Die Offene Arbeit in den evangelischen Kirchen der DDR

Seit den 1970er Jahren wurde innerhalb des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR ein alternativer Ansatz der Jugendarbeit entwickelt und umgesetzt. Dieser reagierte auf vor allem zwei Umfeldbedingungen: einerseits eine religionsferne Mehrheitsbevölkerung, andererseits ein politisch normiertes und normierendes Bildungs- und Erziehungssystem. Die sog. Offene Arbeit zielte darauf, einen Freiraum für politische Diskussionen, kulturelle Horizonterweiterung sowie individuelle und kollektive Selbstermächtigung zu schaffen. Mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur werden 2012/2013 der Forschungsstand zur Geschichte der Offenen Arbeit aufbereitet, im Rahmen einer Fallbeispieldarstellung die wissenschaftliche Begleitung einer Zeitzeugengruppe realisiert, die die Offene Arbeit innerhalb der evangelischen Jungen Gemeinde Halle-Neustadt dokumentiert, die Ergebnisse für die politische Bildungsarbeit aufbereitet und eine Magisterarbeit realisiert.

Website: www.oa-halle-neustadt.de

Zentrale Publikationen

Sebastian Bonk / Florian Key / Peer Pasternack (Hrsg.) (2013): Rebellion im Plattenbau. Die Offene Arbeit in Halle-Neustadt 1977–1983. Katalog zur Ausstellung, Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg, 50 S. mehr...

Artikel (Auswahl)

Sebastian Bonk / Florian Key / Peer Pasternack: Die Offene Arbeit in den Evangelischen Kirchen der DDR. Fallbeispiel Halle-Neustadt, in: Peer Pasternack (Hg.): Wissensregion Sachsen-Anhalt. Hochschule, Bildung und Wissenschaft: Die Expertisen aus Wittenberg, Akademische Verlagsanstalt, Leipzig 2014, S. 203-207. Download

Sebastian Bonk / Florian Key / Peer Pasternack (2012): Die Offene Arbeit in den Evangelischen Kirchen der DDR. Fallbeispiel Junge Gemeinde Halle-Neustadt, in: Peer Pasternack (Hrsg.), Hoch­schul- und Wissensgeschichte in zeithi­s­torischer Perspektive. 15 Jahre zeitgeschichtliche Forschung am Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF), Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg, S. 97-99. Download