Forschungspreis

Preisträger

2011 bis 2008

Dr. Daniela Christiane Dieterich (Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg - LIN)

Neurobiochemie mit Schwerpunkt auf die molekularen und systembiologischen Grundlagen von Synaptogenese, neuronaler und gliärer Integration, und synaptischer Plastizität

Preis für Grundlagenforschung in Sachsen-Anhalt 2011

aus der Pressemitteilung des Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg:

Schon zum 2. Mal geht der Forschungspreis an das LIN

Dr. Daniela Dieterich, die am LIN die Emmy-Noether-Gruppe “Neuralomics” leitet, ist diesjährige Landesforschungspreisträgerin für Grundlagenforschung. Ihre Arbeiten auf dem Gebiet der plastizitätsrelevanten Protein- und Makromolekülsynthese in neuralen Zellen wurden von der hochkarätig besetzten Jury als preiswürdig befunden, da sie eine höchst aktuelle und wichtige Fragestellung, nämlich wie Nervenzellen auf veränderte Umweltbedingungen plastisch reagieren können, mit modernster selbstentwickelter Technologie kombiniert.

Frau Dr. Dieterich hat in Hannover Biochemie studiert, in der Arbeitsgruppe von Dr. Michael Kreutz am LIN promoviert und nach einem Postdoc-Aufenthalt bei Erin Schuman am Caltech in Pasadena ihre Emmy-Noether-Gruppe am LIN erfolgreich aufgebaut.

In diesem Jahr erhielt sie einen Ruf auf die Pharmakologie-Professur an der OVGU Magdeburg.

Bereits vor drei Jahren ging der Landesforschungspreis an einen LIN-Wissenschaftler: im Jahr 2008 erhielt Dr. Björn Schott den Preis aus den Händen des damaligen Wissenschaftsministers Prof. Hendrik Olbertz.

Hintergrund (aus der Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft und Wirtschaft):

Dr. Daniela Christiane Dieterich hat sich mit dem Thema: „Neurobiochemie mit Schwerpunkt auf die molekularen und systembiologischen Grundlagen von Synaptogenese, neuronaler und gliärer Integration, und synaptischer Plastizität“ beworben. Für die Jury war die herausragende Publikationsleistung der Wissenschaftlerin entscheidend, die durch Veröffentlichungen in hochrangigen, international anerkannten Wissenschaftsmagazinen (z. B. „Nature“) belegt wird.

Prof. Dr. Niels Olaf Angermüller (Hochschule Harz)

Risikomanagement als integraler Bestandteil der Unternehmensfinanzierung unter besonderer Berücksichtigung von Compliance

Preis für Angewandte Forschung in Sachsen-Anhalt 2011

aus der Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft und Wirtschaft:

Die von den Preisträgern der diesjährigen Forschungspreise vorgelegten Ergebnisse belegen auf eindrucksvolle Weise, dass sich Sachsen-Anhalt zu einem erfolgreichen Standort der Spitzenforschung entwickelt hat. Das trägt zur Attraktivität Sachsen-Anhalts für Studenten und den wissenschaftlichen Nachwuchs bei. Mit den Forschungspreisen, die inzwischen schon zu einer schönen Tradition geworden sind, wollen wir einen zusätzlichen Anreiz dafür geben.“

Das sagte heute Staatssekretär Marco Tullner bei der Verleihung der Forschungspreise für Grundlagenforschung und angewandte Forschung des Landes Sachsen-Anhalt 2011. Der Festakt fand im Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben (Salzlandkreis) statt. Die Festrede hielt Dr. Christian Ehler, Mitglied des Europäischen Parlaments.

Mit dem Forschungspreis für Grundlagenforschung wurde Dr. Daniela Christiane Dieterich vom Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg geehrt. Den Forschungspreis für angewandte Forschung erhielten Prof. Gotthard Kunze vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben und Prof. Niels Olaf Angermüller von der Hochschule Harz, Hochschule für Angewandte Wissenschaften (FH) Wernigerode.

Die Jury setzte sich in diesem Jahr aus Vertretern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Hochschulen Harz und Merseburg, des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) Gatersleben, des Fraunhofer Instituts für Fabrikbetrieb und Automatisierung Magdeburg (IFF), des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik Halle sowie des Serumwerkes Bernburg zusammen.

Die Landesforschungspreise für Grundlagenforschung und für angewandte Forschung, die mit jeweils 20.000 Euro dotiert sind, wurden in diesem Jahr zum 14. Mal vergeben. Insgesamt erhielten bislang 27 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen Preis.

Prof. Niels Olaf Angermüller von der Hochschule Harz hat sich mit dem Thema: „Risikomanagement als integraler Bestandteil der Unternehmensfinanzierung unter besonderer Berücksichtigung von Compliance“ beworben. Prof. Angermüller ist ein junger Wissenschaftler, dessen sehr gute Bewerbung eine hoch aktuelle Thematik innerhalb der Wirtschaftswissenschaften aufgreift, die weit über das Landesinteresse hinausgeht. Er hat sehr gut publiziert, arbeitet praxisnah und ist vor allem ausgezeichnet vernetzt.

