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Hochschule-Sonderband: Hochschulorganisationsanalyse zwischen Forschung und Beratung (06.05.2012)

Hochschulforschung ist zunehmend mit der Nachfrage nach konkreten Organisationsanalysen konfrontiert. Dazu nutzt sie ihr Vorratswissen und erschließt sich Wissen aus verschiedenen Fachkontexten. In der Publikation werden einerseits die zentralen Erklärungsthesen der Hochschulorganisationsforschung vorgestellt, andererseits Instrumente und Darstellungsformen, die eine anwendungsbezogene Hochschulorganisationsanalyse und deren adressatenorientierte Präsentation erlauben.

Die Hochschulforschung ist zunehmend mit der Nachfrage nach konkreten fallbezogenen Organisationsanalysen konfrontiert. Diesen Ansprüchen vermag sie sich kaum zu entziehen. Die Gründe sind inhaltliche (Erschließung von Feldwissen), legitimatorische (Anwendungsorientierung), finanzielle (Drittmittel) und wettbewerbliche (Konkurrenz der Consultants). Dabei besteht die zentrale Aufgabe der Hochschulforschung darin, voranalytische Urteile über Hochschulentwicklung durch wissenschaftliche Urteile zu ersetzen – und damit nicht zuletzt die Problemhorizonte der Akteure zu erweitern.

Der Sonderband der „hochschule. journal für wissenschaft und bildung“ bereitet daher das theoretische Wissen um Hochschulorganisationen auf. Prägnant dargestellt werden jene Ansätze, die sich mit den Begriffen der Expertenorganisation, dem garbage-can-model, der losen Kopplung oder der organisierten Anarchie verbinden. Herausgestellt werden dabei jene Spezifika, die – vermutlich dauerhaft – der Transformation der Hochschulen in eine „normale“ Organisation entgegenstehen. Nicht zuletzt dieses Wissen um die organisationalen Besonderheiten der Hochschule qualifiziert die Hochschulforschung gegenüber den Konkurrenten der Consultingagenturen.

Im Anschluss an diese Musterung der zentralen Erklärungsthesen der Hochschulorganisationsforschung wird das Wissen um anwendungsfallgebundene Hochschulorganisationsanalysen zusammengestellt. Dabei steht der Projekttyp im Mittelpunkt, der heutzutage typisch ist: extern beauftragt und ressourcenknapp, aber dennoch – aus Sicht der Auftraggeber – möglichst umfänglich, tiefensondierend und weiträumige Kontexte einbeziehend, auf dass möglichst kein Aspekt ungeklärt bleibe.

Im einzelnen geht es dabei um die Funktionen solcher Analysen, praktisch-organisatorische Aspekte (Ressourcen, Rolle der Auftraggeber, Informations- und Quellenlage), Umsetzungsprobleme und -problemlösungen sowie Analysewerkzeuge. Bei all dem erfolgt eine lebensnahe Auswertung, die sich auf mögliche Konflikte und praktische Probleme konzentriert. Ebenso wird durchgehend die Frage nach niedrigschwelliger, adressatenorientierter Analyse- und Ergebnisdarstellung berücksichtigt.

Daniel Hechler / Peer Pasternack: Hochschulorganisationsanalyse zwischen Forschung und Beratung (Sonderband „die hochschule“ 2012), Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg 2012, 99 S. € 17,50. ISBN 978-3-937573-29-8

Zusammenfassung: http://www.hof.uni-halle.de/journal/dhs_sb_2012_kurz.pdf


Ansprechpartner:
Daniel Hechler: daniel.hechler@hof.uni-halle.de
Peer Pasternack: peer.pasternack@hof.uni-halle.de; Tel.: 03491 - 874 836

Bestellung: http://www.hof.uni-halle.de/journal/vertrieb.htm

 

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die hochschule 1/2012: Weltoffen von innen? Wissenschaft mit Migrationshintergrund (06.05.2012)

Mit jeder Karrierestufe nimmt der Anteil von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit Migrationshintergrund ab. Das neue Heft der Zeitschrift „die hochschule“ untersucht die multivariablen Gründe für diese Barrieren und diskutiert erste Ansätze für mehr Chancengerechtigkeit im deutschen Wissenschaftssystem.

