Wissenschaft und Stadtentwicklung in mittelgroßen Städten

Im Zuge wissensgesellschaftlicher Entwicklungen gehen immer mehr Städte dazu über, sich explizit als Orte der Wissenschaft zu inszenieren. Dabei müssen Spannungen zwischen der lokalen Verankerung der Hochschulen und Forschungsinstitute einerseits und des überlokalen Referenzraumes der Wissenschaft andererseits austariert werden. In mittelgroßen Städten tritt eines hinzu: Die Konzepte zu Wissensgesellschaft, Kreativer Stadt, Knowledge City, Wissensmilieus, aber auch Ansätze, die mit dem Attribut smart ihre Orientierung an Fragen der Digitalisierung signalisieren, gehen fraglos von großstädtischen Kontexten aus, wenn sie den Zusammenhang von Wissenschafts- und Stadtentwicklung thematisieren. Hochschulen in mittelgroßen Städten schließen in ihren Selbstbeschreibungen häufig daran an, ohne den fehlenden großstädtischen Kontext angemessen zu berücksichtigen. Was kann die Wissenschaft in solchen Städten (dennoch) für ihren Sitzort tun und was die jeweilige Stadt für die Wissenschaft in ihren Mauern?

Artikel (Auswahl)

Daniel Hechler / Peer Pasternack: Chancen der Nichtmetropolen. Hochschulen als Ressource der Stadtentwicklung, in: Peer Pasternack (Hg.): Wissensregion Sachsen-Anhalt. Hochschule, Bildung und Wissenschaft: Die Expertisen aus Wittenberg, Akademische Verlagsanstalt, Leipzig 2014, S. 20-24. Download

Daniel Hechler / Peer Pasternack: Hochschule in der Stadt. Metropolitane Konzepte und überwiegend nichtmetropolitane Bedingungen, in: Das Hochschulwesen 1-2/2014, S. 42-46. Download
Daniel Hechler / Peer Pasternack: Wissensproduktion in regionalen Netzwerken. Inhalts- und Formveränderungen der Wissenschaft: Modelle, Kritik, Erfahrungen, in: Peer Pasternack (Hg.), Jenseits der Metropolen. Hochschulen in demografisch herausgeforderten Regionen, Akademische Verlagsanstalt, Leipzig 2013, S. 89-114.  Download