Prof. Dr. Gotthard Kunze (Leibniz-Institut für Pflanzengenetik Gatersleben - IPK)

Arxula adeninivorans und weitere nicht-konventionelle Hefen als Wirt für die Produktion rekombinanter Proteine, als Gendonor und Biokatalysator für neue biotechnologische Produkte bzw. als mikrobielle Komponente für Biosensoren

Preis für Angewandte Forschung in Sachsen-Anhalt 2011

aus der gemeinsamen Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft und Wirtschaft und des IPK:

Die von den Preisträgern der diesjährigen Forschungspreise vorgelegten Ergebnisse belegen auf eindrucksvolle Weise, dass sich Sachsen-Anhalt zu einem erfolgreichen Standort der Spitzenforschung entwickelt hat. Das trägt zur Attraktivität Sachsen-Anhalts für Studenten und den wissenschaftlichen Nachwuchs bei. Mit den Forschungspreisen, die inzwischen schon zu einer schönen Tradition geworden sind, wollen wir einen zusätzlichen Anreiz dafür geben.“

Das sagte heute Staatssekretär Marco Tullner bei der Verleihung der Forschungspreise für Grundlagenforschung und angewandte Forschung des Landes Sachsen-Anhalt 2011. Der Festakt fand im Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben (Salzlandkreis) statt. Die Festrede hielt Dr. Christian Ehler, Mitglied des Europäischen Parlaments.

Mit dem Forschungspreis für Grundlagenforschung wurde Dr. Daniela Christiane Dieterich vom Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg geehrt. Den Forschungspreis für angewandte Forschung erhielten Prof. Gotthard Kunze vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben und Prof. Niels Olaf Angermüller von der Hochschule Harz, Hochschule für Angewandte Wissenschaften (FH) Wernigerode.

Die Jury setzte sich in diesem Jahr aus Vertretern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Hochschulen Harz und Merseburg, des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) Gatersleben, des Fraunhofer Instituts für Fabrikbetrieb und Automatisierung Magdeburg (IFF), des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik Halle sowie des Serumwerkes Bernburg zusammen.

Die Landesforschungspreise für Grundlagenforschung und für angewandte Forschung, die mit jeweils 20.000 Euro dotiert sind, wurden in diesem Jahr zum 14. Mal vergeben. Insgesamt erhielten bislang 27 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen Preis.

Prof. Gotthard Kunze hat sich mit seinen Forschungsarbeiten zum Thema: „Arxula adeninivorans und weitere nicht-konventionelle Hefen als Wirt für die Produktion rekombinanter Proteine, als Gendonor und Biokatalysator für neue biotechnologische Produkte bzw. als mikrobielle Komponente für Biosensoren“ beworben. Prof. Kunze verfügt über hervorragende Kontakte zur Wirtschaft, kann eine eindrucksvolle Publikationsleistung nachweisen und verfügt über 14 Patente. Beeindruckend ist seine Forschungsbreite in Anwendungsfeldern der Biochemie, der Medizin, Umwelttechnik, Bioenergie und in der Rohstoffrückgewinnung.

Junior-Professorin Dr. Ulrike Krewer (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)

Systematische Analyse und Optimierung portabler Direkt-Methanol-Brennstoffzellen

Preis für Grundlagenforschung in Sachsen-Anhalt 2010

aus der Pressemitteilung des MPI für Dynamik komplexer technischer Systeme:

Ulrike Krewer leitet seit Januar 2008 die Otto-Hahn-Gruppe Portable Energiesysteme am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg.
Nach ihrem Studium des Chemieingenieurwesens an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg kam Ulrike Krewer 2001 zu ihrer Promotion nach Magdeburg und führte ihre Forschungsarbeiten am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg aus.
Für ihre Dissertation zu System-oriented analysis of the dynamic behavior of direct methanol fuel cells erhielt sie den Dissertationspreis 2006 der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Zudem wurde sie mit der Otto-Hahn-Medaille 2006 der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet.
Von 2006 bis 2007 arbeitete Ulrike Krewer als Senior Engineer bei SAMSUNG SDI in Südkorea und befasste sich mit dem Design und der Analyse von Membran-Elektroden-Einheiten und portablen Brennstoffzellen-Systemen.
Seit 2009 ist sie Inhaberin der Juniorprofessur Portable Energiesysteme an der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Lebenslauf

Geburtsdatum und –ort 21.04.1976 in Bitburg

BERUFLICHER WERDEGANG:

SEIT APR. 2009 Juniorprofessur Portable Energiesysteme, Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

SEIT JAN. 2008 Forschungsgruppenleiterin, Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme, Magdeburg

JAN. 2006 – DEZ. 2007 SENIOR RESEARCHER IN DER INDUSTRIE Corporate R&D Center, Energy Lab Samsung SDI Ltd., Suwon, Südkorea

OKT. 2001 – NOV. 2005 WISSENSCHAFTLICHE MITARBEITERIN,Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme, Magdeburg
BILDUNGSWERDEGANG:

SEPT. 2001 – NOV. 2005 PROMOTION (Dr.-Ing.), Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Dissertation: System-oriented analysis of the dynamic behaviour of direct methanol fuel cells

SEPT. 1995 – JUNI 2001 STUDIUM DES CHEMIEINGENIEURWESENS (Dipl.-Ing.), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

AUG. 1993 – JUNI 1995 GYMNASIALE OBERSTUFE (ABITUR), Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, Trier

Dr. Volker Schmidt (Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik Halle)

Herstellung, Charakterisierung und theoretische Modellierung von halbleitenden Nanodrähten

Preis für Grundlagenforschung in Sachsen-Anhalt 2010

Angaben zur Person

Geburtsort: Braunschweig
Geburtsdatum: 28. Juni 1977

Arbeitgeber: Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik, Weinberg 2, 06120 Halle

Tätigkeit: Naturwissenschaftliche Forschung an halbleitenden Nanostrukturen, Leitung der Max-Planck Aktivitäten im Rahmen des Fraunhofer-Max-Planck Gemeinschaftprojektes nanoSTRESS, Projektkoordination des BMBF Verbundprojektes PoSiTeM, Leiter einer Nachwuchsforschergruppe

Tabellarischer Lebenslauf

Sep. 83 – Jun. 96: Besuch der Grundschule und des Gymnasiums in Pegnitz, Bayern Abschluss: Abitur

Sep. 96 – Sep. 97: Zivildienst in der Kinderklinik am Möchberg in Würzburg

Nov. 97 – Jul. 00: Physikstudium an der Bayerischen Julius Maximilians Universität, Würzburg

Aug. 00 – Jul. 01: Physikstudium an der State University of New York at Buffalo, NY, U.S.A.

