Die demokratische Qualität der demokratischen Erneuerung: Humboldt-Universität und Universität Leipzig im Vergleich 1989-1995

Hielt es eine Fraktion für eine unerlässliche Bedingung der Herstellung demokratischer Hochschulverhältnisse, das demokratische Ziel mit demokratischen Verfahren zu erreichen, so sah eine andere Fraktion mit genau diesen demokratischen Verfahren das demokratische Ziel gefährdet. Die an der Humboldt-Universität stärker als andernorts ausgeprägte Partizipationsneigung und Konfliktbereitschaft bewirkte, dass die Auffassung, demokratische Ziele seien vorzugsweise mit demokratischen Verfahren zu erreichen, trotz ihrer relativen Schwäche permanent präsent war und in geringerem Maße ignoriert werden konnte als an der Universität Leipzig.

Zentrale Publikationen

Peer Pasternack: „Demokratische Erneuerung“. Eine universitätsgeschichtliche Untersuchung des ostdeutschen Hochschulumbaus 1989–1995. Mit zwei Fallstudien: Universität Leipzig und Humboldt-Universität zu Berlin, Beltz – Deutscher Studien Verlag, Weinheim 1999, 427 S.; auch unter http://www.hof.uni-halle.de/web/dateien/Demokratische-Erneuerung.pdf

Peer Pasternack: Die demokratische Qualität der demokratischen Erneuerung. Humboldt-Universität zu Berlin und (Karl-Marx-)Universität Leipzig 1989-1995, in: Jahrbuch für Universi-tätsgeschichte 2, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1999, S. 95-120; auch unter http://www.peer-pasternack.de/texte/demo%20erneuerung.pdf