven­reiche Profes­sionalisierungs­geschichte der Früh­pädagogik seit dem 19. Jahr­hundert, die Früh­pädagogik in Deutschland im europäischen Ver­gleich, Profes­sionalisierung und Berufs­rollen­viel­falt, die Auf­wertung eines ‚Frauen­berufs‘, die Teil­akademisierung der Früh­pädagogik, ein Ver­gleich der ein­schlägigen Fach­schul- und Hoch­schul­aus­bildungen, Kompetenz­orientierung, die Theorie-Praxis-Verflechtung in den Aus­bildungen, die Kriterien der individuellen Ent­scheidung für den richtigen Aus­bildungs­gang, Berufs­zu­frieden­heit, die Kosten der Akademisierung des Erzieher/innen-Berufs und die quantitativen Geschlechter­verhält­nisse in der Früh­pädagogik.

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Peer Pasternack (Hg.)
Regional gekoppelte Hochschulen
Die Potenziale von Forschung und Lehre für demografisch herausgeforderte Regionen

Hoch­schul­ressourcen haben eine zentrale Be­deutung für die Regional­ent­wicklung: Sie stellen hoch­quali­fizierte Arbeits­kräfte be­reit, können system-, prozess- und produkt­bezogenes Problem­lösungs­wissen er­zeugen und ihre Sitz­regionen an die globalen Wissens­ströme an­schließen. Damit sind sie eine zentrale Vor­aus­setzung, um die Resonanz­fähigkeit ihrer Regionen für wissens­basierte Ent­wicklungen zu ver­bessern bzw. zu er­halten. Da aber Regional- und Hoch­schul­entwicklungen unter­schiedlich getaktet sind, d.h. jeweils eigenen Funktions­logiken folgen, kommt ein Zusammen­hang zwischen Regional- und Hoch­schul­ent­wicklung nicht zwingend und nicht um­stands­los zu­stande. Er muss viel­mehr durch die aktive Ge­staltung von förderlichen Kontexten her­ge­stellt werden. Dies ist Gegen­stand der Bei­träge dieser Hand­reichung. In drei Kapiteln („Forschung und Inno­vation“, „Bildung und Qualifikation“, „Governance und Sozial­raum­entwicklung“) mit 23 Artikeln werden die relevanten Aspekte hand­reichungs­tauglich – auf jeweils drei Seiten – präsentiert.

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Peer Pasternack / Daniel Hechler
Hochschulzeitgeschichte
Handlungsoptionen für einen souveränen Umgang

Werden Problem­sach­ver­halte aus der Zeit­geschichte deutscher Hoch­schulen skandalisiert, so ist deren öffent­liches Empörungs­potenzial in der Regel recht hoch. Die Souveränität der Hoch­schulen, darauf zu reagieren, fällt dagegen häufig ab. Ob etwa deutsch-deutsche Medikamenten­tests an DDR-Uni-Kliniken vor 1989 oder die NS-Eliten­kontinutität im Universitäts­wesen der Nach­kriegs­zeit thematisiert werden – die Ein­richtungen haben regel­mäßig Schwierig­keiten, eine an­gemes­sene Krisen­kommunikation zu betreiben. Der Grund: Das Wissen um die eigene Zeit­geschichte ist in der Regel un­systematisch, lücken­haft und selbst dann, wenn ent­sprechende Auf­arbeitungen längst vor­liegen, un­genügend präsent. Die Hand­reichung stellt nun dar, was unter­nommen werden kann, um dem zu ent­gehen. Die dort ent­wickelten Hand­lungs­optionen folgen einem realistischen An­satz: Wie kann unter Berück­sichtigung ein­schränkender Rahmen­bedingungen – z.B. Ressourcen­problemen – ein adäquater Umgang mit der hoch­schulischen Zeit­geschichte gefunden werden? Beantwortet werden zunächst häufig auf­tauchende Fragen, z.B.: Welche zeit­geschichts­be­zogenen Er­wartungen hat die Öffent­lichkeit an Hoch­schulen? Welche grund­sätzlichen Optionen haben Hoch­schulen, mit ihrer Zeit­geschichte um­zu­gehen? Was be­hindert die Befas­sung mit der Hoch­schul­zeit­geschichte? Welche Risiken birgt die Be­fas­sung mit der Hoch­schul­zeit­ge­schichte? Wie ver­laufen zeit­geschichts­be­zogene Skandalisierungen? Heraus­ge­arbeitet werden die durch Akteurs­handeln ge­stalt­baren Schlüssel­faktoren beim Umgang mit der Zeit­ge­schichte der eigenen Ein­richtung. Schließlich werden in einer Tool­box die möglichen Instrumente und Formate dar­ge­stellt und hin­sichtlich ihrer Vor­aus­setzungen, Wirkungen, Vor- und Nach­teile erörtert.

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Daniel Hechler / Peer Pasternack
Hochschulorganisationsanalyse zwischen Forschung und Beratung

Die Hoch­schul­forschung ist zu­nehmend mit der Nach­fra­ge nach kon­kreten fall­be­zo­genen Orga­nisa­tions­ana­lysen kon­fron­tiert. Vor diesem Hinter­grund wurde eine syste­mati­sche Auf­be­reitung der Wis­sens- und Er­fahrungs­vor­aus­setzungen unter­nom­men, auf deren Grund­lage die Hoch­schul­forschung eine solche Nach­frage be­dienen kann. Was die Hoch­schul­forschung an Vor­rats­wis­sen in die kon­krete Analyse von Hoch­schul­orga­nisa­tionen ein­bringt, wurde in Ge­stalt der zentralen Er­klärungs­thesen der theorie­generieren­den Hoch­schul­orga­nisa­tions­forschung ge­mustert und auf­be­reitet. Im An­schluss daran der ließen sich an­wendungs­fall­ge­bundene Hoch­schul­orga­nisations­analysen be­trachten. Da­bei wurde der Projekt­typ in den Mit­tel­punkt gerückt, der heut­zu­tage typisch ist: extern be­auf­tragt und res­sourcen­knapp, aber dennoch – aus Sicht der Auf­trag­geber – möglichst umfäng­lich, tiefen­sondierend und weit­räumige Kon­texte ein­be­ziehend, auf dass mög­lichst kein As­pekt un­geklärt bleibe. Im einzelnen geht es da­bei um die Funktionen solcher Ana­lysen, um die in diesem Feld be­stehen­de Expertise­kon­kur­renz, prak­tisch-orga­nisatorische As­pekte (Res­sourcen, Rol­le der Auf­trag­geber, Infor­mations- und Quel­len­lage), Um­setzungs­pro­bleme und -problem­lösungen ein­schließ­lich Analyse­werk­zeuge, schließlich die Mög­lich­keiten, wie sich Be­wertungen und Em­pfehlungen formulieren las­sen, ohne die Grenze zwischen Analytiker und Akteur dif­fus werden zu las­sen. Bei all dem er­folgt eine lebens­nahe Aus­wertung, die sich auf mögliche Kon­flikte und praktische Pro­bleme konzen­triert, welche in Hoch­schul­organisations­analysen auf­tauchen können. Ebenso wird durch­gehend die Frage nach niedrig­schwel­liger, adressaten­orientierter Analyse- und Ergebnis­dar­stel­lung be­rücksichtigt.

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