Abschluss: Master of Science
Masterarbeit: „WWZ and ZZZ production in e+ e collisions as a signal for very heavy Higgs bosons“

Nov. 00 – Mai 03: Fortsetzung des Physikstudiums an der Bayerischen

Julius-Maximilians-Universität in Würzburg

Abschluss: Diplomphysiker (Mit Auszeichnung)
Diplomarbeit: „Two Approaches to the Coulomb gap at finite temperatures“

Mai 03 – Sep. 04: Doktorand am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik, Halle

Okt. 04 – Jan. 05: Gastwissenschaftler in der „Nanoscale Structures and Devices Group“ des IBM Zurich Research Laboratory, Rueschlikon, Schweiz

Feb. 05 – Jan 07: Doktorand am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik, Halle Abschluss: Dr. rer. nat (magna cum laude)
Dissertation: „Silicon nanowires: synthesis, fundamental issues, and a first device“

Jan. 07 – Jun. 07: Post-doktorand am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle

Jul. 07 – Dec. 07: Gastwissenschaftler am Materials Science and Engineering Department, der Stanford University, Stanford, CA, U.S.A.

Jan. 08 – heute: Nachwuchsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle

Dr. Stefan Henze (Fachhochschule Magdeburg-Stendal - FH)

Entwicklung einer modularen Fachwerkkonstruktion aus Hochleistungsbeton zur Substitution kosten- und ressourcenintensiven Stahls im Bauwesen

Preis für Angewandte Forschung in Sachsen-Anhalt 2010

aus der Pressemitteilung der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH):

Als Ergebnis intensiver Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Betontechnologie ist es mittlerweile möglich, Hochleistungsbetone mit stahlähnlichen Druckfestigkeiten von bis zu 250 N/mm² herzustellen. Auf der Basis dieses Hochleistungswerkstoffs entstand die gleichermaßen reizvolle wie anspruchsvolle Idee, kosten- und ressourcenintensiven Stahl gezielt durch Hochleistungsbeton zu ersetzen. Das Potenzial der Innovation wird bei der Gegenüberstellung der Eigenschaften beider Materialien deutlich. Bei gleicher Druckfestigkeit betragen die volumenbezogen Materialkosten von Hochleistungsbeton nur ca. 20 % der Materialkosten von Stahl. Anders als Stahl ist Hochleistungsbeton außerdem sofort verfügbar und es fallen keine Kosten für die Herstellung und Wartung des Korrosionsschutzes an. Auch aus ökologischer Sicht ist der Ersatz von Stahl durch Hochleistungsbeton vorteilhaft. Beispielsweise wird bei der Herstellung von einem Kubikmeter Hochleistungsbeton nur rund 5 % der Energie benötigt und es entstehen nur ca. 40 % der CO2-Emissionen im Vergleich zur Erzeugung von einem Kubikmeter Stahl.

Anders als Stahl besitzt Hochleistungsbeton jedoch nur eine relativ geringe Zugfestigkeit. Die Substitution von Stahl durch Beton muss deshalb anwendungsbezogen erfolgen. Unter dem Leitsatz „Forschung für die Praxis” wurde in Zusammenarbeit mit der Max Bögl Bauunternehmung ein ähnlich dem „LEGO-Prinzip” aufgebautes Fachwerk aus Hochleistungsbeton entwickelt. Hierbei wurden interdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf den Gebieten der Material- und Konstruktionsentwicklung, der Konstruktionssimulation sowie der Konstruktionsherstellung erbracht. Durch die enge Kooperation mit dem Industriepartner konnte sowohl die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit der Entwicklung, als auch eine zeitnahe Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Praxis erreicht werden.

Die Fachwerkkonstruktion aus Hochleistungsbeton besitzt auf Grund ihrer patentierten Konstruktionsprinzips folgende Vorteile:

einfache Anpassung der Konstruktionsgeometrie an beliebige Randbedingungen (Spannweiten, Trägerhöhen),
hoher Vorfertigungsgrad und kostensenkende Serienfertigung der Konstruktionselemente (Gleichteilprinzip),
hohe Flexibilität und Rationalität beim Transport und der Montage der Konstruktion,
zerstörungsfreie Demontage und weitgehende Wiederverwendung der Konstruktionselemente.

Die Entwicklung der modularen Fachwerkkonstruktion wurde im Dezember 2009 mit der Prototypenerprobung erfolgreich abgeschlossen. Kalkulationen des Industriepartners zeigen, dass die entwickelte Fachwerkkonstruktion, trotzt des zurzeit geringen Stahlreises, um bis zu 15 % günstiger ist als ein Fachwerk aus Stahl gleicher Tragfähigkeit.

Die Markteinführung des Fachwerks wurde durch einen Vortrag im Rahmen der BetonTage 2010 in Deutschland eingeläutet. Hier wurde das Fachwerk mehr als 2000 begeisterten Bauherren, Architekten und Ingenieuren vorgestellt. Unter Beachtung der Anmeldung von Schutzrechten wurden erste Entwicklungsergebnisse bereits auch auf internationalen Symposien in Vietnam und Brasilien vorgestellt, die als potentielle Märkte für das Fachwerk betrachtet werden.