Dem Ruf nach einer Internationalisierung der deutschen Wissenschaft folgend kommen inzwischen ein Drittel der Studierenden und ein Viertel aller Doktoranden aus dem Ausland oder aus zugewanderten Familien. Unter den angestellten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an deutschen Hochschulen sind jedoch nur ein Fünftel Migrant/innen und unter Professorinnen und Professoren sowie in den Führungspositionen innerhalb der Hochschulen nimmt der Anteil der Migrant/innen weiter ab. Diese Kaskade deutet auf illegitime Barrieren im Wissenschaftssystem, die die Erfolgsaussichten nicht allein von wissenschaftlicher Leistung, sondern auch von regionaler, kultureller und sozialer Herkunft abhängig machen.

Seit einigen Jahren rückt der Einfluss der Herkunft auf Bildungs- und Berufschancen in das politische und wissenschaftliche Interesse. Mit dem Begriff „Migrationshintergrund“ wird versucht, das Phänomen zu beschreiben und z.B. auch in der Statistik messbar zu machen. Allerdings zeigt ein differenzierterer Blick, dass mit diesem Begriff sehr unterschiedliche Bedingungen beschrieben werden, die kaum als übergreifendes Merkmal angesehen werden können: Zahlreiche Operationalisierungen der theoretischen und empirischen Ansätze in der Bildungsforschung richten ihre Aufmerksamkeit auf einen je anderen Personenkreis, und zwar nicht nur hinsichtlich des Migrationsstatus, sondern auch bezüglich der Position in der akademischen Welt.

Das aktuelle Heft „die hochschule“ strukturiert diese Debatte, zeigt verschiedene Zugänge zu den vorliegenden Daten und stellt qualitative Studien vor, die nach den Gründen für die oben beschriebene Entwicklung suchen. Ergänzend wird beispielhaft aufgezeigt, wie die Hochschulen selbst zu mehr Chancengerechtigkeit in der Wissenschaft beitragen können. Damit richtet sich das Heft an Praktikerinnen und Praktiker aus Hochschule und Verwaltung ebenso wie an Hochschul- und Ungleichheitsforschung.

Karsten König/Rico Rokitte: Weltoffen von innen? Wissenschaft mit Migrationshintergrund (= die hochschule 1/2012). Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg 2011, 204 S. ISBN 978-3-937573-27-4. € 17,50.

Ansprechpartner: Karsten König (karsten.koenig@hof.uni-halle.de)


http://www.die-hochschule.de

Bestellung: http://www.hof.uni-halle.de/journal/vertrieb.htm

 

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Kreativwirtschaftliche Entwicklung in ostdeutschen Stadtquartieren (02.05.2012)

Hochschulen stellen unter Bedingungen des demografischen Wandels zentrale endogene Ressourcen der Regionalentwicklung dar. Die Kultur- und Kreativwirtschaft integriert dabei hochschulbezogene Erwartungen hinsichtlich der Fachkräfteversorgung, regionaler Innovationstrukturen und stabiler Sozialräume. Anhand zweier ostdeutscher Städte wird eine Analyse kreativwirtschaftlicher Entwicklungen vorgenommen, die die Frage bearbeitet, inwieweit kreativwirtschaftliche Entwicklungen durch administrative kommunale Planung gefördert werden können.
Regionale Wirtschaftsstrukturen, die im Sektor der Kultur- und Kreativwirtschaft keine nennenswerten Potentiale vorzuweisen haben, gelten hinsichtlich ihrer Fertigungstiefe als unvollständig. Entsprechend suchen auch die ostdeutschen Bundesländer nach Wegen, kultur- und kreativwirtschaftliche Potentiale zu erschließen und zu fördern. In diesem Kontext wurde eine Analyse kreativwirtschaftlicher Entwicklungen in zwei Städten Ostdeutschlands unternommen. Beide Beispielstädte, Halle (Saale) und Erfurt, zeichnen sich dadurch aus, dass sie kreativwirtschaftlich über keine einschlägige Tradition verfügen - und insofern den meisten ostdeutschen Hochschulstandorten ähneln. Die in der Literatur meist herangezogenen Modelle greifen an solchen nichtmetropolitanen Orten nur sehr bedingt.

