Hochschulgovernance und internationale Hochschulkooperationen zwischen Profilbildung und Wissenschaftsautonomie

Hochschulen stehen zueinander im Wettbewerb: um Studierende, um Drittmittel, um die besten Köpfe in der Wissenschaft. Insbesondere internationale Hochschulkooperationen sind eine wichtige Ressource für Hochschulen, da sie Zugänge zu Drittmitteln, internationaler Sichtbarkeit und Reputationssteigerung ermöglichen. Bislang wurden Kooperationen an Hochschulen oftmals von Einzelpersonen oder institutionell initiiert und waren nicht Gegenstand strategischer Planungen der Hochschulleitung. Zunehmend lässt sich allerdings eine strategische Ausrichtung (z.B. internationaler strategischer Partnerschaften) erkennen. Dahinter stehen externe Anforderungen an die Hochschulen, die mittels unterschiedlicher Governance-Instrumente in die Hochschulen getragen werden. Dabei entstehen Spannungsfelder zwischen äußeren Erwartungen, organisationaler Profilierung und individueller Freiheit der Wissenschaft. Das Dissertationsprojekt (Teil des Graduiertenkollegs „Wissenschaftsmanagement und Wissenschaftskommunikation als forschungsbasierte Pra­xen der Wissenschaftssystementwicklung (WiMaKo)“) nimmt die Ausprägungen von Governance, die an den Schnittstellen zwischen Makro-, Meso- und Mikroebene entstehen in den Blick, mit dem Ziel Gelingensbedingungen für eine Kooperationsgovernance in der besonderen Organisation Hochschule daraus abzuleiten.