Persönliches

geboren: 21.04.1977 in Magdeburg

Schulbildung
1983 bis 1991 Polytechnische Oberschule Reinhold Götze in Magdeburg
1991 bis 1995 Norbertusgymnasium Magdeburg, Abschluss Abitur

Zivildienst
1996 bis 1997 Universitätsklinikum Magdeburg

Hochschulausbildung
1997 bis 2001 Studium des Bauingenieurwesens, Vertiefungsrichtung Hochbau/Bausanierung an der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH), Abschluss Dipl.-Ing. (FH)

2002 bis 2005 Aufbaustudium des Bauingenieurwesens, Vertiefungsrichtung konstruktiver Ingenieurbau an der Technischen Universität Dresden, Abschluss Dipl.-Ing.
Praxistätigkeit

1995 bis 1996 Praktikant bei der Philip Holzmann AG

2001 bis 2005 Projektleiter und freier Mitarbeiter der Ingenieurgemeinschaft Setzpfandt + Lindschulte, Magdeburg

2008 bis 2009 Geschäftsführer des Instituts für Werkstoff- und Konstruktionsentwicklung GmbH, Magdeburg

seit 2010 selbständiger Ingenieur mit eigenem Entwicklungsbüro

Dr. des. Katharina Schramm (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Die Transformation sozialer Identitäten im Zuge der neuen Genetik: ‘Rasse’, Ethnizität und Staatsbürgerschaft

Preis für Grundlagenforschung in Sachsen-Anhalt 2009

aus der Pressemitteilung 284/2009 der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Hallesche Ethnologin erhält als erste Geisteswissenschaftlerin den Preis für Grundlagenforschung des Landes Sachsen-Anhalt

Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz hat heute, 4. November 2009, in der Aula der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) die Forschungspreise des Landes Sachsen-Anhalt verliehen. Den mit 25 000 Euro dotierten Preis für Grundlagenforschung erhielt Dr. Katharina Schramm vom Seminar für Ethnologie der MLU. Sie war Post-doc-Stipendiatin an der MLU-Graduiertenschule “Asien und Afrika in globalen Bezugssystemen” (jetzt: “Societies and Cultures in Motion”) und habilitiert zurzeit am Lehrstuhl vom Prof. Dr. Richard Rottenburg. “Mit dem Preisgeld kann ich die Feldforschung im Rahmen meiner Habilitation realisieren”, freute sich die Preisträgerin.

Die gebürtige Berlinerin erforscht insbesondere mit Blick auf Afrika historische und gegenwärtige Beziehungsgeflechte zwischen verschiedenen Gesellschaften sowie deren konkrete kulturelle und politische Ausdrucksformen. Ihr Habilitationsprojekt ist an der Schnittstelle zwischen Ethnologie, Philosophie und den Lebenswissenschaften angesiedelt. “Dabei soll es vor allem um den Zusammenhang zwischen einem neuen genetischen Verfahren, dem sogenannten Genetic Ancestry Testing, und dessen Auswirkungen auf Identitätskonzepte gehen”, verrät die Ethnologin. Ziel des Ancestry-Verfahrens ist es, die historische Mitgliedschaft eines Individuums zu einer oder mehreren Bevölkerungsgruppen zu bestimmen. Dabei wird suggeriert, kulturelle Zugehörigkeit sei über die Gene determiniert; die damit verbundenen sozialen Prozesse werden jedoch ausgeblendet. “Dieser Tendenz zur Rebiologisierung möchte ich einen wissenschaftliche Ansatz entgegen stellen, der die strikte Trennung der Sphären des Biologischen, des Sozialen und des Intellektuellen widerlegt”, so Schramm.

Das Bewusstsein für die Komplexität von Zusammenhängen zu schärfen, ist für sie die zentrale Aufgabe von Wissenschaft. “Von dem Projekt erwarte ich zum einen ein besseres Verständnis der gesellschaftspolitischen Auswirkungen technologischer Innovationen und der Rückwirkung sozialer Prozesse auf wissenschaftliche Erkenntnis. Zum anderen geht es um die Frage, wie Identitäten und Kategorien “gemacht” werden, was auch in Bezug auf gegenwärtige Debatten um Migration, Zugehörigkeit und Rassismus in Deutschland von entscheidender Bedeutung ist”, sagt die wissenschaftliche Mitarbeiterin der MLU. Um das Wechselspiel zwischen Politik, sozialer Geschichte und neuer Genetik kritisch untersuchen zu können, wird sie in Afrika Feldforschung betreiben. Ihre bisherigen wissenschaftlichen Arbeiten zu Fragen der Erinnerungspolitik und des Rassismus sowie zu zeitgenössischen Identitätsdiskursen und Kulturpolitik haben sie besonders oft nach Ghana geführt.

Katharina Schramm hat in Berlin Ethnologie und Afrikanistik studiert und anschließend mit Auszeichnung über die afroamerikanischen Rückkehrbewegungen nach Ghana promoviert. Seit August 2005 forscht die zweifache Mutter an der MLU in Halle. Die Ethnologin hat bereits eine Monografie zum ghanaischen Nationalballett und seiner Einbindung in die nationale Kulturpolitik sowie verschiedene wissenschaftliche Arbeiten über Pilgertourismus, kulturelle Authentizität, Panafrikanismus und den gegenwärtigen Status anthropologischer Feldforschung veröffentlicht.

Mit den Forschungspreisen des Landes Sachsen-Anhalt werden seit 1998 jährlich junge Wissenschaftler für ihre herausragenden Arbeiten ausgezeichnet. Der mit 50 000 Euro dotierte Preis für Grundlagenforschung ging dieses Jahr an zwei Nachwuchswissenschaftler, die jeweils 25 000 Euro erhalten. Katharina Schramm ist die erste Geisteswissenschaftlerin, die mit dem Preis für Grundlagenforschung geehrt wird. Der zweite Preisträger ist Dr. Gabor Janiga von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Durch die finanzielle Zuwendung sollen die Arbeitsmöglichkeiten der Preisträger verbessert und erweitert werden.

