Studierwilligkeit und Studienverzicht in alten und neuen Bundesländern im Vergleich

HoF (und seine Vorgängereinrichtung) führt seit 1991 Untersuchungen zur Entwicklung der Studierwilligkeit anhand von Befragungen in den Klassenstufen 10 bis 12/13 an Gymnasien durch. Anfangs waren diese – mit Ausnahme von Berlin – auf das Gebiet der neuen Bundesländer konzentriert. Dabei war in Ansatz gebracht worden, dass hier zunächst keinerlei Daten vorlagen, die eine fortschreibende Prognose der Studienberechtigten- und Studienanfängerzahlen wie in den alten Bundesländern ermöglichten, der gesamte wirtschaftlich-soziale Umbau und die damit verbundenen Verunsicherungen zudem zu erheblichem Schwankungen der Bildungs- und Studienabsichten führen könnten. Die Entwicklung der Studienanfängerzahlen an Hochschulen der neuen Bundesländer bestätigte dies. Dies war Anlass einer Ende 2001 mit Unterstützung des Kultusministeriums Sachsen-Anhalt außerplanmäßig durchgeführten Erhebung an 25 Gymnasien in diesem Bundesland. Sie ergab bemerkenswerte Resultate, wie den enormen Anstieg der Studierwilligkeit gegenüber der letzten Erhebung. Andererseits zeigten sich neue landesspezifische Probleme. Vor diesem Hintergrund erfolgte 2002 auch in anderen Bundesländern eine erneute Befragung. Im März 2005 startete die fünfte Wiederholung. Die Untersuchung ist konzentriert auf die neuen Bundesländer und Berlin. Seit 2002 erfolgt sie auch in Niedersachsen und ermöglicht damit Hinweise auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Entwicklungen in den alten und neuen Bundesländern.

Zentrale Publikationen

Irene Lischka (2006): Entwicklung der Studierwilligkeit (Hof-Arbeitsbericht 3/2006), Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg, 116 S. mehr...