Expertenplattform Demographischer Wandel in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt ist für viele andere Regionen ein Fenster in die Zukunft, jedenfalls was die Dynamik und die Auswirkungen des demographischen Wandels betrifft: In Deutschland ist das Bundesland, neben Mecklenburg-Vorpommern, die am stärksten vom demografischen Wandel betroffene Region.

Die Expertenplattform arbeitet seit 2009, bis 2013 am WZW, seit 2014 ist die Plattform am Interdisziplinären Zentrum für Altern Halle (IZAH) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg angesiedelt. Die Expertenplattformvereint die Wissenschaftler, die in Sachsen-Anhalt zu Fragen der Bewältigung des demographischen Wandels arbeiten. Ihre dezentrale Organisation stellt zweierlei sicher:

  • Es sind ebenso Universitäten und Fachhochschulen wie außeruniversitäre Institute beteiligt, und
  • es sind alle Fächergruppen vertreten, insbesondere die Sozialwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und die Medizin.

Insgesamt umfasst die Expertenplattform 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Mit der Plattform stellen sich die Wissenschaftseinrichtungen des Landes einer doppelten Aufgabe:

  • Sie machen Sachsen-Anhalt zum privilegierten Gegenstand ihrer Forschungen.
  • Zugleich werden sie ihrer Verantwortung gerecht, ihr Bundesland problemspezifisch an die überregionalen und internationalen Wissenskreisläufe anzuschließen.

Das Spektrum ihrer Themen ist breit:

  • Es reicht von der „Anpassung regional wirksamer Steuerungsinstrumente“ und „Daseinsvorsorge in peripheren Räumen“ über „Mobilität in der Fläche“ und „Die Bedeutung des demographischen Wandels für kleine und mittelständische Unternehmen“ bis hin zu „Demographischer Wandel in ländlichen Regionen“.
  • Behandelt werden sowohl Fragen der Stadtentwicklung als auch ländliche Räume. Im Mittelpunkt stehen dabei nachhaltige Siedlungs- und Infrastrukturanpassung.
  • Zahlreich vertreten sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit dem Thema Altern und Generationenbeziehungen befassen. Hier geht es vor allem um familienfreundliche und alterssensible Lebensbedingungen.
  • Die Entwicklungen im Beschäftigungssystem, insbesondere Qualifizierung und Arbeitsorganisation, sind gleichfalls prominent vertreten.
  • Ebenso werden Bildungsthemen intensiv bearbeitet: „Das Bildungssystem in schrumpfenden Regionen“, „Bestand und ökonomische Bedeutung kognitiver und nicht-kognitiver Fähigkeiten“, „Ingenieurwissenschaftliche Sensibilisierung an allgemein- und berufsbildenden Schulen“ oder „Hochschulentwicklung in demographisch herausgeforderten Regionen“.

Die Mitglieder der Expertenplattform verbindet neben dem wissenschaftlichen Austausch ein Ziel: auf Grundlage überregional vorhandener Wissensbestände und eigener Analysen die politischen Entscheidungsträger des Landes, der Gebietskörperschaften und Gemeinden zu den dynamischen Fragen des demographischen Wandels in ihrem politischen und administrativen Handeln zu beraten.

Zur stetig aktualisierten neuen Homepage der Expertenplattform

Kontakt

Prof. Dr. Peer Pasternack, Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF), peer.pasternack@hof.uni-halle.de

Prof. Dr. Andreas Simm, Interdisziplinären Zentrum für Altern Halle, andreas.simm@medizin.uni-halle.de