Dr.-Ing. Gabor Janiga (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)

Optimierung von Gefäßprothesen zur Behandlung von Gehirnaneurysmen

Preis für Grundlagenforschung in Sachsen-Anhalt 2009

aus der Pressemitteilung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg vom 05.11.2009

Junge Ingenieure für innovative Neuerungen in der Medizintechnik ausgezeichnet

Zwei Forschungspreise des Landes Sachsen-Anhalt gehen in diesem Jahr an Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU). Der Preis für angewandte Forschung geht an Dr.-Ing. Sören Hirsch vom Institut für Mikro- und Sensorsysteme, den Preis für Grund­lagenforschung erhält Dr.-Ing. Gabor Janiga vom Institut für Strömungstechnik und Thermodynamik der Universität Magdeburg.

Die Verleihung der Forschungspreise des Landes Sachsen-Anhalt 2009 durch den ­Kultusminister des Landes, Prof. Jan Hendrik Olbertz, fand heute, am 4. November 2009, auf einer Festveranstaltung in der Aula des Löwengebäudes der Martin-Luther-­Universität Halle statt. Die Forschungspreise sind mit jeweils 50.000 Euro dotiert. Der Forschungspreis für Grundlagenforschung wurde gemeinsam an Dr.-Ing. Gabor Janiga und Dr. des. Katharina Schramm vergeben.

Dr.-Ing. Gabor Janiga erhält den Forschungspreis für die Berechnung des Blut­strömungsverhaltens in krankhaft veränderten Gefäßen, um optimale Gefäßprothesen zur lebensrettenden Behandlung von Gehirnaneurysmen zu entwickeln. Gehirnaneu­rismen sind ballonförmige Aussackungen an geschwächten oder überlasteten arteriellen Gefäßen im Gehirn, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zum Platzen neigen. Dies führt zu einer Hirnblutung, an deren Folgen fast die Hälfte der betroffenen Patienten trotz Behandlung innerhalb eines Monats verstirbt. Ein Teil der Überlebenden bleibt ­zudem lebenslang behindert. Das Ziel der Forschung Gabor Janigas ist es, die Blutstrom­änderungen bei Gehirnaneurismen zu berechnen und durch den Einsatz passgenauer Gefäß-Implantate (Stents) zu optimieren.

Dr.-Ing. Sören Hirsch (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)

TEPROSA – Technologieplattform für die Produktminiaturisierung in Sachsen-Anhalt

Preis für Angewandte Forschung in Sachsen-Anhalt 2009

aus der Pressemitteilung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg vom 05.11.2009

Junge Ingenieure für innovative Neuerungen in der Medizintechnik ausgezeichnet

Zwei Forschungspreise des Landes Sachsen-Anhalt gehen in diesem Jahr an Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU). Der Preis für angewandte Forschung geht an Dr.-Ing. Sören Hirsch vom Institut für Mikro- und Sensorsysteme, den Preis für Grund­lagenforschung erhält Dr.-Ing. Gabor Janiga vom Institut für Strömungstechnik und Thermodynamik der Universität Magdeburg.

Die Verleihung der Forschungspreise des Landes Sachsen-Anhalt 2009 durch den ­Kultusminister des Landes, Prof. Jan Hendrik Olbertz, fand heute, am 4. November 2009, auf einer Festveranstaltung in der Aula des Löwengebäudes der Martin-Luther-­Universität Halle statt. Die Forschungspreise sind mit jeweils 50.000 Euro dotiert.

Dr.-Ing. Sören Hirsch erhält den Forschungspreis für angewandte Forschung des ­Landes Sachsen-Anhalt. Sören Hirsch ist Forschungsgruppenleiter am Institut für Mikro- und Sensorsysteme an der Universität Magdeburg. Er wird für seine Forschung auf dem ­Gebiet der Miniaturisierungstechnik ausgezeichnet. Durch seine Entwicklungen wird das Innenleben technischer Geräte auf neuartige Weise mit dem Gehäuse verbunden. Die Geräte können noch kleiner werden oder zusätzliche Funktionen erhalten. Von dieser Innovationskraft profitieren vor allem die Branchen Automotive, der Biotechnologie und Medizintechnik.

Dr. med. Dr. rer. nat. Björn Hendrik Schott (Leibniz-Institut für Neurobiologie)

Neuromodulation implizierter und explizierter Gedächtnisprozesse des Menschen

Preis für Grundlagenforschung in Sachsen-Anhalt 2008

aus der Pressemitteilung 187/08 des Kultusministeriums Sachsen-Anhalt

Björn Hendrik Schott ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Verhaltensneurologie im Leibniz-Institut für Neurobiologie und an der Klinik für Neurologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Er wird ausgezeichnet für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Neurowissenschaften.

Herr Schott befasst sich in seinen Forschungsarbeiten mit der Frage, in wie weit sich genetische Unterschiede bei verschiedenen Individuen in synaptischen Proteinen, Neurotransmissionssystemen oder Signalkaskaden auswirken. In seinen Untersuchungen verbindet er unter Nutzung eines fächerübergreifenden Methodenspektrums die klinische Forschung mit der Grundlagenforschung. Er leitet die Arbeitsgruppe „Imaging Genetics“. Dabei werden Techniken aus der nicht-invasiven Bildgebung mit molekularen Methoden zur Untersuchung von genetischen Polymorphismen miteinander verbunden und mit Methoden aus der Psychologie vernetzt. Mit Hilfe der Forschungsarbeiten von Björn Hendrik Schott war es möglich, eine wertvolle Brücke zwischen klinisch-humanexperimenteller und molekular-zellulärer Neurowissenschaft zu bauen. Diese bildete den Grundstein für die Erforschung genetischer Variabilität komplexer neuronaler Verarbeitungsprozesse in Magdeburg.