Im Mittelpunkt der Studie stand die Frage: Inwieweit ist administrative kommunale Planung in der Lage, Bedingungen zu schaffen, um Kultur- und Kreativwirtschaft zu entwickeln und zu fördern? Ganz oben auf der Prioritätenliste der Unternehmer stehen die Themen Netzwerkbildung, Kooperationen und Synergieeffekte. Was deren Bearbeitung angeht, erweisen sich der Einfluss durch administrative Planer begrenzt und die Grenzen des Realisierbaren schnell erreicht. Weitestgehend außerhalb des Einflussbereiches administrativer Ebenen liegen endogene Entwicklungen, die sozial-räumliche Aspekte betreffen.

Der Bericht wurde im Rahmen des Verbundvorhabens „Hochschulstrategien für Beiträge zur Regionalentwicklung unter Bedingungen demografischen Wandels“ (RegDemo, gefördert vom BMBF im Rahmen der Förderinitiative „Wissenschaftsökonomie“), indem unter anderem die sozialräumlichen und wissensökonomischen Wirkungen von Hochschulen untersucht werden, bearbeitet.

Zierold, Steffen: Stadtentwicklung durch geplante Kreativität? Kreativwirtschaftliche Entwicklung in ostdeutschen Stadtquartieren (HoF-Arbeitsbericht 1‘2012). Hrsg. vom Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg 2012, 63 Seiten. ISSN 1436-3550.

Download: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_1_2012.pdf
Zusammenfassung: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_1_2012_zus.pdf

Printausgaben der Arbeitsberichte können bestellt werden: institut@hof.uni-halle.de

Inhaltliche Rückfragen bitte an Steffen Zierold: steffen.zierold@hof.uni-halle.de / 03491 - 876 404 812

 

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HoF/WZW-Studie: Hochschulen, demografischer Wandel und Regionalentwicklung (18.04.2012)

Der demografische Wandel fällt regional unterschiedlich aus. Um ihm angemessen zu begegnen, sind vornehmlich endogene Entwicklungspotenziale zu erschließen. Zu diesen zählen in besonderem Maße die Hochschulen. Eines der am stärksten von demografischen Veränderungen betroffenen Bundesländer ist Sachsen-Anhalt. Die daraus folgenden Herausforderungen für die Hochschulen sind Thema der soeben erschienenen Studie.

Sachsen-Anhalt ist ein Bundesland, das von demografischen Veränderungen in besonderem Maße betroffen ist. Der gleichzeitige Abschied von transfergetriebener Entwicklung (Rückführung von Finanztransfers und Sonderfinanzierungsmodalitäten) spitzt die Lage weiter zu. Allerdings sind diese Entwicklungen als sachsen-anhaltische (und ostdeutsche) Sondersituation unangemessen beschrieben. Vielmehr wird Schrumpfung in den nächsten Jahrzehnten auch in ganz Deutschland aktiv gestaltet werden müssen. Um zentralen ökonomischen sowie nichtökonomischen Herausforderungen angemessen zu begegnen, werden vornehmlich endogene Entwicklungspotenziale zu erschließen sein. Als zentrale Schaltstellen der Regionalentwicklung gehören Hochschulen zu diesen Potenzialen. Zugleich sind Hochschulen die Orte, an denen weitere endogene Potenziale erzeugt werden.

Handlungserfordernisse bestehen im Hochschulsektor zum einen in den zentralen Leis-tungsbereichen der Lehre und Forschung, zum anderen hinsichtlich ihrer sogenannten Third Mission, also gesellschaftlichen Aktivitäten und Wirkungen. In Lehre und Forschung ergeben sich Herausforderungen insbesondere hinsichtlich der Auslastung der Studienkapazitäten, der Bewältigung zunehmender Heterogenität der Studierendenschaft und der Sicherung wissenschaftlichen Nachwuchses für das Land. Um bestehende Leistungsreserven zu mobili-sieren, erscheint zweierlei vordringlich: zum einen Organisations- und Personalentwick-lungsanstrengungen zu unternehmen; zum anderen vorhandene Kooperationspotenziale mit den im Lande ansässigen außeruniversitären Forschungseinrichtungen verstärkt zu nutzen.
Die Third Mission dürfte für Sachsen-Anhalts Hochschulen zu einem zentralen Thema ihrer Ressourcensicherung werden. Erwartungen, die sich diesbezüglich an die Hochschulen rich-ten, betreffen vor allem drei Bereiche: die Sicherung des Fachkräftenachwuchses für die Re-gion, Impulse zur Entwicklung regionaler Innovationsstrukturen und Beiträge zur Bewälti-gung nichtökonomischer regionaler Herausforderungen.

