Evaluation des Kompetenzzentrums “Frauen für Naturwissenschaft und Technik” der Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommernen

Die konzeptuelle Grundlage für die Arbeit des Kompetenzzentrums bietet der Gender Mainstreaming Ansatz, der mittlerweile auch im Hochschulgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern verankert wurde. HoF Wittenberg wurde mit der Evaluation der ersten Projektphase 2001 bis 2003 beauftragt. Mit Dokumentenanalysen, Expert/inneninterviews und dem Vergleich mit anderen Projekten wurde die bisherige Arbeit des Kompetenzzentrums systematisiert und eingeschätzt. Dabei wird deutlich gemacht, dass die ursprüngliche Aufgabenstellung eine Erweiterung erfahren hat. Arbeitsfelder des Zentrums liegen auch in der hochschulinternen Sensibilisierung für geschlechtstypische Problemlagen, dem Angebot von Dienstleistungen wie etwa Bewerberinnentrainings, in der Kooperation mit Schulen und Arbeitsämtern, eigenständigen empirischen Erhebungen zur Verbesserung der Interventionsmöglichkeiten sowie der wissenschaftlichen Reflektion im Rahmen von Tagungen und Ringvorlesungen. Die Studie zeigt auch, dass die Funktionsträgerinnen und Funktionsträger an den Hochschulen der Arbeit des Kompetenzzentrums gegenüber aufgeschlossen sind und dieses auch in Zukunft unterstützen wollen. Allerdings sehen sich die Hochschulen trotz des wahrgenommenen Zusatznutzens nicht zur Finanzierung des Zentrums in der Lage.
Die Studie schießt mit der Frage nach den zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten des Kompetenzzentrums. Anhand der Szenario-Technik werden hierzu denkbare Aufgabenprofilierungen dargestellt, die von einem Kontinuitäts- über ein Konzentrations- bis hin zu einem Expansionsszenario reichen.
Inhaltliche Fragen beantworten Roland Bloch und Jens Hüttmann
Telefon: 03491/466-246 und -142
Email: bloch@hof.uni-halle.de, huettmann@hof.uni-halle.de

Zitation

Roland Bloch / Jens Hüttmann (2003): Evaluation des Kompetenzzentrums "Frauen für Naturwissenschaft und Technik" der Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommernen (HoF-Arbeitsbericht 4/2003), Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg, 48 S.