Zukunftsgestaltung im demographischen Umbruch. Impulse und Handlungsoptionen aus Sicht der WZW-Expertenplattform “Demographischer Wandel in Sachsen-Anhalt”

Der Prozess der Schrumpfung und Alterung ist vor allem in Ostdeutschland und insbesondere in Sachsen-Anhalt besonders ausgeprägt. Nach der Wiedervereinigung kam es in den neuen Bundesländern zu dramatischen Einbrüchen der Geburtenraten weit unter das Bestandserhaltungsniveau in Verbindung mit zahlreichen Fortzügen jüngerer und gut ausgebildeter Personengruppen vor allem nach Westdeutschland. Da diese Prozesse hochdynamisch, selektiv und regional mit unterschiedlicher Intensität erfolgen, sind Rückgang und Alterung der Bevölkerung sowie eine Polarisierung der Raumentwicklung in Wachstumsinseln und Schrumpfungsgebiete die Konsequenz. Das in Sachsen-Anhalt bereits eingetretene Ende des demographischen Wachstums wird in Westdeutschland erst zukünftig wirksam werden. Im Jahre 2009 wurde die “Expertenplattform Demographischer Wandel” ins Leben gerufen. Sie setzt sich aus Vertretern unterschiedlicher Disziplinen mit einem wesentlichen Fokus auf demographische Prozesse zusammen. Diese Projekte befassen sich jeweils mit unterschiedlichen Voraussetzungen des demographischen Wandels vor Ort und den damit verbundenen Herausforderungen und Handlungsoptionen. Behandelt werden u.a. die Themen nachhaltige Siedlungs- und Infrastrukturanpassung, regionale Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, Bildungs- und Qualifizierungsstrategien sowie familienfreundliche und alternssensible Wohn- und Lebensbedingungen.

Inhalt

  1. Winfried Kluth / Tom Karl Soller / Anja Nitschke / Julia Eichler / Anne Bernstein: Anpassung regional wirksamer Steuerungsinstrumente auf Grund des demographischen Wandels.
  2. Klaus Friedrich / Susanne Knabe / Barbara Warner: Demographischer Wandel in suburbanen Räumen.
  3. Ulrich Blum / Gerhard Heimpold / Walter Hyll / Franziska Jungermann / Lutz Schneider: Daseinsvorsorge und demographischer Wandel in peripheren Räumen. Wie gehen die Betroffenen mit dem Ausdünnen sozialer Infrastruktur um?
  4. Heinz P. Galler / Peter Bönisch / Annette Illy / Lukas Schreier: Der demographische Wandel als Herausforderung für die effiziente Bereitstellung kommunaler Leistungen.
  5. Christian Diedrich / Franziska Wolf / Kevin Schewel: Altersgerechte und sichere Mobilität in der Fläche.
  6. Lothar Koppers / Holger Baumann / Thomas Weichert / Volker Höcht: Schulfahrt – Demographiefeste Schulstandortplanung und -zuwegung im ÖPNV.
  7. Walter Thomi / Jana Meyer / Florian Ringel: Arbeitsplätze für die Zukunft. Die Bedeutung des demographischen Wandels für kleine und mittelständische Unternehmen.
  8. Manfred Becker / Cindy Kownatka: Wahrnehmung, Einstellung und Verhalten in altersdiversen Belegschaften.
  9. Wolfgang Weiß / Martin Petrick: Demographischer Wandel in ländlichen Regionen. Sozialökonomische Aspekte.
  10. Reinhold Sackmann / Walter Bartl: Gestalteter Wandel. Das Bildungssystem in schrumpfenden Regionen.
  11. Uwe Grelak /Peer Pasternack: Die Bildungs-IBA.
  12. Katrin John / Stephan Thomsen: Bestand und ökonomische Bedeutung kognitiver und nicht-kognitiver Fähigkeiten. Identifikation (bildungs-)politischer Handlungsbedarfe.
  13. Stefan Brämer / Sören Hirsch: IngWeb.de. Ingenieurwissenschaftliche Sensibilisierung an allgemein- und berufsbildenden Schulen.
  14. Hansheinz Kreuter/ Jürgen Maretzki: Neue Aufgaben für Hochschulen und Museen. Lebenslanges Lernen und demographischer Wandel.
  15. Gundula Hübner / Alexander Bauer / Ulrich H. P. Fischer-Hirchert / Margarete Landenberger / Wilfried Mau / Frithjof Meinel / Christian Reinboth / Susanne Siegmund / Sabine Treichel / Enrico Wilde: Länger selbstbestimmt leben.
  16. Peer Pasternack: Fazit: Vom Problemvorsprung zum Problemlösungsvorsprung.

Zitation

Uwe Grelak / Peer Pasternack (Red.) (2011): Zukunftsgestaltung im demographischen Umbruch. Impulse und Handlungsoptionen aus Sicht der WZW-Expertenplattform "Demographischer Wandel in Sachsen-Anhalt" (Schriftenreihe des WZW 07), WZW Wissenschaftszentrum Sachsen-Anhalt, Wittenberg, 68 S.