Download: http://www.wzw-lsa.de/fileadmin/wzw-homepage/content/dokumente/Dokumente/Arbeitsberichte/WZW_Arbeitsberichte_2_2011.pdf


Kontakt: Peer Pasternack: peer.pasternack@hof.uni-halle.de

 

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Wissenschaftliche Wissenschaftspolitikberatung. Fallstudie Schweizerischer Wissenschafts- und Technologierat (29.02.2012)

Wissenschaftsräte müssen fortwährend einen prinzipiellen Zielkonflikt verarbeiten: Einerseits erheben sie den Anspruch auf eine möglichst hohe Verbindlichkeit ihrer Stellungnahmen. Andererseits streben sie nach möglichst hoher Autonomie. Dieser Zielkonflikt ist grundsätzlich unauflösbar. Er kann nur prozessiert werden: Der Verbindlichkeitsanspruch ist nur durch Nähe zur Politik und Verwaltung zu realisieren. Der Anspruch auf Autonomie dagegen setzt die größtmögliche Ferne zu eben diesen voraus.

Im Auftrag und am Beispiel des Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierates (SWTR) hat HoF dies analysiert: Was sind Charakteristika von Wissenschaftsräten, worin bestehen die Problemlagen, die sich aus deren Auftrag und Arbeitsweise ergeben? Die Ergebnisse sind nun als HoF-Arbeitsbericht 7/2011 veröffentlicht.

Wissenschaftsräte müssen Übersetzungsleistungen zwischen wissenschaftlicher, politischer und Verwaltungsrationalität erbringen. Ihr Einfluss hängt von der Aufnahmefähigkeit der adressierten Wissenschaftspolitik für Expertise, also spezifisches Sonderwissen ab. Politikberatung zielt auf Entscheidungsvorbereitung und/oder Legitimationserzeugung für politisches Entscheiden. Im Gelingensfalle kann sie die Rationalität politischen Entscheidens steigern.

Gleichzeitig operieren die Wissenschaftsräte zwischen Zentral- bzw.
Bundesstaat und wissenschaftlicher Leistungsebene; in Bundesstaaten ist dies ergänzt um dazwischenliegende Entscheidungsebenen wie Länder oder Kantone.

Um Einflusschancen zu erlangen, muss mindestens eine von drei Bedingungen erfüllt sein:

- ein Bedürfnis von Politik und Administration nach Irritation geläufiger Einschätzungen durch das Sonderwissen, das Experten einbringen können – ein solches Bedürfnis kann nicht strukturell verankert werden, sondern ist von den jeweiligen Akteuren, deren Aufgeschlossenheit und Irritationsfähigkeit abhängig;
- Abstützung durch eine allgemein anerkannte Rolle als Sprecher der Wissenschaft – „allgemein“ heißt: sowohl innerhalb der Wissenschaft akzeptiert als auch außerhalb der Wissenschaft so wahrgenommen;
- unübersehbare Präsenz in der öffentlichen Debatte, so dass die Interventionen des Wissenschaftsrates nur schwer ignoriert werden können.

Pasternack, Peer / Schulze, Henning: Wissenschaftliche Wissenschaftspolitikberatung. Fallstudie Schweizerischer Wissenschafts- und Technologierat (SWTR). 96 S. Arbeitsbericht 7/2011. Hrsg. vom Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Wittenberg, 2011. ISSN 1436-3550.

