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Ulrich-Teichler-Preis für hervorragende Qualifikationsarbeiten in der Hochschulforschung (03.11.2011)
Die 2006 gegründete Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf) verleiht im Rahmen ihrer 7. Jahrestagung 2012 zum fünften Mal die von Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Teichler gestifteten und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Nachwuchspreise:
Ulrich-Teichler-Preis für hervorragende Dissertationen in der Hochschulforschung
Preis der Gesellschaft für Hochschulforschung für hervorragende Abschlussarbeiten (Diplom, Master)
Die Gesellschaft für Hochschulforschung möchte mit den Nachwuchspreisen besonders wichtige Arbeiten junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Öffentlichkeit herausstellen. Die prämierten Arbeiten sollen einen fundierten Beitrag zur fachlichen und professionellen Weiterentwicklung der Hochschulforschung als Disziplin leisten. Zu den Kriterien der Preisvergabe zählt der Erkenntnisgewinn für die Hochschulforschung in theoretischer, methodischer oder empirischer Hinsicht. Außerdem wird Wert auf die Relevanz der Forschungsergebnisse für die Hochschulpraxis gelegt.
Der Preis für die prämierte Dissertation besteht aus einem Druckkostenzuschuss in Höhe von maximal 2.000,- € sowie zusätzlich einem Preisgeld von 1.000,- €. Die Höhe des Preisgeldes für die prämierte Abschlussarbeit beträgt 1.000,- €.
Die Preise werden an Doktorandinnen und Doktoranden sowie Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen aus dem deutschsprachigen Raum (D, A, CH, LI) verliehen. Die Verfasserinnen und Verfasser müssen keine Mitglieder der Gesellschaft für Hochschulforschung sein. Die Arbeiten (deutsch oder englisch) müssen zum Zeitpunkt der Einreichung abgeschlossen und begutachtet sein; eingereicht werden können Arbeiten, die in den Jahren 2010 und 2011 abgeschlossen und begutachtet wurden. Vorschlagsberechtigt sind sowohl die Verfasserinnen und Verfasser der Arbeiten selbst als auch Personen, die mit der Arbeit gut vertraut sind. Die Wiedereineichung von Arbeiten aus Vorjahren ist nicht möglich.
Vorschläge für die Prämierung 2012 können ausschließlich in elektronischer Form bis zum 31. Januar 2012 beim Vorstand der Gesellschaft für Hochschulforschung eingereicht werden. Vorschläge sollen – neben der vorgeschlagenen Arbeit und unter Angabe ihrer Bewertung – ein einseitiges Abstract der Arbeit und zusätzlich ein wertendes Gutachten (in der Regel eines aus dem regulären Verfahren) enthalten. Über die eingereichten Arbeiten entscheidet eine Jury, die aus Mitgliedern der Gesellschaft für Hochschulforschung und Preisträgern des Vorjahres besteht. Die Prämierung der Arbeiten erfolgt im Rahmen der 7. Jahrestagung der Gesellschaft zum Thema „Wissenschaft als Beruf heute. Perspektiven des akademischen Nachwuchses in der Wissensgesellschaft“, die vom 9. bis 11. Mai 2012 in Wien stattfinden wird.
Gesellschaft für Hochschulforschung
Dr. Anke Burkhardt
Vorstandsmitglied
Institut für Hochschulforschung (HoF)
an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Collegienstr. 62
D-06886 Lutherstadt Wittenberg
E-Mail: anke.burkhardt@hof.uni-halle.de
Der Ausschreibungstext als PDF-Datei
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Hochschulen nach der Föderalismusreform (04.10.2011)
Zwischen den Hochschulsystemen der deutschen Bundesländer bestehen traditionell deutliche Unterschiede hinsichtlich des Finanzierungsinputs und des Forschungsoutputs. Die Föderalismusreform 2006 hatte den Anspruch erhoben, wettbewerbsföderalistische Aspekte im Hochschulwesen zu stärken – und damit sowohl den herkömmlichen kooperativen Föderalismus als auch die aktive Beteiligung des Bundes an der Hochschulentwicklung in den Hintergrund treten zu lassen. Im hier vorliegenden Band werden die Länderdifferenzen vor allem in solchen Bereichen untersucht, in denen die Gestaltungschancen der Länder mit der Föderalismusreform gestärkt wurden: Hochschulsteuerung, Studienreform sowie Personal- und Karrierestrukturen.
Im Ergebnis zeigt sich: In der Hochschulsteuerung setzen sich die einmal in den entsprechenden Reformdiskurs aufgenommenen Elemente langfristig in (fast) allen Bundesländern durch (Ausnahme: Studiengebühren). Unterschiede zwischen den Ländern finden sich allenfalls in der Geschwindigkeit, mit der Neuerungen politisch aufgenommen und umgesetzt werden. Auch bei der Studienreform sind die Angleichungsprozesse zwischen den Bundesländern und gemeinsame Entwicklungslinien bemerkenswert. Abgesehen vom Lehramtsstudium finden sich keine Sonderwege der Länder, kein Sonderweg Ost und auch keine bayerischen Bachelor oder ähnliches. In der Gestaltung der Personal- und Karrierestrukturen ist gleichfalls entweder eine Angleichung der Länder zu beobachten oder eine Entwicklung, die, insgesamt gesehen, in die gleiche Richtung weist. Auch kam es nach 2006 zu keiner entscheidenden Zäsur. Länderübergreifend bleibt es bei dem für das deutsche Hochschulsystem charakteristischen Flaschenhals akademischer Karriere mit einem großen Anteil risikobehaftet und weisungsabhängig Beschäftigter unterhalb der Professur und einem relativ kleinen und anteilig rückläufigen Anteil an Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern.
Wo es Differenzen zwischen den Ländern gibt und diese sich in jüngerer Zeit verstärkt haben, betrifft dies vorrangig solche Bereiche, die von der Föderalismusreform nur marginal oder gar nicht berührt wurden. Die Bereiche hingegen, in denen sich mit der Föderalismusreform 2006 den Ländern größere Gestaltungsspielräume eröffneten, sind eher durch Trends homogenisierender Entwicklungen – bei Abweichungen im Detail – gekennzeichnet. Insofern wurde und wird die Bedeutung der Föderalismusreform 2006 für den Hochschulbereich allgemein überschätzt.
Pasternack, Peer (Hg.): Hochschulen nach der Föderalismusreform,
Akademische Verlagsanstalt, Leipzig 2011, 368 S. ISBN 978-3-931982-67-6.
Der Band ist im Buchhandel bestellbar:
http://www.univerlag-leipzig.de/article.html;article_id,1233
Eine Leseprobe und das Inhaltsverzeichnis finden Sie hier: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/leseproben/LeseprobeHochschulenFoederalismus2011.pdf
Für inhaltliche Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. Peer Pasternack (peer.pasternack@hof.uni-halle.de; Tel. 03491 466-254)
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HoF-Report 2006 – 2010 dokumentiert Forschung, Nachwuchsförderung und Transfer (26.09.2011)
Das Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wurde 1996 gegründet. Sein drittes Jahrfünft 2006 bis 2010 wird im vorliegenden Report resümiert. Im Mittelpunkt des Reports stehen die 2006-2010 realisierten drei Forschungsprogramme: Föderalismus und Hochschulen; Nachwuchsförderung und wissenschaftliches Personal; Hochschulen in Ostdeutschland. Daneben werden die vier Kompetenzlinien des Instituts dargestellt: Hochschulbildung, Studienreform, Studierende; Governance, Qualitäts- und Organisationsentwicklung im Hochschulsektor; Gleichstellungsfragen und Gender-Politik im Hochschulsektor; Hochschulentwicklung in Sachsen-Anhalt.
In sechs thematischen Exkursen werden zudem ausgewählte Ergebnisse der Forschungsarbeiten resümiert: Wandel der Hochschulbildung und gesellschaftliche Entwicklung seit 1950; Bologna-Reform; Akademisierung der Frühpädagogik; Nachwuchsförderung, Karriereverläufe und Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft; Hochschulgovernance; ostdeutsche Hochschulen im demografischen Wandel.
