Entwicklungen im Studiensystem
Unter der Überschrift "Entwicklungen im Studiensystem" rangieren einige Projekte, die sich mit Fragen der Entwicklung des Studienangebots, der Gestaltung von Studiengängen, der Studienplatzvergabe einschl. der Studienwerbung, der hochschulinternen Organisation und Prozesse der Studienreform, der Akkreditierung und der Übergänge von Schule auf Hochschule beschäftigen.
Aktueller Hintergrund ist der Bologna-Prozess, im Rahmen dessen das Studiensystem in Deutschland auf die gestufte und modularisierte Struktur umgestellt worden ist. Parallel dazu wurde auch ein neuartiges Qualitätssicherungssystem für die neuen Studiengänge eingeführt, die sog. Akkreditierungen. Diese für das Hochschulwesen, die Hochschulen und ihre Angehörigen einschneidenden Entwicklungen werden im Rahmen der nachfolgend aufgeführten Projekte untersucht.
Die im Rahmen dieser Projekte entstandenen Publikationen finden sich hier.
MitarbeiterInnen
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Studiengänge vor und nach der Bologna-Reform (2009)
Im Auftrag der Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI), einem Beratungsgremium der Bundesregierung, führte das Institut eine Untersuchung unter dem Titel „Qualitative Untersuchungen zur Umstellung der Studien-Curricula in Deutschland – Implikationen der gestuften Hochschul-Curricula auf die Innovationsfähigkeit Deutschlands“ durch.
In der empirischen Studie wurden das Studienangebot und die Studiencurricula dreier Fächer an drei Universitäten vor und nach der Bologna-Reform verglichen. Jeweils eines der drei Fächer gehört den Naturwissenschaften (Chemie), den Ingenieurwissenschaften (Maschinenbau) und den Geistes- und Sozialwissenschaften (Soziologie) an.
Im Zentrum der Untersuchung standen folgende Fragen: Wie hat sich das Studienangebot in den drei Fächern verändert? Welche Studiengänge wurden vor der Reform und werden nun in den neuen Bachelor-Master-Strukturen angeboten? Wurden neue Themen oder Forschungsfelder in die Studien-Curricula aufgenommen? Und/ oder wird das Studium von bestimmten Themen und Forschungsbereichen ‚entlastet’, sprich: auf diese verzichtet? Inwieweit stärken diese inhaltlichen Veränderungen die in der Arbeits- und Wissenschaftswelt nötigen Kompetenzen der Absolvent/innen für ihr späteres Berufsleben? Auf welche Weise werden die Anforderungen neuer Berufsfelder in das Curriculum integriert?
Im Rahmen des Projekts wurde ferner eine Teilstudie zur Arbeitgeberbefragung vom Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie Consulting Berlin (FiBS) durchführt. März 2009 begann das Projekt; Ende November 2009 ist der Bericht fertig gestellt worden:
Winter, Martin/Cleuvers, A. Birgitt/Anger, Yvonne 2010: Studiengänge vor und nach der Bologna-Reform. Vergleich von Studienangebot und Studiencurricula in den Fächern Chemie, Maschinenbau und Soziologie. Wittenberg: HoF-Arbeitsbericht 1/2010. URL: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_1_2010.pdf
Projektdurchführung:
- Martin Winter (Projektleitung)
- Birgit Cleuvers (FiBS)
- Yvonne Anger (HoF)
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Konstrukteur 2020 (2010-2012)
Das Projekt beschäftigt sich mit dem Wandel der Tätigkeitsfelder und Ausbildungskonzepte von Konstrukteuren und Konstrukteurinnen in Entwicklung und Produktion. Eine Projektbeschreibung ist auf den Seiten des Auftraggebers verfügbar:
http://www.acatech.de/de/projekte/laufende-projekte/konstrukteur-2020.html
Projektpartner:
- Institut für Produktentwicklung (IPEK) am KIT - Karlsruher Institut für Technologie
- Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) an der Leibniz Universität Hannover
Die Ausbildung und der Beruf des Konstrukteurs sind Gegenstand der Studie des Instituts. Gefragt wird nicht nur nach dem Status quo von Studium und Beschäftigung, sondern auch nach den künftigen Anforderungen. Dazu wurden Einschätzungen und Erfahrungen von Experten zum Beruf und Ausbildung des Konstrukteurs gesammelt. Die Experten sind Ingenieure bzw. werdende Ingenieure, die über ihre Ausbildung zum Ingenieur bzw. zum Beruf und Berufsbild des Ingenieurs, genauer: des Konstrukteurs, befragt wurden. Die Interviewpartner gehören fünf Gruppen an: Studierende, Absolventen, Studiendekane, Firmenvertreter und Verbandsvertreter.
Das Projekt wird von acatech, der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften gefördert.
Laufzeit: 10/2010 bis 03/2012
Projektdurchführung: Martin Winter
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Studienangebot, Studienplatzvergabe und Kapazitätsermittlung (2011-2012)
Die dem Projekt zugrunde liegende These ist, dass die Kombination von Bologna-Studienreform, institutionellen Reformen an den Hochschulen und einem demografisch bedingten, regional unterschiedlich starken Rückgang der potenziellen Studienanfänger das Studiensystem mittel- und langfristig stärker wettbewerblich ausrichten wird. Hinweise hierfür können sein: Veränderungen des Studienangebots, Veränderungen in den Vergabe-, Zulassungs- und Auswahlverfahren sowie die Einführung bzw. Verstärkung von Studienwerbung. Die empirische Untersuchung dieser Veränderungen im Studiensystem steht im Zentrum des Projekts. Es besteht aus vier Blöcken: erstens die vergleichende Analyse des Studienangebots vor und nach der Bologna-Reform an 20 ausgewählten Hochschulen in vier Bundesländern, „Stichjahre“ sind 2000 und 2011, zweitens die Erhebung der Zulassungsbeschränkungen und Vergabekriterien für diese Studiengänge, drittens die Erfassung der Organisationseinheiten für Marketing- und Studienwerbung an den Hochschulen sowie viertens eine Zusammenschau und Diskussion über die Konzepte der Kapazitätsermittlung und –planung in den Bundesländern.
Das Projekt wird vom BMBF gefördert.
Laufzeit: 6/2011-2/2012

Projektdurchführung:
- Martin Winter (Projektleitung)
- Annika Rathmann
- Doreen Trümpler
- Teresa Falkenhagen
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