Download: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_7_2011.pdf

Zusammenfassung: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/zentrale_ergebnisse_swtr.pdf

Eine gedruckte Version kann beim Institut für Hochschulforschung bestellt werden:
Telefon: 03491/466-254
Telefax: 03491/466-255
E-Mail: institut@hof.uni-halle.de

Kontakt:
Peer Pasternack: peer.pasternack@hof.uni-halle.de

 

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8. Promovierendentage zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte (24.02.2012)

Poster sind ein wichtiges Element der wissenschaftlichen Qualifizierung und entscheiden häufig über die Aufmerksamkeit, die einer Untersuchung zu teil wird. Um die Stärken und Schwächen dieser speziellen Darstellungsform zu kennen, bedarf es zunächst einschlägigen Wissens und Kompetenzen. In der Geschichtswissenschaft werden diese bisher nicht oder nur rudimentär vermittelt. Hier setzt der methodische Schwerpunkt der 8. Promovierendentage zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte an, zu denen das Institut für Hochschulforschung (HoF) und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vom 26. bis 29. Juli 2012 nach Lutherstadt Wittenberg einladen.

Gegenstand des Methodenworkshops, der in die Veranstaltung integriert ist, wird die Herstellung eines professionellen zeithistorischen Posters sein. Den thematischen Rahmen bilden Vorträge und Diskussionen zur Perspektivität von Geschichte im Spannungsfeld zwischen europäischer, nationaler und lokaler Geschichtsschreibung.

Die Promovierendentage richten sich an Doktorandinnen und Doktoranden, die eine Dissertation zur deutschen Zeitgeschichte nach 1945 schreiben oder eine solche Arbeit derzeit vorbereiten. Besonders willkommen sind Promovierende, die sich mit Fragen der Teilungs- sowie der DDR-Geschichte beschäftigen, aber auch solche mit Themen zur westdeutschen Nachkriegsgeschichte. Die Veranstaltung zielt auf die Vermittlung von Methoden, Inhalten und Techniken im Umgang mit "Streitgeschichte"; gleichzeitig soll der inhaltlich-thematische Austausch der Doktorandinnen und Doktoranden und ihre aktive Vernetzung innerhalb des Forschungsfelds gefördert werden.

Der diesjährige Praxis-Workshop widmet sich den Techniken der grafisch-visuellen Darstellung und des prägnanten Schreibens. Ziel ist die Produktion von Postern zum jeweiligen Promotionsthema der Teilnehmenden. Der Workshop richtet sich dabei ausdrücklich auch an diejenigen Promovierenden, die über keine oder nur geringe Vorkenntnisse in der Grafikgestaltung und im Umgang mit der einschlägigen Technik/Software verfügen.

Den vollständigen Call for Papers können Sie hier herunterladen: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/CfP_Promovierendentage2012.pdf

 

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Wandel der Hochschulbildung in Deutschland und Professionalisierung (08.02.2012)

Das Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat das Verhältnis von Bildung und Gesellschaft anhand des relativen Gewichts der Studienfächer in der Zeitspanne von 1950 bis 2002 untersucht. Die Studie zeigt, dass im Zuge der Hochschulexpansion das Gewicht von Fächern mit beruflichem Anwendungsbezug zunimmt. Diese Verschiebung wird als Ausdruck einer Professionalisierung interpretiert. Mehr und mehr werden die Standards und Kriterien angemessenen beruflichen Handelns in den Hochschulen hervorgebracht, und sie stoßen in den Arbeitsorganisationen auf Resonanz. Es wird gezeigt, über welche sozialen Mechanismen sich diese Kopplung vollzieht.