Gehörten dem Institut im Berichtszeitraum insgesamt 36 Mitarbeiter/innen an, so waren im Durchschnitt 22 Personen beschäftigt, davon 17 Wissenschaftler/innen. Diese bearbeiteten 103 Projekte, davon 44 extern eingeworbene, die von 22 verschiedenen Drittmittelgebern finanziert wurden. 23 wissenschaftliche Veranstaltungen sind durch HoF realisiert worden. Aktive Nachwuchsförderung am Institut wird durch insgesamt elf bearbeitete Promotionsprojekte dokumentiert, von denen im Berichtszeitraum zwei erfolgreich abgeschlossen wurden. Der Forschungser- trag ist niedergelegt in 10 Monografien, zehn Sammelbänden und 33 Forschungsberichten.
Peer Pasternack: HoF-Report 2006 – 2010. Forschung, Nachwuchsförderung und Wissenstransfer am Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF-Arbeitsbericht 5‘2011), unt. Mitarb. v. Anke Burkhardt u. Barbara Schnalzger, m. Exkursen v. Anke Burkhardt, Karsten König, Peer Pasternack und Manfred Stock, hrsg. vom Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF), Halle-Wittenberg 2011, 90 S. ISSN 1436-3550.
Der Bericht kann hier heruntergeladen werden: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_5_2011.pdf
Eine Zusammenfassung finden Sie hier: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_5_2011_zus.pdf
Eine Druckversion kann hier bestellt werden: (institut@hof.uni-halle.de; Tel. 03491 466-254)
Für inhaltliche Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. Peer Pasternack (peer.pasternack@hof.uni-halle.de; Tel. 03491 466-254)
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DFG-Forschergruppe untersucht „Mechanismen der Elitebildung“ (13.09.2011)
Die Forschergruppe „Mechanismen der Elitebildung“ untersucht die Prozesse der Konstruktion und Herstellung von Exzellenz in zentralen Bildungsinstitutionen und Bildungsorten in Deutschland von der Vorschule bis zur Hochschule und deren Bedeutung für die Bildungsadressaten und Professionellen. In sechs Projektvorhaben werden unter der Perspektive von Mechanismen der Elitebildung die bildungspolitischen Diskurse um Exzellenz, das Zusammenspiel von Familie und Institutionen in Elementarbildung und Grundschule, das exklusive gymnasiale Schulsegment, Hochschulen mit einem Eliteanspruch sowie soziale Abgrenzungen in Peerwelten auch unter Berücksichtigung kontrastiver Vergleichsfälle in den Blick genommen. Dabei erfolgt eine methodisch innovative Verknüpfung mikroanalytisch abgerichteter qualitativer Studien mit diskursanalytischen Untersuchungen. Theoretisch werden mit dem Mechanismen-Konzept Verbindungen zwischen makrosoziologischen Theorien und Diagnosen zum Wandel des Bildungswesens mit interaktions- und akteursbezogenen Theorietraditionen hergestellt.
Die Forschergruppe nimmt ihre Arbeit für zunächst 3 Jahre im Oktober auf.
Neben einem Teilprojekt „Elitebildung an Hochschulen“ am Institut für Hochschulforschung wurden vier Projekte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und ein Projekt an der Universität Freiburg bewilligt. Sprecher der Forschergruppe ist Prof. Dr. Heinz-Hermann Krüger an der MLU, das Teilprojekt am Institut für Hochschulforschung wird von PD Dr. Manfred Stock und Prof. Dr. Reinhard Kreckel geleitet.
Projektbeschreibung: http://www.hof.uni-halle.de/projekte/elitehochschulen.htm
Ansprechpartner: PD Dr. Manfred Stock (Manfred.Stock@hof.uni-halle.de; 03491-466 212)
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Handbuch für Untersuchungen der Lehrpraxis und der Lehrbedingungen (18.08.2011)
Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung der Lehre im Hochschulbereich hat das Institut für Hochschulforschung die Lehrpraxis und die Lehrbedingungen mit einer Online-Befragung der Lehrenden untersucht. Das vorliegende Skalenhandbuch informiert über den Aufbau und die Anwendung des Erhebungsinstruments.
Die Bologna-Reform hat einen doppelten, quantitativen wie qualitativen Effekt auf die akademische Lehre: Es gibt einen zunehmenden Bedarf an Lehre und gleichzeitig einen erhöhten Anspruch an ihre Qualität. Die Fragen, ob und wie die deutschen Hochschulen diesen beiden Anforderungen gerecht werden können, sind damit auch verstärkt in den Fokus der Hochschulforschung getreten.
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojektes „Wer lehrt was unter welchen Bedingungen? Untersuchung der Struktur akademischer Lehre an deutschen Hochschulen“ wurde ein Online-Fragebogen entwickelt, mit dessen Ergebnissen die Lehre aus der Perspektive der Lehrenden dargestellt werden kann. Zentrale Themen waren u. a. Lehrzufriedenheit, Lehrengagement, Lehrmotivation, Weiterbildungsinteressen sowie Promotionsbedingungen.
Zur methodischen Fundierung erfolgte eine statistische Überprüfung des Fragebogens, die im vorliegenden Skalenhandbuch dokumentiert wird. Zugrunde gelegt ist jeweils ein Datensatz mit insgesamt 1538 Fällen. Das Handbuch dient der konzeptuellen Sicherung der quantitativ ermittelten Daten und beinhaltet daher neben der Beschreibung des Fragebogens Hinweise zur Reliabilität und Validität zentraler Skalen. Zur statistischen Fundierung der Validität wurden explorative Faktorenanalysen durchgeführt, die die angelegte Skalenstruktur weitgehend bestätigten bzw. teilweise zur Untergliederung der Skalen in separate Faktoren führten. Der vorliegende Bericht bietet so einen Maßstab zur Beurteilung erhobener und potenziell erhebbarer Daten zu Praxis und Bedingungen der Hochschullehre.
Das Handbuch informiert über den Aufbau und die Anwendung des Fragebogens und steigert die Interpretierbarkeit der Ergebnisse. Auf dieser Basis kann der Fragebogen für künftige Untersuchungen der Lehrpraxis und -bedingungen genutzt werden. Die Publikation der Auswertung der Befragung und weiterer Untersuchungsergebnisse ist für Anfang 2012 vorgesehen.
Bibliogr. Angaben: Anja Franz / Monique Lathan / Robert Schuster: Skalenhandbuch für Untersuchungen der Lehrpraxis und der Lehrbedingungen an deutschen Hochschulen. Dokumentation des Erhebungsinstrumentes (HoF-Arbeitsbericht 4’11). Unter Mitarbeit von Alexander Mitterle und Alexander Kühn. Hrsg. vom Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Halle/Wittenberg 2011, 79 S. ISSN 1436-3550. Download: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_4_2011.pdf
Zusammenfassung: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_4_2011.pdf_zus
Printausgaben der Arbeitsberichte können beim Institut für Hochschulforschung (HoF) bestellt werden: institut@hof.uni-halle.de
Ansprechpartner/innen:
Anja Franz: anja.franz@hof.uni-halle.de; 03491/466-254
Monique Lathan: monique.lathan@hof.uni-halle.de
Robert Schuster: robert.schuster@hof.uni-halle.de
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Promovierende veröffentlichen Podcasts zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte (10.08.2011)
Geschichte für die Ohren: Zwanzig Podcasts zu zeithistorischen Themen sind das Ergebnis der 7. Promovierendentage zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte, die Anfang August zum siebten Mal gemeinsam vom Institut für Hochschulforschung und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur veranstaltet wurden.
