Das Menschenbild der PISA-Studie für Erwachsene: Grundlagen und Annahmen der internationalen OECD-Vergleichsstudie zur Messung des Kompetenzniveaus Erwachsener (PIAAC)

Seit der ersten Veröffentlichung der Ergebnisse des Programme for International Student Assessment (PISA) im Jahr 2001 hat es in Deutschland heftige Debatten über bildungspolitische Konsequenzen und den künftigen Kurs der Bildungspolitik nach dem “PISA-Schock” gegeben. Bildungspoltische Themen erfreuen sich seither großer Aufmerksamkeit und das allgemeine Bedürfnis nach Vergleichen scheint stetig zu steigen. Nun sollen voraussichtlich erstmals im Jahr 2011 auch die Kompetenzen Erwachsener im Rahmen des Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC) in den OECD-Mitgliedsstaaten gemessen und international verglichen werden. Bereits für die bildungspolitische Diskussion nach PISA war kennzeichnend, dass die Ergebnisse oft ohne Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen der Studie und den bildungspolitischen Zielstellungen der OECD für die unterschiedlichsten Positionen in Anspruch genommen wurden. In dieser qualitativen Untersuchung werden die theoretischen Annahmen und Prinzipien in Bezug auf den Menschen, die der Studie zugrunde liegen, anhand der Rekonstruktion des Menschenbildes von PIAAC herausgearbeitet.

Anja Franz, M.A., Dipl.-Des.: Studium der Soziologie und der Erziehungswissenschaften an den Universitäten Leipzig und Halle sowie der Fachrichtung Spiel- und Lernmitteldesign an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Hochschulforschung Wittenberg.

Zitation

Anja Franz (2010): Das Menschenbild der PISA-Studie für Erwachsene: Grundlagen und Annahmen der internationalen OECD-Vergleichsstudie zur Messung des Kompetenzniveaus Erwachsener (PIAAC). VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken, 136 S.