Der Wissenschaftler wurde 1975 in Scherzingen (Schweiz) geboren und studierte Humanmedizin an der Christian-Albrechts-Universität Kiel und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Studienaufenthalte im Ausland absolvierte er am Center for Cognitive Neuroscience, Dartmouth College, Hanover (USA) und am National Hospital of Neurology and Neurosurgery, University College London (England). Seine Promotion zum Dr. med. schloss er 2004 mit dem Prädikat „summa cum laude“ ab. 2008 erhielt er für seine zweite Promotionsarbeit auf dem Gebiet der Neurowissenschaften (Dr. rer. nat.) ebenfalls das Prädikat „summa cum laude“. Seit 2004 ist Björn Hendrik Schott auch Gastwissenschaftler der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Charité Universitätsmedizin Berlin. Er kann auf eine hochrangige Publikationsliste und internationale Kongressbeiträge verweisen.

PD Dr. Heike Lorenz (Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme)

Innovative Verfahren der kristallisationsbasierten Enantiomerentrennung

aus der Pressemitteilung 187/08 des Kultusministeriums Sachsen-Anhalt

Heike Lorenz ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg und Leiterin der Arbeitsgruppe Kristallisation der Fachgruppe Physikalisch-Chemische Grundlagen der Prozesstechnik. Sie wird ausgezeichnet für ihre hervorragenden Forschungsleistungen zum Thema „Innovative Verfahren der kristallisations-basierten Enantiomerentrennung“.

Mit ihren Arbeiten gelang es der Wissenschaftlerin, wesentliche Erkenntnisse bei der Trennung chiraler chemischer Verbindungen, den sogenannten Enantiomeren, zu gewinnen. Enantiomere sind paarweise auftretende und räumlich zueinander spiegelbildlich aufgebaute Moleküle. Die Trennung solcher Verbindungen ist z. B. wesentlich, um eine Wirksamkeit von Medikamenten zu erzielen: Die räumliche Struktur der Wirkstoffmoleküle muss das Andocken an bestimmte Strukturen im Körper ermöglichen. Frau Lorenz arbeitet an Enantiomeren-Produkten hoher Reinheit, die z. B. in der Agrochemie zu verminderten Aufwandsmengen und damit zu geringeren Umweltbelastungen führen. Die Zusammenarbeit mit namhaften Unternehmen und regionalen Firmen, wie der BASF, Nordzucker AG, Schering, AstraZeneca, Solvay etc. führt zu einem raschen Transfer der Forschungsergebnisse in die Wirtschaft.

Heike Lorenz wurde 1964 in Hasselfelde geboren. Sie begann ihre wissenschaftliche Laufbahn an der Bergakademie Freiberg mit dem Studium der Chemie, Fachrichtung Verfahrenschemie. 1988 kam Heike Lorenz nach Magdeburg und promovierte 1992 an der Universität Magdeburg mit „magna cum laude“. Ihre Habilitation folgte 2004, und sie erhielt die Lehrbefugnis für Technische Chemie. Seit 1998 ist Heike Lorenz am Max-Planck-Institut Wissenschaftliche Mitarbeiterin. Forschungsaufenthalte und Gastprofessuren führten sie u. a. an die International Flame Research Foundation, IJmuiden (Niederlande) und an die Universität Rouen (Frankreich). Zusätzlich zu ihrer Forschungsarbeit betreut Heike Lorenz derzeit sieben internationale Doktoranden. Außerdem hält sie Lehrveranstaltungen in Chemischer Prozesskunde sowie zu modernen analytischen Methoden in der chemischen Industrie im englischsprachigen Studiengang Chemical and Process Engineering an der Universität Magdeburg. Für ihre exzellente wissenschaftliche Arbeit erhielt die Wissenschaftlerin bereits verschiedene Preise.

2007 bis 2004

Dr. Stefan Hüttelmaier (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Posttranskriptionelle Regulation der Genexpression durch RNA bindende Proteine und microRNAs (miRs) im Rahmen der Differenzierung neuronaler Zellen, der zellulären Stressantwort und Krebsentstehung

Preis für Grundlagenforschung in Sachsen-Anhalt 2007

aus der Presseinformation der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Der 34-Jährige studierte an der Technischen Universität Braunschweig Biotechnologie und diplomierte 1997. Drei Jahre später promovierte er dort. Von März 2001 bis Oktober 2004 arbeitete der Forscher als “Research Associate” am Albert Einstein College of Medicine in New York. Seit Oktober 2004 leitet Dr. Hüttelmaier eine der unabhängigen Nachwuchsgruppen im Rahmen des NBL3-Förderprogramms an der Medizinischen Fakultät und arbeitet im Zentrum für Angewandte Medizinische und Humanbiologische Forschung (ZAMED).

Bereits im Januar 2006 erhielt er den Forschungspreis der Martin-Luther-Universität für ein in der Zeitschrift “Nature” veröffentlichten Beitrag über das Forschungsprojekt: “Die Aufklärung des Mechanismus der ß-Aktin Translation durch src-Kinase abhängige Phosphorylierung von ZBP-1-Protein”. Dabei geht es um die Frage, nach welchen Mechanismen die Umsetzung (Realisierung) von Erbinformationen in Proteine erfolgt. Dr. Hüttelmaier konnte einen Mechanismus der lokalen Steuerung des Anschaltens der Proteinsynthese erstmalig klären. Die erzielten Ergebnisse sind zunächst wichtig für das Verstehen der Ausbildung von Gedächtnisleistungen und die Funktionalität neuronaler Netzwerke. Die untersuchten ZBP-Proteine können aber auch von zentraler Bedeutung im Rahmen der Krebsentstehung sein und möglicherweise als diagnostische Marker eingesetzt werden.