Die Podcasts umfassen ein breites Spektrum von lebens- und alltagsgeschichtlichen Zugängen, Fragen der aktuellen schulischen und medialen Vermittlung von DDR-Geschichte bis hin zu Detailstudien, beispielweise zum Umgang der ostdeutschen Hochschulen mit ihrer Zeitgeschichte oder zur Geschichte der Leipziger Stadtverwaltung zwischen Mauerbau und Mauerfall. Die Beiträge entstanden mit Unterstützung der Journalistin Vera Linß und sind abrufbar unter:
http://www.promovierendentage.de/projekte2011.php.
Für inhaltliche Fragen wenden Sie sich bitte an Henning Schulze: henning.schulze@hof.uni-halle.de.
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PiK-Abschlussbericht: Qualifikationsprofile für Pädagogik der Kindheit (21.07.2011)
Die frühpädagogische Ausbildungslandschaft ist in Bewegung geraten. Für das Programm „Profis in Kitas“ der Robert Bosch Stiftung hat das Institut für Hochschulforschung Ausbildungswege und Entwicklungstendenzen im Feld der Frühpädagogik analysiert.
Im frühpädagogischen Ausbildungssektor finden seit einigen Jahren dynamische Entwicklungen statt: Reformen in der postsekundaren Fachschulausbildung einerseits und Akademisierung unter Beteiligung sämtlicher Sektoren des tertiären Bereichs andererseits. Damit wird eine Mehrstufigkeit der Qualifikationen erzeugt, die unter anderem die Teilakademisierung des Berufsfeldes einschließt.
Diese Entwicklungen wecken vor allem bei Ausbildungsinteressenten und Studiengangsentwicklern das Bedürfnis nach stärkerer Vergleichbarkeit. Im Auftrag der Robert Bosch-Stiftung wurde daher die Frage untersucht, welche Charakteristika die frühpädagogischen Ausbildungsangebote auf den unterschiedlichen Ebenen aufweisen, aber auch welche Gemeinsamkeiten zu finden sind. HoF wertete hierfür die in den letzten Jahren entstandenen frühpädagogischen Fachqualifikationsrahmen auf inhaltliche und strukturelle Überschneidungen wie Abgrenzungen aus, systematisierte das Ausbildungs- sowie das Berufsfeld und stellte die Institutionentypen Fachschule für Sozialpädagogik und Hochschulen vergleichend dar. Eine von der Stiftung berufene Expertengruppe entwarf parallel ein „Erweitertes Qualifikationsprofil“. Dieses beschreibt jeweils für die Fachschul-, Bachelor- und Masterebene die zu erwerbenden Kompetenzen, gegliedert nach beruflichen Handlungsfeldern und Prozessschritten frühpädagogischen Handelns.
Die so entstandene Veröffentlichung ist zugleich die Abschlusspublikation der zweiten Förderphase des Robert-Bosch-Programms „Profis in Kitas“ (http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/994.asp), an dem HoF seit 2006 in verschiedenen Exper-tengruppen und mit Gutachten mitgewirkt hat (http://www.hof.uni-halle.de/projekte/elementarpaedagogik.htm).
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Robert Bosch Stiftung (Hrsg.): Qualifikationsprofile in Arbeitsfeldern der Pädagogik der Kindheit. Ausbildungswege im Überblick, Stuttgart 2011, 114 S. (Download)
Für inhaltliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Johannes Keil M.A (johannes.keil@hof.uni-halle Tel. 03491 466-236)
Prof. Dr. Peer Pasternack (peer.pasternack@hof.uni-halle.de; Tel. 03491 466-254)
Dr. Simone Stelzmüller (simone.stelzmueller@bosch-stiftung.de; Tel. 0711 460 84-596)
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Arbeitsbericht 3/2011: Universitäre Personalstruktur und Föderalismusreform (05.07.2011)
Infolge der Föderalismusreform kam es zur Aufhebung bundesweiter gesetzlicher Grundlagen für eine einheitliche Personalstruktur. Die vergleichende Analyse zeigt, dass die Landeshochschulgesetze trotz gestärkter Länderkompetenzen große Übereinstimmungen aufweisen. Auch statistische Analysen ergaben, dass es nach 2006 zu keiner entscheidenden Zäsur kam. Aktuelle Stellenausschreibungen betonen verstärkt die Einheit von Forschung und Lehre.
Die Föderalismusreform eröffnete den einzelnen Bundesländern rechtliche Entscheidungsfreiräume. Zugleich waren sie, bedingt durch die demografische Entwicklung, den bevorstehenden doppelten Abiturientenjahrgang, die Bologna-Reform und die Forderung nach einer dem OECD-Durchschnitt entsprechenden Studierendenquote, mit neuen Leistungsanforderungen konfrontiert, ohne dass mit einer adäquaten Aufstockung der Hochschulhaushalte gerechnet werden konnte. Angesichts der Unterschiede zwischen den Ländern im Hinblick auf Haushaltslage, Hochschulpersonalausstattung, Betreuungsrelation, Abschneiden im Exzellenzwettbewerb und Hochschulzugangsentwicklung war zu erwarten, dass es nach Wegfall der bundesweit bindenden Regelungen durch das Hochschulrahmengesetz zu einer landesspezifischen Ausdifferenzierung der Beschäftigungs- und Karrieremodelle kommen würde.
Die innerhalb der Untersuchung ermittelten empirischen Befunde hinterlassen bezüglich des föderalen Erscheinungsbildes, wie es sich bis zum Jahr 2009 abzeichnete, insgesamt jedoch einen eher gegenteiligen Gesamteindruck. Weitgehend zeigt sich eine Angleichung der Länder oder zumindest eine in die gleiche Richtung verlaufende Entwicklung. Trotz gestärkter Länderkompetenzen weisen die mehrheitlich neu gefassten Landeshochschulgesetze in Grundsatzfragen eine große Übereinstimmung auf: Es wird im Prinzip an der Abgrenzung zwischen der selbständig forschenden und lehrenden Professorenschaft im Beamtenverhältnis und den angestellten wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen im ‚Dienstleistungsmodus‘ festgehalten. Die Juniorprofessur hat sich zwar als eine der Habilitation gleichwertige Berufungsvoraussetzung durchgesetzt – allerdings, wegen der bis jetzt noch geringen Zahl von Juniorprofessuren (geschätzt auf aktuell max. 1.000), noch auf niedrigem Niveau. Dagegen fiel die Entscheidung für eine Einführung von ‚Lehr- bzw. Forschungsprofessuren‘ weniger einheitlich aus. Die Regelungsbandbreite reicht landesweit von einer unbefristeten Schwerpunktsetzung in der Lehre über Forschungsschwerpunkt mit zeitlicher Begrenzung bis hin zu expliziten Befristungen. Bei der Einführung neuer (lehrorientierter) Personalkategorien im Mitarbeiter/innenbereich waren die Länder indes zurückhaltender.
Die Befunde decken sich mit der Auswertung hochschulstatistischer Kennzahlen zur Entwicklung verschiedener Personalkategorien. In der Mehrzahl zeigt sich ein Homogenisierungstrend zwischen den Bundesländern. Heterogenisierung, d.h. eine Vertiefung von Unterschieden, stellt bisher die Ausnahme dar. Etwas häufiger sind Kennzahlen, für die keine eindeutige Tendenz zu identifizieren ist. Generell kam es nach 2006 im Ergebnis der quantitativ-statistischen Datenanalysen zu keiner entscheidenden Zäsur. Länderübergreifend bleibt es bei dem für das deutsche Universitätssystem charakteristischen ‚Flaschenhals‘ akademischer Karriere mit einem großen Anteil risikobehaftet und weisungsabhängig Beschäftigter unterhalb der Professur und einer relativ kleinen und anteilig rückläufigen Rate an dauerhaft und eigenverantwortlich tätigen Hochschullehrer/innen.