Untersucht wird der Wandel der Hochschulbildung in Deutschland anhand von Verschiebungen des relativen Gewichtes der Studienfächer in der Zeitspanne von 1950 bis 2001. Dieser Wandel der Fächerstruktur nach dem Zweiten Weltkrieg wird im Zusammenhang der deutschen Hochschulgeschichte interpretiert. Mit dem Übergang zur modernen Universität wird die Hochschulbildung auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt. Diese Verwissenschaftlichung findet zunächst unter dem Dach der sich ausdifferenzierenden Philosophischen Fakultät statt. Damit ändert sich auch die Wissensgrundlage der bis dahin oberen Fakultäten der Universität zur Ausbildung der klassischen Professionen. Sie ruhen nun auch auf der Wissenschaft und den kognitiven Innovationen, die diese hervorbringt. Zugleich wird die Philosophische Fakultät mit ihren modernen Disziplinen zur Berufsfakultät zunächst der höheren Lehrämter. Dies setzte die Dynamik eines „Eigenausbaus“ des höheren Bildungssystems in Gang, in der sich unterschiedliche Expansionsbewegungen des höheren Schul- und des Hochschulbereiches gegenseitig bedingen. Nach dem Zweiten Weltkrieg dehnte sich die Akademisierung auch auf das bis dahin niedere Schulwesen und dessen Lehrämter aus. Ebenfalls setzte sich die bereits mit Gründung und Expansion der Technischen Hochschulen und der Handelshochschulen eingeleitete Entwicklung fort, mit der Studiengänge an Bedeutung gewannen, die – wie die klassischen Professionsfächer – auf berufliche Anwendungsfelder in anderen Bereichen der Gesellschaft, jenseits von Wissenschaft sowie von Bildung und Erziehung, zugeschnitten waren. Die Wissenschaft wird mehr und mehr als Grundlage einer Ausbildung für weitere Berufs- und Handlungsfelder in Anspruch genommen. Das relative Gewicht der Fächer dieser (neuen) Professionen nimmt zu. Dem entspricht ein Prozess der Professionalisierung, mit dem neue Kriterien und Standards der Angemessenheit des beruflichen Handelns institutionalisiert werden. Diese treffen in den Arbeitsorganisationen auf Resonanz.

Robert D. Reisz / Manfred Stock: Wandel der Hochschulbildung in Deutschland und Professionalisierung (HoF-Arbeitsbericht 6/2011). Hrsg. vom Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität. Halle-Wittenberg 2011. 45 S. ISSN 1436-3550.

Download: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_6_2011.pdf

Ansprechpartner:
Dr. Manfred Stock (03491 466 212 / manfred.stock@hof.uni-halle.de)

 

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die hochschule 2/2011: Disziplinäre Zugänge zur Hochschulforschung (30.01.2012)

Die Hochschulforschung stellt ein multidisziplinäres Forschungsfeld dar. Das neue „die hochschule“-Heft stellt grundlegend die disziplinären Zugänge der Erziehungs-, Geschichts-, Rechts-, Politik- und Wirtschaftswissenschaft sowie der Psychologie und Soziologie zur Hochschulforschung vor. Dieses Themenheft mit Handbuchcharakter wird herausgegeben von Edith Braun, Katharina Kloke und Christian Schneijderberg.

Fragestellungen der Hochschulforschung können zum einen multi-/interdisziplinär, zum anderen aber auch durch spezifische disziplinäre Sichtweisen bearbeitet werden. Somit wird bei der Erforschung des Gegenstands Hochschule oder eines bestimmten Ausschnitts von Hochschule – etwa Forschung, Lehre oder Hochschulplanung – ein Forschungsfeld betreten, das sich durch die Verbindung von Methoden, Theorien, Erkenntnissen und Wissen aus verschiedenen Disziplinen speist und von der Ergänzung und Verbindung der disziplinären Zugänge lebt. Bietet die Verbindung mehrerer Disziplinen den Vorteil, die Breite des Forschungsgegenstandes Hochschule abzudeckten, so leisten disziplinäre Zugänge ein genauere Fokussierung auf spezifische Aspekte.

Das neue „die hochschule“-Heft stellt grundlegend die disziplinären Zugänge der Erziehungs-, Geschichts-, Rechts-, Politik- und Wirtschaftswissenschaft sowie der Psychologie und Soziologie zur Hochschulforschung vor. Dank seines Handbuchcharakters ermöglicht es nicht nur einen grundlegende Einblick in die Beiträge der genannten Disziplinen zur Hochschulschulforschung, sondern beleuchtet zugleich den verbindenden Beitrag der verschiedenen Disziplinen zur Erforschung des Gegenstands Hochschule.