Prof. Dr. Oliver Speck (Otto-von-Guericke-Universität)

Neue Methoden für die Ultrahochfeld Magnetresonanztomographie

Preis für Angewandte Forschung in Sachsen-Anhalt 2007

aus der Presseinformation vom 19.11.2007 der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Oliver Speck, Jahrgang 1968, erhält den Preis für seine herausragenden neurowissenschaftlichen Forschungen auf dem Gebiet der bildgebenden Medizintechnik. Seine aktuellen Untersuchungen, so das Kultusministerium Sachsen-Anhalt in seiner Begründung, seien die Basis für eine neue Generation von kostengünstigen Hochleistungs-Magnetresonanztomografie-Geräten. Der Magdeburger Physiker entwickelte spezielle Methoden und Verfahren, wie Wissenschaftler bei Untersuchungen in hochleistungsfähigen Kernspintomographen gestochen scharfe Bilder auch von bewegten Objekten erhalten. Auf Grund der Forschung Specks wird es darum in naher Zukunft möglich sein, Patienten schonender neurowissenschaftlich zu untersuchen. Bis dato müssen sich Probanden bei der Untersuchung in einem Kernspintomografen oder MRT über einen längeren Zeitraum völlig bewegungslos verhalten. Je detaillierter die Wissenschaftler mit ihren modernen Geräten das Gehirn beobachten wollen, desto länger müssen Patienten regelrecht bewegungslos verharren. Bei klinischen Untersuchungen führt dies dazu, dass vor allem Kinder und ältere Personen ruhig gestellt bzw. narkotisiert werden, um klare und aussagekräftige Bilder z.B. von Gehirnstrukturen zu erhalten.

Dr. Kornelius Nielsch (Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik Halle) (copy 1)

Weiterentwicklung und Anwendung von perfekt geordneten Al2O3-Membranstrukturen als Templatsystem für die Synthese von multifunktionalen 1D-Nanoobjekten

Preis für Grundlagenforschung in Sachsen-Anhalt 2006

aus der Pressemitteilung Nr. 237/2006 des Kultusministeriums Sachsen-Anhalt

Den Forschungspreis für Grundlagenforschung 2006 erhält Dr. Kornelius Nielsch (33), Projektleiter der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Nanotechnologie-Nachwuchsgruppe „Multifunktionale Nanostäbe und Nanoröhren“ am Max-Planck Institut für Mikrostrukturphysik.

Nielsch gehört zu den führenden jungen Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Nanotechnologie in Deutschland. In seiner Forschungsarbeit beschäftigt er sich hauptsächlich mit der Weiterentwicklung und Anwendung von perfekt geordneten AL2O3 Membranstrukturen. Mit Hilfe eines neuartigen Imprintstempels gelang es ihm erstmalig, perfekt geordnete Aluminiumoxidstrukturen auf einer Fläche von einigen Quadratzentimetern zu erzeugen. Seine Doktorarbeit wurde an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg mit summa cum laude bewertet. Auslandsaufenthalte führten ihn unter anderem an das legendäre MIT (Massachusetts Institute of Technology) in Boston. Er ist Preisträger des BMBF im Nachwuchswettbewerb Nanotechnologie.

Mehrfach wurde Dr. Kornelius Nielsch in den USA und in Deutschland für die besten Posterpräsentationen ausgezeichnet. Zum Thema Membranstrukturen kann er auf mehr als 60 Publikationen in nationalen und internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften verweisen. Obwohl in der Grundlagenforschung tätig, hat er bereits zwei Patente eingereicht. Dr. Nielsch beabsichtigt trotz seines Rufes nach Hamburg das Preisgeld für Aktivitäten auf dem Gebiet der Atomic-Layer-Deposition (ALD) in Halle einzusetzen.

Prof. Dr. Stefan Heinrich und Dr. Mirko Peglow (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)

Untersuchung und Beschreibung der partikelbildenden Prozesse in der Wirbelschicht

Preis für Angewandte Forschung in Sachsen-Anhalt 2006

aus der Presseinformation 184/2006 der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Dr.-Ing. Stefan Heinrich (35) ist Juniorprofessor für Dynamik eigenschaftsverteilter Systeme der Feststoffverfahrenstechnik am Institut für Apparate- und Umwelttechnik. Dr.-Ing. Mirko Peglow (32) habilitiert sich derzeit am Institut für Verfahrenstechnik, Lehrstuhl für Thermische Verfahrenstechnik. Beide Preisträger arbeiten seit Jahren auf dem Gebiet der partikelbildenden Wirbelschichtprozesse und haben durch ihre gemeinsamen Arbeiten maßgeblichen Erfolg daran, dass die Forschungsarbeiten zur Wirbelschichttechnik in Magdeburg national und international anerkannt sind. Sie haben verschiedenste komplexe mathematische Modelle und Simulationswerkzeuge zur Beschreibung von derartigen eigenschaftsverteilten Systemen entwickelt. Diese werden durch zahlreiche experimentelle Arbeiten, auch im industriellen Maßstab, bestätigt. Somit konnten bisherige verfahrenstechnische Probleme aufgeklärt werden.

Die jungen Wissenschaftler forschen mit dem Ziel, die Qualität von aus ursprünglich flüssigen Rohstoffen hergestellten hochwertigen und hochgradig formulierten Feststoffen wie Granulate, Agglomerate, beschichtete Partikel hinsichtlich ihrer Größe, Festigkeit, Porosität und Zusammensetzung zu beeinflussen. Einsatz finden diese Stoffe in der chemischen Industrie, der Pharmazie oder der Lebens- und Nahrungsmittelindustrie, beispielsweise als Katalysatoren, Waschmittel, feste Arzneiformen oder Adsorbentien für die Luftreinhaltung. Zudem konzentrieren sich die Forschungen darauf, die bei der Prozessdurchführung benötigte Energie zu reduzieren. So können sowohl die natürlichen Ressourcen geschont, als auch die Emissionen von Treibhausgasen vermindert werden.