Bibliografische Angaben: Anja Franz / Claudia Kieslich / Robert Schuster / Doreen Trümpler: Entwicklung der universitären Personalstruktur im Kontext der Föderalismusreform (HoF-Arbeitsbericht 3’11). Unter Mitarbeit von Anke Burkhardt und Roland Bloch. Hrsg. vom Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Halle/Wittenberg 2011, 81 S. ISSN 1436-3550. Download: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_3_2011.pdf
Printausgaben der Arbeitsberichte können beim Institut für Hochschulforschung (HoF) bestellt werden: institut@hof.uni-halle.de
Telefon: 03491/466-254
Ansprechpartner/innen:
Anja Franz (anja.franz@hof.uni-halle.de)
Robert Schuster (robert.schuster@hof.uni-halle.de)
Doreen Trümpler (doreen.truempler@hof.uni-halle.de)
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Vergleichende Analyse frühpädagogischer Qualifikationsrahmen und Ausbildungsgänge (24.06.2011)
Die dynamischen Entwicklungen im frühpädagogischen Ausbildungssektor – Reformen in der Fachschulausbildung und Akademisierung unter Beteiligung sämtlicher Einrichtungen des tertiären Bereichs – wecken das Bedürfnis nach stärkerer Vergleichbarkeit. Dem widmet sich eine neue Studie aus dem Institut für Hochschulforschung (HoF). Ausgewertet werden darin 14 Ausbildungsdokumente wie Qualifikationsrahmen und Curricula.
Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen: Welchen Grad an Kompetenzorientierung weisen die Ausbildungsdokumente auf? In welchem Maß bilden sie berufliche Handlungsfelder der Frühpädagogik ab? Inwieweit finden sich Elemente mit hohem Professionalisierungspotenzial? Welche Kernkompetenzen definieren die Ausbildungsdokumente? Welche Unterschiede weisen Ausbildungsdokumente des akademischen Ausbildungssektors im Unterschied zum nichtakademischen auf?
Zentrale Ergebnisse:
(1) Zur curricularen Präsenz zentraler beruflicher Handlungsfelder:
- Die unmittelbare Arbeit mit den Kindern (und Jugendlichen) sowie das Handlungsfeld Organisation und Management sind in den Programmen stark vertreten. Erstere streut regelmäßig um etwa ein Fünftel der Inhalte bzw. Lernziele, letzteres um ein Drittel.
- Dagegen sind die Handlungsfelder „Arbeit mit den Eltern und Familienbildung“ und „sozialräumliche Vernetzung“ weithin unterrepräsentiert (0-9 % bzw. 3-15 % der Inhalte/Lernziele).
- Insgesamt sind die Streuungen der Präsenz der zentralen beruflichen Handlungsfelder in den einzelnen Dokumenten noch derart beträchtlich, dass aus der Gesamtbetrachtung einstweilen keine orientierenden Schlüsse gezogen werden können.
(2) Themen mit hohem Professionalisierungspotenzial ermöglichen besonders intensive Erfahrungen, um sich auf die typische Unsicherheitsbewältigung pädagogischer Handlungssituationen vorzubereiten:
- Die Methodenausbildung nimmt in der Regel einen desto größeren Umfang ein, je höher die Ausbildungsebene ist.
- Ebenso sind Elemente der Theorie-Praxis-Verflechtung und Möglichkeiten forschenden Lernens auf höheren Ausbildungsebenen tendenziell intensiver vorhanden.
(3) Kompetenz wird so verstanden, dass ‚Können’ und ‚Wollen’ in ihr miteinander verschmelzen. Kompetenz führt folglich Wissenserarbeitung, Fähigkeitsentwicklung und Fertigkeitserwerb und professionelle Haltung zusammen:
- Der Anteil von Lernzielen, die auf Fähigkeitsentwicklung und Fertigkeitserwerb gerichtet sind, ist in den Ausbildungsdokumenten in der Regel am größten. Er beträgt regelmäßig um die 60 %.
- Lernziele, die auf Wissenserarbeitung und Ausbildung einer professionellen Haltung orientieren, sind dagegen deutlich seltener. Sie streuen um jeweils ein Fünftel.
(4) Die Anzahl der Lernziele streut zwischen 30 und 833. Bei Ausbildungs- bzw. Studienprogrammen mit bis zu 833 Lernzielen stellt sich die Frage, ob diese Fülle von Lehrenden und Studierenden angemessen im Blick gehalten und im Studienalltag vollständig berücksichtigt werden kann.
Johannes Keil / Peer Pasternack: Frühpädagogisch kompetent. Kompetenzorientierung in Qualifikationsrahmen und Ausbildungsprogrammen der Frühpädagogik (HoF-Arbeitsbericht 2’11), Halle-Wittenberg 2011, 135 S. Download: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_2_2011.pdf
Zusammenfassung: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_2_2011_zus.pdf
Anhang: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_2_2011_anhang.pdf
Eine gedruckte Version kann beim Institut für Hochschulforschung bestellt werden:
Telefon: 03491/466-254
Telefax: 03491/466-255
Mail: institut@hof.uni-halle.de
Für inhaltliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. Peer Pasternack (peer.pasternack@hof.uni-halle.de)
Johannes Keil M.A. (johannes.keil@hof.uni-halle.de)
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Wettbewerb und Hochschulen - Dokumente der Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung (31.05.2011)
Die Präsentationen der Jahrestagung 2011 der Gesellschaft für Hochschulforschung „Wettbewerb und Hochschulen“ können in der folgenden Übersicht abgerufen werden. Bei Beiträgen, zu denen keine Folien vorliegen, haben wir das Abstract eingestellt.
Ein Archiv mit allen derzeit verfügbaren Präsentationen finden Sie hier (>20 MB): Download
Das vollständige Programm finden Sie hier: Programm Jahrestagung 2011
Der Reader zur Tagung kann hier heruntergeladen werden: Reader Jahrestagung 2011
Eine kleine Fotoauswahl kann hier heruntergeladen werden: Fotos Jahrestagung 2011
Brigitte Aulenbacher (Universität Linz) und Birgit Riegraf (Universität Paderborn): Economical Shift und demokratische Öffnungen – Uneindeutige Verhältnisse in der unternehmerischen und geschlechtergerechten Universität; Download
Fred G. Becker und Wögen N. Tadsen (Universität Bielefeld): Zum Wettbewerb von Hochschulen über „gute Lehre”: Ergebnisse einer Interviewserie mit Hochschulleitungen; Download
Andrea Bernhard (Universität Graz): Qualitätssicherung im internationalen Hochschulraum. Eine Fallstudie und Vergleichsanalyse von sechs nationalen Hochschulsystemen; Download
Roland Bloch und Carsten Würmann (HoF): Wettbewerb um was? Lehrende und Lehrstrukturen an deutschen Hochschulen; Download
Susan Böhmer (iFQ): Drittmittelförderung – Fluch oder Segen? Erfahrungen, Bewertungen und Einschätzungen von ProfessorInnen zum Fördersystem und den aktuellen Rahmenbedingungen für Forschende in Deutschland; Download
Kerstin Burck, Katharina Heil und Tatjana Rudi (Universität Mainz): Einflussfaktoren der Studienfachwahl im Zeitverlauf: Stabil oder variabel? Download
Wiebke Esdar und Julia Gorges (Universität Bielefeld): Up or Out – multiple Ziele und Zielkonflikte von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern; Download
Choni Flöther (INCHER): Hochschulen als Faktoren im regionalen Standortwettbewerb: (k)eine Gewinner-Verlierer-Story? Download
Andres Friedrichsmeier, Sarah Eberhard und Silke Fürst (Universität Münster): Neue Governance und der Wettbewerb um Sichtbarkeit; Download
Angelika Grabher und Jakob Hartl (IHS, Wien): Hiergeblieben? Einflüsse auf die Studien-ortswahl für weiterführende Studien unter deutschen Studierenden in Österreich; Download
Gerd Grözinger (Universität Flensburg) und Heinke Röbken (Universität Oldenburg): Wissenschaftliche Karrieren im Maschinenbau: eine netzwerktheoretische Analyse zum Reputationswettbewerb; Download
Cort-Denis Hachmeister (CHE): Erweiterung des CHE Forschungsrankings um weitere Dimensionen; Download