Der Schwerpunkt umfasst die folgenden Beiträge:
• Christian Schneijderberg; Katharina Kloke; Edith Braun: Disziplinäre Zugänge zur Hochschulforschung
• Bernhard Schmidt-Hertha; Rudolf Tippelt: Erziehungswissenschaftliche Zugänge zur Hochschulforschung
• Olaf Bartz: Geschichtswissenschaftliche Zugänge zur Hochschulforschung
• Michael Dobbins; Katrin Toens: Politologische Zugänge zur Hochschulforschung
• Edith Braun: Psychologische Zugänge zur Hochschulforschung
• Thomas Groß: Rechtswissenschaftliche Zugänge zur Hochschulforschung
• Georg Krücken: Soziologische Zugänge zur Hochschulforschung
• Gerd Grözinger: Wirtschaftswissenschaftliche Zugänge zur Hochschulforschung

Neben dem Themenschwerpunkt vereint das „Forum“ der Zeitschrift folgende Beiträge:
• André Albrecht; Volkhard Nordmeier: Ursachen des Studienabbruchs in Physik. Eine explorative Studie
• René Lenz: Russlands Hochschulen im Modernisierungsprozess. Zur Frage einer Integration in den Europäischen Hochschulraum
• Tina Ruschenburg; Stephanie Zuber; Anita Engels; Sandra Beaufaÿs: Frauenanteile in der Exzellenzinitiative. Zu den methodischen Herausforderungen bei der Ermittlung aussagekräftiger Vergleichswerte
• Michael Kerres; Andreas Schmidt: Zur Anatomie von Bologna-Studiengängen. Eine empirische Analyse von Modulhandbüchern

Zudem wird die regelmäßige Fortsetzung der Bibliografie zur Wissenschafts- und Hochschulgeschichte Ostdeutschlands seit 1945 veröffentlicht.

Die Zeitschrift erscheint zweimal im Jahr; das Einzelheft kostet 17,50 Euro, das Abonnement 34,- Euro (für PrivatabonnentInnen 19,- Euro).

Edith Braun/Katharina Kloke/Christian Schneijderberg (Hg.): Disziplinäre Zugänge zur Hochschulforschung (= die hochschule 2/2011). Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg 2011, 211 S. ISBN 978-3-937573-26-7. € 17,50.

http://www.die-hochschule.de

Bestellungen an:
Institut für Hochschulforschung (HoF)
Vertrieb „die hochschule“
Collegienstraße 62
06886 Wittenberg
E-Mail: institut@hof.uni-halle.de
Fax: 03491/466-255
Tel. 03491/466-254

 

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Datenbank zeigt gesetzliche Regelungen der Bundesländer zu Besoldung und Gleichstellung im Hochschulbereich (11.01.2012)

Das Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg dokumentiert die aktuellen Besoldungs-, Hochschul- und Gleichstellungsgesetze der Budesländer. Verschiedene Synopsen stellen die Regelungen zur Vergabe von besonderen Leistungszuschlägen und zur Verpflichtung der Förderung von Gleichstellung sowie zur gleichstellungsorientierte Ausgestaltung der Berufungsverfahren im Ländervergleich dar.

Professorinnen und Professoren werden seit 2005 verstärkt leistungsorientiert besoldet. Grundlage der W-Besoldung bildet das 2002 in Kraft getretene Professorenbesoldungsreformgesetz. Damit hatte der Bund den gesetzlichen Rahmen für die Reform der Besoldung geschaffen und dabei gleichzeitig den Ländern Handlungsspielräume für die konkrete Ausgestaltung eingeräumt.
Im Zuge der Föderalismusreform wurde den Ländern dann die Gesetzgebungskompetenz im Bereich der Besoldung übertragen.

Einheitlich ist geregelt, dass die Besoldung aus einem Grundgehalt und variablen Leistungsbezügen besteht. Der variable Teil kann sich aus Berufungs- und Bleibeleistungsbezügen, Bezügen für besondere Leistungen z. B. in Lehre und Forschung sowie aus Funktionsleistungsbezügen zusammensetzen.
Wie die Umsetzung der Vergabe insbesondere der Bezüge für besondere Leistungen in der Landesgesetzgebung erfolgt, zeigt die vom Institut für Hochschulforschung erstellte tabellarische Übersicht:

Besoldungsrecht: http://www.hof.uni-halle.de/dokumentation/besoldung.htm

Gleichstellungsrecht: http://www.hof.uni-halle.de/dokumentation/gleichstellung.htm


Ansprechpartner/innen:

Dr. Anke Burkhardt 03491/ 466-151(anke.burkhardt@hof.uni-halle.de )
Dr. Karin Hidebrandt 03491/466-245 (Karin.Hildebrandt@hof.uni-halle.de)
Romy Hilbrich 03491/466-142 (romy.hilbrich@hof.uni-halle.de)
Robert Schuster 0391/466-155 (robert.schuster@hof.uni-halle.de)

 

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Hochschulen nach der Föderalismusreform (04.10.2011)

Zwischen den Hochschulsystemen der deutschen Bundesländer bestehen traditionell deutliche Unterschiede hinsichtlich des Finanzierungsinputs und des Forschungsoutputs. Die Föderalismusreform 2006 hatte den Anspruch erhoben, wettbewerbsföderalistische Aspekte im Hochschulwesen zu stärken – und damit sowohl den herkömmlichen kooperativen Föderalismus als auch die aktive Beteiligung des Bundes an der Hochschulentwicklung in den Hintergrund treten zu lassen. Im hier vorliegenden Band werden die Länderdifferenzen vor allem in solchen Bereichen untersucht, in denen die Gestaltungschancen der Länder mit der Föderalismusreform gestärkt wurden: Hochschulsteuerung, Studienreform sowie Personal- und Karrierestrukturen.

Im Ergebnis zeigt sich: In der Hochschulsteuerung setzen sich die einmal in den entsprechenden Reformdiskurs aufgenommenen Elemente langfristig in (fast) allen Bundesländern durch (Ausnahme: Studiengebühren). Unterschiede zwischen den Ländern finden sich allenfalls in der Geschwindigkeit, mit der Neuerungen politisch aufgenommen und umgesetzt werden. Auch bei der Studienreform sind die Angleichungsprozesse zwischen den Bundesländern und gemeinsame Entwicklungslinien bemerkenswert. Abgesehen vom Lehramtsstudium finden sich keine Sonderwege der Länder, kein Sonderweg Ost und auch keine bayerischen Bachelor oder ähnliches. In der Gestaltung der Personal- und Karrierestrukturen ist gleichfalls entweder eine Angleichung der Länder zu beobachten oder eine Entwicklung, die, insgesamt gesehen, in die gleiche Richtung weist. Auch kam es nach 2006 zu keiner entscheidenden Zäsur. Länderübergreifend bleibt es bei dem für das deutsche Hochschulsystem charakteristischen Flaschenhals akademischer Karriere mit einem großen Anteil risikobehaftet und weisungsabhängig Beschäftigter unterhalb der Professur und einem relativ kleinen und anteilig rückläufigen Anteil an Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern.

Wo es Differenzen zwischen den Ländern gibt und diese sich in jüngerer Zeit verstärkt haben, betrifft dies vorrangig solche Bereiche, die von der Föderalismusreform nur marginal oder gar nicht berührt wurden. Die Bereiche hingegen, in denen sich mit der Föderalismusreform 2006 den Ländern größere Gestaltungsspielräume eröffneten, sind eher durch Trends homogenisierender Entwicklungen – bei Abweichungen im Detail – gekennzeichnet. Insofern wurde und wird die Bedeutung der Föderalismusreform 2006 für den Hochschulbereich allgemein überschätzt.

Pasternack, Peer (Hg.): Hochschulen nach der Föderalismusreform,
Akademische Verlagsanstalt, Leipzig 2011, 368 S. ISBN 978-3-931982-67-6.

Der Band ist im Buchhandel bestellbar:
http://www.univerlag-leipzig.de/article.html;article_id,1233
Eine Leseprobe und das Inhaltsverzeichnis finden Sie hier: http://www.hof.uni-halle.de/dateien/leseproben/LeseprobeHochschulenFoederalismus2011.pdf

Für inhaltliche Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. Peer Pasternack (peer.pasternack@hof.uni-halle.de; Tel. 03491 466-254)

 

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Elektronischer Newsletter (05.01.2011)

Das Institut informiert etwa vierteljährlich in einem Newsletter über aktuelle Projekte, Veröffentlichungen und Veranstaltungen, der per E-Mail verschickt wird.

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Außerdem können Sie sich auf der folgenden Webseite an- und abmelden sowie ggf. Ihr Passwort erfragen: http://lists.uni-halle.de/mailman/listinfo/hofnews

 

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letzte Aktualisierung: 10.05.2012 zurück home