Beide Preisträger weisen eine hervorragende Publikationsliste in einschlägigen nationalen und internationalen Wissenschaftsjournalen auf und sind Miterfinder mehrerer bereits erteilter Patente, die vorzugsweise von sachsen-anhaltischen Unternehmen genutzt werden. Weitere Patente wurden inzwischen angemeldet. Die Marktgängigkeit ihrer Forschungsergebnisse hat auch dazu geführt, dass mit der AVA GmbH eine Firmenausgründung aus der Universität erfolgte.

Prof. Dr. Kai Tittmann (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Aufklärung von Reaktionsmechanismen Vitamin-assistierter Enzymreaktionen auf molekularer Ebene

Preis für Grundlagenforschung in Sachsen-Anhalt 2005

aus der Pressemitteilung 337/2005 des Kultusministeriums Sachsen-Anhalt

Mit dem zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Forschung in Sachsen-Anhalt ausgereichten Forschungspreis für Grundlagenforschung 2005 wird Prof. Dr. Kai Tittmann (33), Junior-Professor für Molekulare Enzymologie am Fachbereich Biochemie/Biotechnologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Leiter der Nachwuchsgruppe “Molekulare Enzymologie” an diesem Institut, ausgezeichnet.

In seiner Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Biochemie/ Biotechnologie beschäftigt sich Prof. Dr. Tittmann hauptsächlich mit den Wechselwirkungen von Enzymen unter Einbeziehungen von Vitaminen. Die Untersuchungen bilden die Grundlage für die gezielte Veränderung von wirtschaftlich interessanten Enzymen, die von pharmazeutischem Interesse sein könnten.

Das Forschungsgebiet von Prof. Dr. Tittmann, die Biochemie/Biotechnologie und hier speziell das Proteindesign, ist hochaktuell und gehört zu den profilbestimmenden Forschungsschwerpunkten des Landes Sachsen-Anhalt in Halle. Die Arbeiten, die der Grundlagenforschung zuzurechnen sind, beinhalten bei weiterem Ausbau in den nächsten Jahren ein enormes praktisches Anwendungspotenzial. Prof. Dr. Tittmann hat seine bisherigen wissenschaftlichen Arbeiten (29 Publikationen) in zahlreichen internationalen Zeitschriften veröffentlicht.

Prof. Dr. Dr. Oliver Ulrich (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)

Neuer molekularer Mechanismus des Zusammenhanges zwischen Markscheidenzerfall und Nervenzellschaden im Rahmen der Multiplen Sklerose

Preis für Grundlagenforschung in Sachsen-Anhalt 2004

aus der Presseinformation 217/2004 der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Mit dem Preis für Grundlagenforschung 2004 wurde Prof. Dr. Dr. Oliver Ullrich (34), Professor für Molekulare Immunologie an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität, ausgezeichnet. Prof. Ullrich ist als Dr. med. und Dr. rer. nat. zweifach promoviert und seit Dezember 2003 am Lehrstuhl für Immunologie der hiesigen Universität tätig. Die frühe Berufung des Preisträgers auf eine ordentliche Professur unterstreicht seinen außergewöhnlichen Werdegang.

Seine innovative Arbeit befasst sich mit der Identifikation neuer Mechanismen der entzündlichen Nervenzellschädigung, die durch Mikroglia, d. h. Immuneffektorzellen des Zentralen Nervensystems, vermittelt werden. Als Gegenstand seiner Untersuchungen wurde ein neuer Zusammenhang zwischen Markscheidenzerfall und Nervenzellschaden bei der Multiplen Sklerose identifiziert, der durch Aktivierung der Mikroglia vermittelt wird. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen wurden in bedeutenden nationalen und internationalen Fachzeitschriften publiziert und eröffnen neue therapeutische Möglichkeiten.

Der junge Wissenschaftler will ein entsprechendes Forschungsumfeld in Magdeburg schaffen und den Forschungspreis dazu nutzen, seine Arbeiten in Kooperation mit Partnern in Sachsen-Anhalt weiter auszubauen.

Dr. Armin Dadgar (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)

Optoelektronische und elektronische Bauelemente auf Si-Substraten

Preis für Angewandte Forschung in Sachsen-Anhalt 2004

aus der Presseinformation 217/2004 der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Dr. Armin Dadgar (38), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Experimentelle Physik, Abteilung Halbleiterepitaxie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, erhielt den Forschungspreis für angewandte Forschung. Der Preisträger weist eine hervorragende Publikationsliste in einschlägigen nationalen und internationalen Wissenschaftsjournalen auf. Ihm sind bereits mehrere Patente erteilt worden. Weitere Patente wurden inzwischen angemeldet.

Die Marktgängigkeit seiner Forschungsergebnisse haben dazu geführt, dass eine Firmenausgründung aus der Universität erfolgte. Dr. Dadgar gelang die Entwicklung von zwei unterschiedlichen Verfahren zur Herstellung rissfreier Gallium-Nitrid-Schichten. Das Anwendungspotenzial dieser universell einsetzbaren Methode wird vor allem in der preiswerteren und verbesserten Herstellung einer Vielzahl von Bauelementen gesehen und lässt somit einen hohen ökonomischen Nutzen erwarten, u. a. beim Einsatz im Beleuchtungssektor.

Die Herstellung von Gallium-Nitrid-Schichten auf Silizium ist seit mehreren Jahren ein internationaler Forschungsgegenstand. Und auf diesem Gebiet will der Preisträger weiter forschen, neue Projekte anstoßen und Ideen verwirklichen.