Nora Hangel und Diana Schmidt-Pfister (Universität Konstanz): Wettbewerb und Zusammenarbeit im (universitären) Forschungsalltag; Download
Fabian Hattke: Universitäre Leitungsorgane und strategische Steuerungsentscheidungen – eine explorative Analyse; Download
Justus Henke und Dieter Dohmen (FiBS, Berlin): Wirksamkeit von Anreiz- und Steuerungs-systemen der Bundesländer im Hinblick auf den Wettbewerb unter den Hochschulen; Download
Ester Höhle und Marius Herzog (INCHER): Wie lehrorientiert ist der akademische Nachwuchs wirklich? Erste Ergebnisse für Deutschland aus dem Projekt EUROAC; Download
Nathalie Huber (iFQ): Der (pan)europäische Wettbewerb von Forschungseinrichtungen um exzellente Postdocs im ERC Starting Grants Programm: Gemeinsam für die Stärkung des Europäischen Forschungsraums oder Jeder gegen Jeden?; Download
Otto Hüther (Universität Hamburg): Die Umsetzungen des NPM-Modells in den Landeshochschulgesetzen und deren Implikationen; Download
Kerstin Janson: Die Bedeutung von Absolventenstudien für die institutionelle Entwicklung von Hochschulen – ein empirisches Modell; Download
Linda Jochheim und Sascha Gerber (Universität Bochum): Vom Selbstverwaltungs- zum Managementmodell? Erste Ergebnisse zur Umsetzung neuer Steuerungsinstrumente an deutschen Universitäten; Download
Monika Jungbauer-Gans (Universität Nürnberg-Erlangen) und Christiane Gross (Universität Kiel): Erfolgsfaktoren von Habilitierten; Download
Barbara Kehm (INCHER): Überlegungen zu den Auswirkungen der 3. Förderlinie der Exzellenzinitiative; Download
Thamar Klein und Alexandra Kraatz (iFQ): Begutachtungsprozesse im Wettbewerb um Drittmittel: Das Beispiel Sonderforschungs-bereiche; Download
Maria Kondratjuk: Weiterbildung an Hochschulen – Profile, Potenziale, Professionalität. Akteure der Hochschulweiterbildung und deren Arbeitsprozesse; Download
Annette Kopatz (Universität Bielefeld) und Jana Scheibach (Universität Bamberg): Wettbewerb durch hochschulinterne leistungsorientierte Mittelzuweisung; Download
Fabian Kratz und Bernadette Huyer-May (IHF): Geschlecht und Promotion – eine empirische Analyse geschlechtsspezifischer Unterschiede der Wahrscheinlichkeit und des Nutzens einer Promotion; Download
René Krempkow (iFQ): Matthäus-Effekte oder Steuerungseffekte? Eine Analyse zur leistungsorientierten Mittelvergabe an Medizin-Fakultäten in Deutschland; Download
Thorsten Lenz und Günter Raßer (IHF): Die deutsche Forschungslandschaft im Vergleich – Forschung im Wettbewerb der Bundesländer; Download
Markus Lörz und Heiko Quast (HIS): Differenzierung des Hochschulsystems und Auswirkungen auf die soziale Ungleichheit: Herkunftsspezifische Unterschiede in der Hochschulwahl; Download
Harry Müller (Universität Münster): Messen, Bewerten, Vergleichen – Forschungsleistungsmessung mit Google Scholar; Download
Ariane Neumann (Universität Erfurt): Wissenschaft zwischen Exzellenz und Wettbewerb. Deutungskämpfe um Leitideen im Kontext der Exzellenzinitiative; Download
Margit Osterloh (Universität Zürich): Unternehmen Wissenschaft oder Gelehrtenrepublik? Download
Hilke Rebenstorf und Margret Bülow-Schramm (Universität Hamburg): Forschungsbasierte Entwicklung von hochschul-didaktischer Innovationen zur Verbesserung der Lehre – ein kooperativer Ansatz; Download
Ralph Stegmüller und Elke Wild (Universität Bielefeld): Die organisationale Bindung von Professor/innen: Zur Rolle der Passung zwischen Individuum, Stelle und Organisation; Download
Isabel Steinhardt, Anna Kosmützky, Nadine Merkator und Christian Schneijderberg: Die HoFoNa-Studie; Download
Manfred Stock (HoF): Akademische Bildung und Elitebildung; Download; Soziale Welt 2/2011: Akademische Bildung und die Unterscheidung von Breiten- und Elitebildung
Thimo von Stuckrad (TU Berlin): Wie lernen Universitäten aus externen Evaluationen ihrer Forschung? Download
Lena Ulbricht: Der dritte Bildungsweg in den Bundesländern. Erklärung verschiedener Politiken der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung; Download
Diana Urban und Dorothee M. Meister (Universität Paderborn): Hochschuldidaktik – Professionalisierung unter dem Einfluss von Hochschulent-wicklung und Wettbewerb; Download
Dietmar J. Wetzel (Universität Bern): Dispositive des Wettbewerbs: das Beispiel der „exzellenten Universität"; Download
Martin Winter (HoF): Wettbewerb um Studierende; Download
Nicolas Winterhager (INCHER): Effiziente Forschung? Empirische Ergebnisse aus Deutschland und Österreich; Download
Gökhan Yetisen (Universität Duisburg-Essen): Etablierte und Außenseiterbeziehung im deutschen Wissenschaftsbetrieb; Download
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Ulrich-Teichler-Preis in Wittenberg verliehen (12.05.2011)
Im Rahmen der Tagung „Wettbewerb und Hochschulen“ in Wittenberg wurden der Ulrich-Teichler-Preis für hervorragende Dissertationen und Preis der Gesellschaft für Hochschulfor-schung für hervorragende Abschlussarbeiten in der Hochschulforschung 2011 verliehen. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Tagung „Wettbewerb und Hochschulen“ im historischen Hörsaal des Lutherhauses Wittenberg statt.
Der Ulrich-Teichler-Preis wurde 2008 zum ersten Mal vergeben.
Der Kasseler Hochschulforscher, Professor Dr. Ulrich Teichler (Internationales Zentrum für Hochschulforschung Kassel) hat den Preis gestiftet, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anzuregen, sich mit Fragen der Hochschulforschung wissenschaftlich auseinanderzusetzen. Zugleich sollen herausragende Nachwuchsarbeiten zu dieser Thematik stärker in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Die Initiative wird vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft (BMBF) unterstützt, so dass Dank der zusätzlichen Förderung jeweils zwei Preise für Dissertationen und Abschlussarbeiten vergeben werden können.
Aus den 23 eingereichten Arbeiten wurden von einer sechsköpfigen Jury die folgenden Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt:
Grit Würmseer von der Technischen Universität Dortmund für ihre Dissertation “Auf dem Weg zu neuen Hochschultypen – Eine organisationssoziologische Analyse der Identität von Fachhochschulen und Universitäten vor dem Hintergrund hochschulpolitischer Reformen“ und Otto Hüther von der Universität Hamburg für seine Dissertation „Von der Kollegialität zur Hierarchie? Eine Analyse des New Managerialism in den Landeshochschulgesetzen“ sowie Harry Müller von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster für seine Masterarbeit „Die Messung von Forschungsleistungen mittels Zitationen“ und Maren Iffländer von der Universität Erlangen-Nürnberg für ihre Diplomarbeit „Kulturelle Vielfalt und Qualität im Bologna-Prozeß”. Außerdem wurden zwei Annerkennungsurkunden vergeben: Magdalena Kretschmer, Studentin der Erziehungswissenschaft an der Universität Münster erhielt für ihre Magisterarbeit „Das Angebot hochschuleigener Career Services vor dem Hintergrund kompetenzorientierter Modelle zur berufsbiographischen Gestaltung“ die Anerkennungsurkunde in der Kategorie Abschlussarbeiten. In der Kategorie Dissertationen sprach die Jury Eva Bosbach Anerkennung für ihre Arbeit zum Thema „Promotion in den Geisteswissenschaften. Modelle der Doktorandenausbildung in Deutschland und den USA am Beispiel der Muttersprachenphilologie Germanistik und English Studies“ an der Philosophischen Fakultät der Universität Köln aus.
