Nachwuchswissenschaftler

Die Plattform NachwuchswissenschaftlerInnen für Sachsen-Anhalt ist ein Forum für junge WissenschaftlerInnen von interessierten Studierenden über DoktorandInnen bis hin zu Post-DoktorandInnen, die sich in der Forschungswelt von Sachsen-Anhalt etablieren wollen. Es wird dabei die Möglichkeit des Austausches untereinander geschaffen und die Weitergabe von Erfahrungen vereinfacht. Außerdem wird dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine hochschulpolitische Stimme verliehen.

Bei Netzwerktreffen oder kleineren Stammtischen können Themen wie zum Beispiel Probleme der Doktorandenausbildung oder Schwierigkeiten der Etablierung als Post-DoktorandIn diskutiert werden. Mit Hilfe von konstruktiven Ideen zur Verbesserung der so aufgedeckten Missstände kann Einfluss auf die Hochschulpolitik des Landes genommen werden.

Um zusätzlich einen wissenschaftlichen Austausch zu initiieren sind regelmäßige Tagungen zu forschungsrelevanten Themen wie Praxis der interdisziplinären Forschung oder public understanding of science geplant. Die Plattform unterstützt insbesondere NachwuchswissenschaftlerInnen an den interdisziplinär ausgerichteten Forschungsstandorten in Sachsen-Anhalt. Im Speziellen sollen hierfür Workshops zu wissenschaftsorganisatorischen Themen angeboten werden.

Papiere

Johannes Moes
Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung in Sachsen‐Anhalt
Studie der HIS GmbH im Auftrag des WZW
WZW Arbeitsbericht 3/2011
Lutherstadt Wittenberg 2011
PDF-Version

Flyer Netzwerk Nachwuchswissenschaftler für Sachsen-Anhalt
Lutherstadt Wittenberg, 2010
PDF-Version

Positionspapier der Plattform NachwuchswissenschaftlerInnen für Sachsen-Anhalt

Die Plattform NachwuchswissenschaftlerInnen für Sachsen-Anhalt hat dem WZW ein Positionspapier der Promovierenden und Post-Docs in Sachsen-Anhalt übergeben, mit dem die Plattform eine vertiefende Diskussion zu den dringensten Anliegen des wissenschaftlichen Nachwuchses im Land mit den Hochschulleitungen und dem Kultusmministerium anregen möchte. Das Papier kann zur Fortschreibung auf dem Blog der Gruppe der NachwuchswissenschaftlerInnen diskutiert werden.

Das Positionspapier wurde von den NachwuchswissenschaftlerInnen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Jahr 2011 überarbeitet.

Positionspapier

überarbeitetes Positionspapier vom 19.11.2011

 

wichtige Dokumente

Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch Ausbau kooperativer Promotionen (Beschluss der LRK Sachsen-Anhalt vom 28.5.10)

 

interessante Veröffentlichungen

Empfehlungen zur Promotion an deutschen Universitäten (2011) – Positionspapier des Universitätsverband zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland (UniWiND)

 

interessante Links

Internationalen Graduiertenakademie (InGrA) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Otto-von-Guericke Graduate School

Nachwuchsmarkt Sachsen-Anhalt

Interdisziplinäres Netzwerk Thesis für promovierende und Promovierte e.V.

Universitätsverband zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland (UniWiND)

Kontakt

Promovierendeninitiative der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Jan Rödel
Institut für Geschichte

Promoviert zu: Die normativen Debatten um Sport, Kampf und Gewalt nach 1949 unter besonderer Berücksichtigung von Reminiszenzen an die Antike

Claudia Ulbrich
Germanistisches Institut / Institut für Anglistik und Amerikanistik

Promoviert zu: Indianisch-deutsche Beziehungen in Pennsylvania im 18. Jahrhundert

Frank Ursin
Institut für Altertumswissenschaften / Alte Geschichte

Promoviert zu: Funktionen von Vergangenheitsbezügen bei den Griechen in der Römischen Kaiserzeit (1.-3. Jh. n Chr.)

