Modernisierte Hochschulverwaltung mit vertragsförmigen Vereinbarungen

Erstmals seit der Einführung von Zielvereinbarungen und Hochschulverträgen Ende der 90er Jahre wurden die Zielvereinbarungen und Pakte zwischen Hochschulen und Ministerien in zehn Bundesländern ausführlich verglichen.

Sowohl die Inhalte der Dokumente als auch die Verhandlungsprozesse wurden analysiert. Im Ergebnis lassen sich bestehende Probleme und erste Lösungsansätze aufzeigen: Sowohl die Art der Verhandlungen als auch die verhandelten Themen deuten darauf hin, dass die Chancen einer kooperativen staatlichen Steuerung bisher nur in Einzelfällen tatsächlich zur Geltung kommen. Dabei wird auch deutlich, dass die Beteiligung von Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten und Personalvertretungen bisher nicht konzeptionell verankert wurde. Problematisch erweist sich vor allem die Frage, wie die neuen Steuerungsinstrumente die Angehörigen einer Hochschule motivieren können. Hier wird vorgeschlagen, die Bedeutung von Sanktionen zu überprüfen und zugleich mehr Augenmerk auf intelligent abgestufte und verflochtene Beteiligung und Mitbestimmung der Akteure an den Hochschulen zu setzen.

Laufzeit: 2004-2007

Das Projekt wurde durch die Hans-Böckler-Stiftung gefördert.

Zentrale Publikationen

Karsten König (2007): Kooperation wagen - 10 Jahre Hochschulsteuerung durch vertragsförmige Vereinbarungen (HoF-Arbeitsbericht 1/2007), Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg, 116 S. mehr...

Karsten König (Hrsg.) (2006): Verwandlung durch Verhandlung? Kontraktsteuerung im Hochschulsektor (= die hochschule 2/2006), Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg, 202 S. mehr...