Um die Auszeichnungen können sich Doktorandinnen und Doktoranden sowie Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen aus dem deutschsprachigen Raum (D, A, CH) bewerben. Die Verfasserinnen und Verfasser müssen nicht Mitglied der Gesellschaft für Hochschulforschung sein. Über die eingereichten Arbeiten entscheidet eine vom Vorstand der Gesellschaft für Hochschulforschung eingesetzte Jury, der Hochschulforscherinnen und Hochschulforscher aus unterschiedlichen Disziplinen angehören.
Gesellschaft für Hochschulforschung
Dr. Anke Burkhardt
Institut für Hochschulforschung (HoF)
an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Collegienstr. 62
06886 Lutherstadt Wittenberg
(anke.burkhardt@hof.uni-halle.de)
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die hochschule 1/2011: Hochschulföderalismus (11.05.2011)
Das neue Heft der Zeitschrift „die hochschule“ bilanziert die Folgen der Föderalismusreform für den Hochschulbereich. Geschärft wird diese Bestandsaufnahme durch eine international vergleichende Perspektive, die exemplarisch die deutschen Entwicklungen mit den Föderalismusmodellen in Kanada und der Schweiz kontrastiert.
Vor der Föderalismusreform 2006 wurde überwiegend das Bild eines zwar föderal verfassten, aber weitgehend homogenen Hochschulwesens in Deutschland gezeichnet. Mit der Reform auferlegten sich die Länder einen Qualitätswettbewerb, der explizit auf föderale Differenzierung setzt. Die sozialwissenschaftliche Hochschulforschung hat sich lange zurückhaltend bezüglich föderalismusspezifischer Analysen verhalten. Vielfach wurde vereinfachend ein einheitliches ‚deutsches Hochschulsystem‘ als gegeben unterstellt. Diese Betrachtungsweise lässt sich so nicht mehr aufrecht erhalten. Es stellen sich jetzt neue Fragen: nach föderaler Verwettbewerblichung, nach Differenzierung mit sechzehn je eigenen Hochschulsystemen oder nach verstärkter Bezugnahme aufeinander mit dem Ergebnis dann doch wieder eintretender Homogenisierung. Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich die aktuelle Ausgabe der „hochschule“. Beleuchtet wird dabei nicht allein der deutsche Hochschulföderalismus: Über die Darstellung des schweizerischen und kanadischen Bildungsföderalismus findet zudem eine international vergleichende Kontextualisierung der deutschen Entwicklungen statt.
Der Schwerpunkt umfasst die folgenden Beiträge:
- Peer Pasternack: Sechzehn plus eins. Der deutsche Hochschulföderalismus
- Margrit Seckelmann: Transparenzschaffung oder neue Intransparenzen? Eine Bilanz der Föderalismusreform (2006/09) im Bereich der Wissenschaftspolitik
- Ursula Münch: Bildungsföderalismus im Hochschulbereich
- Otto Hüther: New Managerialism? Gemeinsamkeiten und Differenzen der Leitungsmodelle in den Landeshochschulgesetzen
- Peer Pasternack; Henning Schulze: Gestärkter Bund und selbstbewusste Kantone. Wissenschaftssystem und Föderalismus in der Schweiz
- Gangolf Braband: Eine gesamtstaatliche Aufgabe? Hochschulpolitik in Kanada und Deutschland
Neben dem Themenschwerpunkt vereinen die Rubriken „Forum“ und „Geschichte“ folgende Beiträge:
- Irmela Blüthmann; Felicitas Thiel; Christine Wolfgramm: Abbruchtendenzen in den Bachelorstudiengängen. Individuelle Schwierigkeiten oder mangelhafte Studienbedingungen?
- Peter Neitzsch: Die Unterschiede bleiben. Ein internationaler Vergleich zur Konvergenz von Hochschulsystemen
- Ulf Banscherus; Klemens Himpele; Sonja Staack: Die soziale Dimension: Der blinde Fleck im Bologna-Prozess
- Anja Hlawatsch; Cornelia Raue: The Shift from Teaching to Learning. Eine überfällige Anpassung der Evaluationskonzepte des Hochschulcontrollings
- Jürgen Angelow: Bildung in symbolträchtigen Räumen. Zur Bau- und Nutzungsgeschichte der Potsdamer Universitätsstandorte vor 1990
Zudem werden relevante Publikationen im Bereich Hochschul-, Bildungs- und Wissenschaftsforschungen rezensiert und die regelmäßige Fortsetzung der Bibliografie zur Wissenschafts- und Hochschulgeschichte Ostdeutschlands seit 1945 veröffentlicht.
Die Zeitschrift erscheint zweimal im Jahr; das Einzelheft kostet 17,50 Euro, das Abonnement 34,- Euro (für PrivatabonnentInnen 19,- Euro).
Peer Pasternack (Hg.): Hochschulföderalismus (= die hochschule 1/2011). Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg 2011, 217 S. ISBN 978-3-937573-25-0. € 17,50.
Bestellungen an:
Institut für Hochschulforschung (HoF)
Vertrieb „die hochschule“
Collegienstraße 62
06886 Wittenberg
E-Mail: institut@hof.uni-halle.de
Fax: 03491/466-255
Tel. 03491/466-254
Für inhaltliche Fragen:
Prof. Dr. Peer Pasternack ( peer.pasternack@hof.uni-halle.de)
Tel.: 03491 - 466 147
Weitere Informationen:
http://www.die-hochschule.de
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Wettbewerb und Hochschulen - Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung (05.05.2011)
„Wettbewerb und Hochschulen“ ist in den letzten Jahrzehnten zu einem zentralen Begriffspaar geworden, und dies nicht nur in der hochschulpolitischen Debatte, sondern auch in der Hochschulpraxis: Der Wettbewerb bzw. die Wettbewerbsidee und der Wettbewerbsgedanke sind international, auf der Ebene der Bundesländer wie der Organisation und auch bei den Personen zunehmend präsent. Nationalstaatliche Hochschulsysteme, so heißt es immer häufiger, konkurrierten miteinander. Viele Hochschulen verorten sich selbst im internationalen Wettbewerb und verstehen sich als „global player“ bzw. wird dieser Anspruch an sie herangetragen. In der Bundesrepublik sollte die Föderalismusreform von 2006 den Wettbewerb zwischen den Bundesländern fördern. Konkret im Wettbewerb miteinander stehen verstärkt die Hochschulen: Sie konkurrieren um Wissenschaftspersonal, um Dritt- und Fördermittel, Studienanfänger/innen, Studienwechsler/innen etc. Fakultäten, Fachbereiche, Departments, Institute und Seminare stehen in Konkurrenz zueinander – sowohl innerhalb der eigenen Hochschule als auch hochschulübergreifend. Auf personaler Ebene wetteifern die Wissenschaftler/innen um Geltungsansprüche wissenschaftlicher Erklärungen und Deutungen, um materielle, finanzielle und räumliche Ressourcen, um Stellen, Reputation, Kontakte, Titel, Preise und die Studierenden um Studienplätze, finanzielle Förderung und anschließende Beschäftigungsmöglichkeiten.
Ausgerichtet vom Institut für Hochschulforschung (HoF) Halle-Wittenberg widmet sich die 6. Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung vom 12. bis 13. Mai 2011 in Wittenberg umfassend diesem Thema.
Auf einer Abendveranstaltung am 12. Mai werden die Ulrich-Teichler-Preise für hervorragende Qualifizierungsarbeiten in der Hochschulforschung verliehen.
