Relativ prosperierend. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: Die mitteldeutschen Region und ihre Hochschulen

Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen stellen in sozioökonomischer Hinsicht die leistungsstärkste Großregion Ostdeutschlands dar. Gemeinsam bezeichnen sich die drei Länder als “Region Mitteldeutschland” und untermauern dies durch diverse länderübergreifende Kooperationen. Zusammen haben sie neun Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Innerhalb Ostdeutschlands lässt die mitteldeutsche Region am ehesten erwarten, bis zum Auslaufen des Solidarpakts II im Jahre 2019 in die Nähe des zentralen Solidarpaktziels gelangen zu können: selbsttragende Entwicklungen. Gleichwohl ist die Entwicklung auch in den mitteldeutschen Ländern eine fragmentierte. Während sich einige Leistungsinseln herausbilden und stabilisieren, überwiegt gleichzeitig die Anzahl der Problemzonen.

Die in diesem Band versammelten Studien fragen danach, welchen Beitrag die Hochschulen leisten können, um die soziale und ökonomische Entwicklung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu stabilisieren:

  • Welches Entwicklungsniveau wurde im Vergleich zur Ausgangslage und zu den westdeutschen Bundesländern erreicht?
  • Wie haben es die mitteldeutschen Hochschulen vermocht, ihre Strukturen zu konsolidieren?
  • Wie platzieren sie sich in den allgemeinen Hochschulreformentwicklungen?
  • Mit welchen Veränderungen wird auf die demografischen, bildungswettbewerblichen und budgetären Herausforderungen reagiert?
  • Welche Beiträge leisten die mitteldeutschen Hochschulen, um zur Entwicklung ihrer Regionen beizutragen, die durch niedrige Fertilität, negative Wanderungsbilanz, klein- und mittelbetrieblich dominierte Wirtschaftsstrukturen sowie Produktivitätsrückstände und Innovationsschwächen bei fragmentierten Entwicklungen gekennzeichnet sind?
  • Welche regionsstabilisierende Rolle können und sollten die Hochschulen künftig spielen?

Inhalt

  1. Peer Pasternack: Dynamik und Fragmentierung. Die mitteldeutsche Region und ihre Hochschulen. Fragestellungen und Ausgangspunkte.
  2. Carsten von Wissel: Sozioökonomische Rahmenbedingungen.
  3. Klaudia Erhardt / Dirk Lewin / Peer Pasternack / Robert D. Reisz: Struktur und Ausstattung der mitteldeutschen Hochschullandschaft.
  4. Karsten König: Zwischen institutioneller Autonomie und Bundespolitik. Hochschulsteuerung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
  5. Roland Bloch / Anke Burkhardt / Anja Franz / Henning Schulze / Robert Schuster: Entwicklung und Reform der Struktur des wissenschaftlichen Hochschulpersonals.
  6. Robert Schuster: Gleichstellung und Gleichstellungsarbeit an Hochschulen.
  7. Thomas Ronneberger / Martin Winter: Studierendenreform und Studienstrukturen. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und ihre zehn Universitäten.
  8. Irene Lischka / Viola Herrmann / Teresa Falkenhagen: Mobilität der Studierenden.
  9. Viola Herrmann / Martin Winter: Zum Studium nach Ostdeutschland. Ergebnisse einer Befragung von westdeutschen Studierenden an Hochschulen in Sachsen-Anhalt und Thüringen.
  10. Peer Pasternack / Roland Bloch / Daniel Hechler / Henning Schulze: Lehre und Studium im Kontakt zur beruflichen Praxis. Hochschule-Praxis-Kooperationen an mitteldeutschen Hochschulen.
  11. Robert D. Reisz / Manfred Stock: Nichtstaatliche Hochschulen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
  12. Daniel Hechler / Peer Pasternack: Leistungsdaten und Reputation. Eine mitteldeutschland-spezifische Auswertung einschlägiger Hochschulleistungsvergleiche.
  13. Peer Pasternack: Die mitteldeutsche Forschungslandschaft.
  14. Carsten von Wissel: Die Hochschulen in regionalen Innovationsstrukturen.
  15. Peer Pasternack: Die mitteldeutsche Leistungsachse. Hochschulbildung und Forschung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Resümee und Schlussfolgerungen.

Zitation

Peer Pasternack (Hrsg.) (2010): Relativ prosperierend. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: Die mitteldeutschen Region und ihre Hochschulen. Akademische Verlagsanstalt, Leipzig, 547 S.