Vielfalt als Stärke. Anstöße zur Hochschulpolitik und Hochschulforschung

Die in diesem Band zusammengefassten Texte sind in einem begrenzten Zeitraum entstanden, zwischen 1996 und 2004. In ihnen dokumentieren sich Übergänge in der intellektuellen Biographie des Verfassers als Soziologe, als Hochschulforscher und als Angehöriger der Welt der Universitäten. Leitgedanke des Buches ist die – durch eigene Lebenserfahrung und Befunde der Hochschulforschung gestützte – These, dass die deutschen Hochschulen die Krisen und Umbrüche der letzten sieben Jahrzehnte trotz allem auch deshalb in so erstaunlicher Leistungsfähigkeit überstanden haben, weil es ihnen gelungen ist, ihre interne Fächervielfalt ebenso wie ihre föderale Pluralität zu erhalten. Gliederung:
  1. Die Universität im Zeitalter ihrer ökonomischen Rationalisierung.
  2. Hochschulerneuerung und Hochschulreform im Osten (Akademische Freiheit heute. – Stärkung der Hochschulleitung durch Stärkung der akademischen Selbstverwaltung. Eine Alternative zum Präsidialmodell. – Talare in Latzhosen. Interview mit Falk Bretschneider und Peer Pasternack. – Vierzehn Thesen zur Sondersituation der Hochschule im Osten Deutschlands. Eine Momentaufnahme).
  3. Halle und Sachsen-Anhalt: Universität in einem schwierigen Land (Anstöße zur Hochschulreform in Sachsen-Anhalt. – Mut zum Studium. – Die Hochschulen in Sachsen-Anhalt 1990-2010. Eine utopische Retrospektive zur Entwicklung der Hochschulen im Land Sachsen-Anhalt. Eine Bestandsaufnahme).
  4. Hochschulpolitische Anstöße und Vorstöße (Vielfalt als Stärke. Forschung an einer klassischen Volluniversität. – Bachelor- und Masterstudiengänge im internationalen Vergleich. – Umsetzungsorientierte Überlegungen am Beispiel von Soziologie und Politikwissenschaft. – Anmerkungen zum Berliner Wahlmodell und zur Demokratisierung von Hochschulen. – Universitätsreform – warum und zu welchem Ende? Zwölf Wittenberger Thesen).
  5. Im Spannungsfeld von Hochschulpolitik und Hochschulforschung (Zur Standortbestimmung der Hochschulforschung in Wittenberg. – Externe und interne Impulse zur Erneuerung der Qualitätssicherung in den Hochschulen. – Gleichberechtigte Akademikerinnen: Gleiche Rechte, gleiche Leistungen, ungleiche Chancen – warum? – Zum “neuen” Verhältnis von Hochschulen und staatlicher Wissenschaftsverwaltung in Deutschland. – Handlungsoptionen deutscher Universitäten: Im Kräftefeld von staatlicher Steuerung, Marktorientierung und akademischer Autonomie).

Zitation

Reinhard Kreckel (2004): Vielfalt als Stärke. Anstöße zur Hochschulpolitik und Hochschulforschung, Lemmens, Bonn, 203 S.