Für den 11. Mai hat der Nachwuchs der Hochschulforscherinnen und Hochschulforscher (hofona) das ExpertInnenforum „Potenzielle Arbeitgeber für Hochschulforschende“ organisiert.
Wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam mit uns über Wettbewerb und Hochschulen zu diskutieren und würden uns freuen, Sie im Mai in Lutherstadt Wittenberg begrüßen zu können.
Prof. Dr. Margret Bülow-Schramm, Vorsitzende GfHf
Prof. Dr. Peer Pasternack, Direktor HoF Halle-Wittenberg
Das vollständige Programm finden Sie hier: Programm Jahrestagung 2011.
Der Reader zur Tagung kann hier heruntergeladen werden: Reader Jahrestagung 2011.
Ansprechpartner
Carsten Würmann und Anne Krüger
E-Mail: anne.krueger@hof.uni-halle.de
Telefon: 03491-466-254
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Zwei Arbeitsberichte zu ostdeutschen Hochschulen und ihrer DDR-Geschichte (18.04.2011)
Den ostdeutschen Hochschulen wurde und wird immer wieder attestiert, sich nur unzureichend mit ihrer eigenen Vergangenheit in der DDR auseinanderzusetzen: Sie hätten während des politischen Umbruchs 1989 abseits gestanden und auch in den Jahren danach kaum etwas unternommen, um ihre Rolle in der DDR glaubhaft und kritisch zu untersuchen. Durchweg fehle der Wille zur Aufarbeitung. Doch diese Kritik formuliert primär einen Eindruck, nicht das Ergebnis einer Analyse. Diese hat das Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg nun vorgenommen und in zwei Forschungsberichten dokumentiert.
Zunächst erfolgt eine Sondierung des Literaturfeldes zur ostdeutschen Wissenschaftsgeschichte nach 1945: Rund 3.500 selbstständige Publikationen sind seit 1990 zu diesem Thema erschienen. Wird diese Literatur hinsichtlich des Verhältnisses von Wissenschaft und Politik ausgewertet und ein Vergleich zur ehemaligen Bundesrepublik gezogen, so zeigt sich: Das Wissenschaft-Politik-Verhältnis in der DDR war durch Heteronomie charakterisiert, die zwar im Einzelfall durch Teilautonomie-Arrangements relativiert werden konnte, welche aber fortwährend prekär blieben.
Eine Bestandsaufnahme des Umgangs der 54 ostdeutschen Hochschulen mit ihrer Zeitgeschichte nimmt die von den Hochschulen initiierten Publikationen (511 selbstständig erschienene Titel) genauer in den Blick. Darüber hinaus werden Ausstellungen, Hochschulzeitschriften, Denkmäler bzw. Gedenkzeichen und die Internetauftritte ausgewertet: Diese Medien sind besonders geeignet, den Grad der Verankerung der Zeitgeschichte auch im Hochschulalltag anzuzeigen.
Eine Tiefensondierung Hochschulaktivitäten, die eigene Zeitgeschichte aufzuarbeiten, zeigt: Diese sind einerseits zwar durchwachsen und in der Regel wenig systematisch, andererseits aber durchaus weit gefächert. Insgesamt dominiert ein erratisches Vorgehen. Zumeist ausgelöst durch Hochschuljubiläen oder (seltener) Skandalisierungen gelingt es nur in Einzelfällen, Kontinuität aufrecht zu erhalten. Große Unterschiede bestehen zwischen den einzelnen Hochschultypen. Eine Konzentration der hochzeitgeschichtlichen Aktivitäten ist an den Universitäten – und hier wiederum bei den traditionellen Einrichtungen – festzustellen. Daneben sind aber auch deutliche Streuungen zwischen den Hochschulen eines Typs, ja selbst innerhalb einer Hochschule zu beobachten: So weisen manche sehr forschungsaktive Hochschulen unzulängliche Internetpräsentationen der eigenen Zeitgeschichte auf, während andere sehr aktiv im Ausstellungsgeschehen sind, aber auf zeitgeschichtsbezogene Skandalisierungen nicht angemessen zu reagieren vermögen.
Den Abschluss der Analyse bilden Handlungsempfehlungen. Dies folgen einem realistischen Ansatz: Wie kann unter Berücksichtigung einschränkender Rahmenbedingungen – z.B. Ressourcenproblemen – ein adäquater Umgang mit der hochschulischen Zeitgeschichte gefunden werden?
Bibliografische Angaben
Peer Pasternack: Wissenschaft und Politik in der DDR. Rekonstruktion und Literaturbericht (HoF-Arbeitsbericht 4’10), hrsg. vom Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF), Wittenberg 2010, 79 S. ISSN 1436-3550. ISBN 978-3-937573-23-6.
Download: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_4_2010.pdf
Daniel Hechler / Peer Pasternack: Deutungskompetenz in der Selbstanwendung. Der Umgang der ostdeutschen Hochschulen mit ihrer Zeitgeschichte (HoF-Arbeitsbericht 1’11), hrsg. vom Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF), Halle-Wittenberg 2011, 225 S. ISSN 1436-3550. ISBN 978-3-937573-24-3.
Download: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_1_2011.pdf
Die wichtigsten Ergebnisse: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_1_2011_zus.pdf
Printausgaben der Arbeitsberichte können beim Institut für Hochschulforschung (HoF) bestellt werden: institut@hof.uni-halle.de
Ansprechpartner
Prof. Dr. Peer Pasternack (peer.pasternack@hof.uni-halle.de)
Daniel Hechler M.A. (daniel.hechler@hof.uni-halle.de)
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7. Promovierendentage zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte (06.03.2011)
Das Web 2.0 arbeitet sich langsam auch in die Geschichtswissenschaft vor (siehe u.a. http://www.histnet.ch/repository/hnwps/hnwps-02.pdf). Während sich die Zunft noch uneins darüber ist, welche Rolle sie den Neuen Medien bei der Verbreitung ihrer Erkenntnisse einräumen will, entwickeln sich diese in rasanter Geschwindigkeit weiter. Dem Erwerb von Kompetenzen zum Herstellen von content wird bisher in HistorikerInnenkreisen nur wenig Aufmerksamkeit gewidmet. An dieser Leerstelle setzt der methodische Schwerpunkt der 7. Promovierendentage zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte an, zu denen das Institut für Hochschulforschung (HoF) und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vom 4. bis 7. August 2011 nach Lutherstadt Wittenberg einladen. Gegenstand des in die Veranstaltung integrierten Methodenworkshops ist in diesem Jahr die Herstellung eines professionellen zeithistorischen Podcasts unter Leitung von Vera Linß (DLR-Kultur/ARD-Hörfunk).
Die Promovierendentage richten sich an Doktorandinnen und Doktoranden, die eine Dissertation zur deutschen Zeitgeschichte nach 1945 schreiben oder beabsichtigen, dies zu tun. Besonders willkommen sind Promovierende, die sich mit Fragen der Teilungs- sowie der DDR-Geschichte beschäftigen. Die Veranstaltung zielt auf die Vermittlung von Methoden, Inhalten und Techniken im Umgang mit "Streitgeschichte"; gleichzeitig soll der inhaltlich-thematische Austausch der Doktorandinnen und Doktoranden und ihre aktive Vernetzung innerhalb des Forschungsfelds gefördert werden.
Der diesjährige Praxis-Workshop widmet sich den Techniken des „Schreibens fürs Hören“ und der Produktion eines Podcasts zum jeweiligen Promotionsthema der Teilnehmenden. Der Workshop richtet sich dabei ausdrücklich auch an diejenigen Promovierenden, die über keine oder nur geringe Vorkenntnisse für journalistische Arbeit oder im Umgang mit der einschlägigen Technik/Software verfügen. Gerahmt wird dieser praktische Teil von über die Tage verteilten Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen, u.a. zum Umgang der ostdeutschen Hochschulen mit ihrer Zeitgeschichte und „konkurrierenden Deutungen von DDR“.
Das Programm finden Sie hier.