Website

Anschrift:
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Promovierenden-Initiative Halle
06099 Halle (Saale)

 

Otto-von-Guericke Graduate School der Universität Magdeburg

Steffen Burchhardt
Fakultät für Wirtschaftswissenschaft

Julia Gumula
Institut für Erziehungswissenschaft (IEW)

Sebastian Lehmann
Fakultät für Wirtschaftswissenschaft

Karoline Schröder
Audiovisuelles Medienzentrum (AVMZ)

Website

Anschrift:
Dr. Barbara Witter
Otto-vonGuericke-Universität Magdeburg
Universitätsplatz 2
Raum 255, Gebäude 18
39106 Magdeburg

 

Sprechergruppe 2009-2012

Katja Barthel
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Exzellenznetzwerk “Aufklärung-Religion-Wissen”

Jens Gillessen
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Seminar für Philosophie

Stefan Knauß
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Graduiertenschule “Gesellschaft und Kultur in Bewegung”

Katja Lißmann
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Pädagogik

Hilmar Preuß
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Slavistik und Sprechwissenschaften

Guntram Schmidt
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Chemie

Christoph Schmitt-Maaß (Sprecher)
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Exzellenznetzwerk “Aufklärung-Religion-Wissen”

Ines Tröstler
Hochschule Magdeburg-Stendal (FH)

Nico Zenker
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Institut für Technische und Betriebliche Informationssysteme

 

Sprechergruppe 2008-2009

Naomi Barak
Max Planck Forschungsstelle für Enzymologie der Proteinfaltung Halle (Saale)

Jan Leif Hoffmann
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Institut für Verteilte Systeme (IVS)

Jan Kalisch
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Institut für Mechanik (IFME)

Kathrin Niermann
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Institut für Mathematische Optimierung (IMO)

Dr. Ingo Uhlig
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Exzellenznetzwerk “Aufklärung-Religion-Wissen”

Kay Zenker
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Exzellenznetzwerk “Aufklärung-Religion-Wissen”

Veranstaltung 2009

Konferenz “Arbeitswelten – Forschungskulturen” der Nachwuchswissenschaftlerplattform Sachsen-Anhalt vom 24.9.2009

Ablauf
Vortrag Karoline Holländer (Eurodoc)
Entwurf des fortführendes Konzept der Plattform

Presseerklärung
Mitteldeutschen Zeitung 13.10.2009

 

Interdisziplinarität – eine Herausforderung für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Auf die Ausdifferenzierung von Disziplinen im 18. Jahrhundert und ihre Festschreibung in den Universitäten im 19. Jahrhundert folgte gegen Ende des 20. Jahrhunderts eine Agglomeration von Wissen in Expertenkulturen. Heutzutage gelten Netzwerke, Forschungsverbünde und interdisziplinäre Zentren als die üblichen Organisationsformen im Wissenschaftsbetrieb.

Interdisziplinäres Denken, Argumentieren und Forschen wird daher auch vom wissenschaftlichen Nachwuchs erwartet und gefordert. Wissenschaft in der Praxis ist eine Kombination von Disziplinen. Komplexe Fragestellungen erfordern interdisziplinäres Arbeiten und generieren interdisziplinäre Forschungsansätze.

Die Plattform Wissenschaftlicher Nachwuchs für Sachsen-Anhalt widmete sich im Rahmen ihrer zweiten Jahrestagung dem Problemfeld der Interdisziplinarität und fragte nach Erfahrungen aus der wissenschaftlichen Praxis und der Geschichte und Zukunft interdisziplinären Arbeitens:

  • Welche Formen von Interdisziplinarität sind für den wissenschaftlichen Nachwuchs angemessen?
  • Wie viel disziplinäre Orientierung ist andererseits wichtig für die Entwicklung eigener Perspektiven?
  • Gibt es in der wissenschaftlichen Laufbahn unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts Phasen und Tätigkeiten, die sich nach dem Grad (empfehlenswerter) Interdisziplinarität unterscheiden?
  • Wie entstehen interdisziplinäre Felder?
  • Wo ist interdisziplinäres Arbeiten vorbildlich gelungen, wo liegen andererseits die Grenzen dieser Arbeitsweise?
  • Wie können die substantiellen, institutionellen und hochschulpolitischen Probleme der interdisziplinären Forschung überwunden werden?
  • Wie kann die Kommunikation interdisziplinär aussehen und in wie weit stören unterschiedliche Fachstile diese sogar?
  • Zeichnet sich im Rahmen interdisziplinärer Arbeitsformen ein eigenständiges Know How der Disziplinerweiterung ab, auf das auch die Universitäten in Zukunft zu reagieren haben?

Auch in Sachsen-Anhalt wird die Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses zunehmend in strukturierten Programmen organisiert. Forschungseinrichtungen und Hochschulen konkurrieren um die besten Nachwuchskräfte für die Qualifizierung in Forschung und Lehre. Die Tagung fragte daher auch nach den Bedingungen unterschiedlicher Wege zur Promotion und zur Postdoc-Qualifikation und dient zugleich als hochschul-politisches Forum zur Diskussion dieser Themen.