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Es wird ein Teilnehmerbetrag von 50 € erhoben, mit dem die Übernachtungskosten, Mahlzeiten sowie Vorbereitungsmaterialien abgegolten sind. Fahrtkosten werden nicht erstattet. Eine nur zeitweilige Teilnahme an den Promovierendentagen ist nicht möglich. Während der Veranstaltung wird eine Kinderbetreuung organisiert.
DEADLINE FÜR KURZENTSCHLOSSENE:
Bewerbungen für die „7. Promovierendentage“ sind noch möglich bis zum 15. Juni 2011 an Henning Schulze unter henning.schulze@hof.uni-halle.de
Bitte senden Sie mit Ihrer Teilnahmeabsicht einen kurzen akademischen Lebenslauf (halbe Seite) sowie eine Kurzbeschreibung Ihres Dissertations-Projektes (eine Seite). Außerdem bitten wir Sie darum, uns – soweit vorhanden – den Link Ihrer derzeitigen Web-Visitenkarte zu schicken, das heißt eine Adresse im Internet, auf der Sie Ihre eigenen projektbezogenen Informationen präsentieren.
Tagungsberichte aus den letzten Jahren finden sich u.a. bei HSozKult:
- http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=848
- http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=1283
- http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=1698
- http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=2279
- http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=2783
- http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=3255
Weiterführende Links:
- http://www.promovierendentage.de
- http://www.hof.uni-halle.de/dateien/leseprobe_zeitgeschichtlich_promovieren.pdf
- http://www.hof.uni-halle.de
- http://www.stiftung-aufarbeitung.de
- http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/wachtel_schreiben/wachtel_schreiben.html
Rückfragen und Kontakt: Henning Schulze, Institut für Hochschulforschung (HoF) Halle-Wittenberg, Collegienstraße 62, 06886 Wittenberg, henning.schulze@hof.uni-halle.de
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Arbeitsbericht „Studierendenmobilität – ost- und westdeutsche Bundesländer“ erschienen (11.02.2011)
Mobilität ist einerseits seit Jahrhunderten Bestandteil studentischen Lebens, andererseits hat sie sich in ihrer Struktur mit der Bildungsexpansion deutlich verändert. Die Mobilitätsmuster haben sich seit der deutschen Vereinigung erneut deutlich gewandelt und erfahren im laufenden Jahrzehnt wiederum Veränderungen. Der Hochschulpakt 2020 stellt ebenso eine Reaktion darauf dar, wie er auch Anreize setzt, Mobilität aktiv zu beeinflussen. Den Ländern ist es im Rahmen ihrer gestärkten föderalen Eigenverantwortung selbst überlassen, dazu geeignete Strategien und praktische Möglichkeiten zu entwickeln. Eine Vorraussetzung dafür ist die Beachtung von Motiven, Gründen und Bedingungen studentischer Mobilität sowie des daraus resultierenden bisherigen Mobilitätsverhaltens. Dem widmet sich der im Rahmen des Projektes „Föderalismus und Hochschulen“ erschiene Arbeitsbericht „Studierendenmobilität – ost- und westdeutsche Bundesländer“.
Er zeigt, dass die bisher übliche Bewertung studentischer Mobilität anhand der Mobilitätskennziffern der einzelnen Länder für eine realistische Einschätzung nicht genügt. Dabei werden die großen Unterschiede der Länder (z B. zwischen NRW und Saarland) nach territorialer Größe, Bevölkerungszahlen, Hochschulstandorten und damit Studienangeboten nicht berücksichtigt. Vor allem verzerrt das auch erheblich die Vergleiche zwischen Ost- und Westdeutschland. Die fünf ostdeutschen, allesamt kleinere/mittlere Länder, können in der Summe am ehesten mit den fünf kleinen/mittleren westdeutschen Flächenländern verglichen werden. Dabei zeigen sich fast identische Mobilitätskennziffern, obwohl die abweichenden sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen nicht berücksichtigt wurden. Der Bericht unternimmt eine solche realere Bewertung der Mobilität aus den und in die neuen Bundesländern.
Darüber hinaus erfolgte eine weitere Gruppenbildung nach benachbarten Länden, schliesslich verbleiben insbesondere Studienanfänger/innen vorwiegend in Heimatnähe. Auch die danach ermittelten Kennziffern zeigen u.a., dass sich die mitteldeutsche Region mit den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zusammen nur wenig von den großen Ländern wie Bayern oder NRW unterscheidet.
Lischka, Irene / Rathmann, Annika / Reisz, Robert: Studierendenmobilität – ost- und westdeutsche Bundesländer. Studie im Rahmen des Projekts „Föderalismus und Hochschulen“. 68 S. Arbeitsbericht 3/2010. Hrsg. Vom Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Wittenberg, 2010. ISSN 1436-3550.
Download: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_3_2010.pdf
Anlagen zum Arbeitsbericht 3/2010
Eine gedruckte Version kann beim Institut für Hochschulforschung bestellt werden:
Telefon: 03491/466-254
Telefax: 03491/466-255
E-Mail: institut@hof.uni-halle.de
Für inhaltliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Irene Lischka (institut@hof.uni-halle.de, Tel. 03491/466-254)
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International vergleichende Studie zu Privatisierungstendenzen im Hochschulwesen (24.01.2011)
In der Studie „Hochschulprivatisierung und akademische Freiheit“ werden Privatisierungstendenzen im Hochschulwesen untersucht. Das geschieht in einem internationalen Vergleich mit empirischen Daten. Gegenübergestellt werden öffentliche, private gemeinnützige und gewinnorientierte Hochschulen, ihre Strukturen und Leistungen. Es zeigt sich, dass die Verteidiger der akademischen Freiheit erfolgreicher sind als die Anwälte neoliberaler Reformen.
Neoliberale Reformer wollen den Staat im Hochschulwesen zurückdrängen. Lehrende und Lernende sollen zu Marktteilnehmern werden, die Fachschulung als Dienstleistung handeln. Der Staat kann sich aus dem Hochschulwesen aber auch zurückziehen, ohne marktwirtschaftlichen Zwängen Raum zu geben. Denn wenn die bürgerrechtliche Ordnung an Wirksamkeit gewinnt, wird die Bildung eines jeden zum Interesse aller. Das gemeinsame gesellschaftliche Bildungsinteresse kann dann an Stelle der Staatsmacht zur Grundlage der Hochschulen werden. An der Stelle staatlicher Regelungen setzen sich dann professionskulturelle durch, die den Studenten die Erfahrung unabhängigen wissenschaftlichen Denkens gestatten. Ob sich marktwirtschaftliche oder professionskulturelle Reglungen in den Hochschulen durchsetzen, ist Thema dieser vergleichenden Studie. Sie betrifft das Hochschulwesen in Deutschland, USA, Rumänien und Chile. Gegenübergestellt werden öffentliche und private gemeinnützige und gewinnorientierte Hochschulen, ihre Strukturen und Leistungen.
Autoren der Studie sind Enrique Fernández Darraz, Universidad Alberto Hurtado, Santiago, Chile sowie Gero Lenhardt, Robert Reisz und Manfred Stock vom Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Enrique Fernández Darraz, Gero Lenhardt, Robert D. Reisz, Manfred Stock: Hochschulprivatisierung und akademische Freiheit Jenseits von Markt und Staat: Hochschulen in der Weltgesellschaft 2010 transcript Verlag Bielefeld, 200 S., kart., 24,80 € ISBN 978-3-8376-1612-5: http://www.transcript-verlag.de/ts1612/ts1612.php
Leseprobe und Inhaltsverzeichnis: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/leseproben/Leseprobe_Stock2010.pdf
Kontakt: Dr. Manfred Stock: manfred.stock@hof.uni-halle.de
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Elektronischer Newsletter (05.01.2011)
Das Institut informiert etwa vierteljährlich in einem Newsletter über aktuelle Projekte, Veröffentlichungen und Veranstaltungen, der per E-Mail verschickt wird.
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